Mittwoch, August 30, 2006

Picture postcards from L.A.

Ich hatte es ja schon angekündigt.
Und nachdem ich mich einiger programmiertechnischer Kniffe bedient habe (zu deutsch: Ich habe einen anderen Computer mit sauber installiertem Browser genommen), kann ich jetzt auch noch die Bilder von der Messe nachreichen.
Dafür, dass sie verschwommen, unterbelichtet und nichtssagend sind, kann ich übrigens nichts, daran ist der Computer schuld.

Und los gehts:

Hier erst einmal die beiden Getreuen Lefty und Mr. Right (von oben nach unten).
Anspruchslos sind sie auch. Einfach mal ab und an den Ohrenschmalz herauspulen und fertig.








Jaha, nicht nur bei Ubisoft konnte man sich zum Idioten machen. Auch Logitech gab einem die Chance, sich vor einer gröhlenden Menge bis aufs Hemd zu blamieren.



Messebabes.

Ich habe noch ca. 150 weitere Fotos gemacht, aber ich gehe einfach einmal davon aus, dass die Besucher meines Blogs kein größeres Interesse an den Bildern halbnackter und unglaublich hübscher junger Damen haben.
Ist doch so, oder?






Diesem Herrn möchte man eher ungern im Dunkeln begegnen.








Diesem dagegen schon bedeutend eher.















Die Maßnahmen gegen Raubkopierer werden schon in naher Zukunft drastisch ausgeweitet.














Zum Glück sehr schön zu sehen: Es herrschte ziemlich viel Betrieb.
Zum Glück sehr schlecht zu hören: Es war höllisch laut.









Was natürlich klar war: Die Deutschen haben wieder mal angefangen. Zumindest stammt der Urvater aller Videospielkonsolen von einem Deutschstämmigen.







Weil es dazu gehört: Auch Spiele gab es zu sehen.








Die Ausbeute meines Messebesuchs. Ein echter Messejunkie würde nur darüber lachen, aber ich bin zufrieden. Und musste dafür praktisch keine Faxen machen.
Nicht mehr im Bild zu sehen: Der Energiedrink, den mir die nette Dame am Gee-Stand (empfehlenswertes Magazin übrigens!) aufgedrängt hat.






So, damit wäre auch dieses Versprechen eingelöst, demnächst wieder mehr Text. Oder Bilder. Je nachdem, was besser ankommt.

- Joshua Kadison -

Dienstag, August 29, 2006

The heat is on

So, es ist mal wieder soweit. Die Heizperiode für diesen Winter wurde heute morgen offiziell eröffnet.
Jetzt mag natürlich manch einer einwenden, dass es doch für Ende November noch ziemlich mild sei.
Dem kann ich zwar zustimmen, aber bei dem recht nebligen Winterwetter da draussen ist es einfach gemütlicher, wenn die Heizung etwas vor sich hin tuckert.
Was soll das heißen, wir haben gar nicht Ende November?
Hahaha!
Werft doch mal einen Blick aus dem Fenster!
Wie, Ende August? Sommer noch nicht vorbei?
Das glaubt Ihr ja wohl selbst nicht!
Oder, äh, Moment, ich seh gerade, dass ich versehentlich drei Kalenderblätter zuviel abgerissen habe. Muss an meinen kältestarren Fingern gelegen haben.
Da klappts dann mit der Feinmotorik nämlich nicht mehr so recht.
Das ist natürlich was anderes. Da wird jetzt augenblicklich wieder das Netzmuscleshirt aus dem Keller geholt und übergeworfen.
Und gleich geht es in den Biergarten.
Falls ich ihn in dem Nebel finde.

- Glen Frey -

Montag, August 28, 2006

Bombe

Ok ok.
Ich muss Abbitte leisten.
Und zwar dem Herrn Schäuble.
Kaum kritisiere ich seinen Plan, Bombenleger via Google aufzuspüren, als weltfremd, fange ich mir mit eben diesem Text auch schon die erste Suchanfrage ein, mit der jemand Tips für eine "(bombe zum selberbauen)" sucht.
Jetzt seh ich da ja zwei Möglichkeiten:
Entweder hat die Schäubletruppe schon heimlich ihre Arbeit aufgenommen und ist fleißig auf der Suche nach verdächtigen Subjekten im Internet.
Dafür spräche auch das verstärkte Auftreten von Bildschirmauflösungen von 800x600 Punkten.
Die armen Schweine müssen ja garantiert noch mit 15-Zoll-Monitoren arbeiten. Muss ja kostengünstig sein.
Oder aber...
Die Terroristenanwärter sind tatsächlich so blöde, wie man es von solchen verblendeten Quatschköpfen erwarten kann und sie suchen im Klartext nach Bombenbastelanleitungen.
Da kann ich ja Schäuble wieder nur den Tip geben: Stellt doch auch Anleitungen ins Netz.
Aber solche, wo die Zündschnur 5 cm zu kurz ist. Dann besteht zumindest eine gute Wahrscheinlichkeit, dass sich die Typen selber in die Luft sprengen, bevor sie andere gefährden können.

- Die Prinzen -

Samstag, August 26, 2006

Mess

Nur vorneweg - ja, ich weiss, das Messe nicht im Englischen mit Mess übersetzt wird.
Nur, falls jemand meckern sollte.

So, mein Tag auf der GC ist also gelaufen, fassen wir jetzt zusammen (mit Bildern):
Die Hinfahrt war eine Katastrophe - nicht zuletzt wegen des bescheidenen Wetters. Das hat den Berliner Verkehr so ziemlich zum Erliegen gebracht, vom fließenden Verkehr konnte da nicht mehr die Rede sein. Fließen tat allenfalls der Regen.
Dann mein Lieblingsbundesland Sachsen-Anhalt. Jedesmal, wenn ich durchfahre, rätsel ich über den Sinn der Plakate "Willkommen im Land der Frühaufsteher".
Warum sollten die Eingeborenen füher aufstehen? Damit sie noch etwas mehr Zeit haben, um ihre Arbeitslosigkeit zu genießen?
Oder vielleicht, um etwas länger darüber nachzudenken, warum sie ausgerechnet solche Deppen in die Führung ihres Landes berufen haben, die ausser einer dämlichen Werbekampagne noch nichts Nennenswertes hervorgebracht haben. Dann würde es ja auch wieder Sinn machen.
Aber ich wollte doch eigentlich etwas ganz anderes...
Ach ja, die GC 2006.
Bevor ich weiterschreibe, möchte ich Euch, liebe Leser, noch zwei gute Freunde vorstellen, die, was mich überraschte, zufällig ihren Weg mit mir auf die GC fanden:
Die beiden heißen Mr. Right und Lefty.
Sie finden ausserdem mit traumwandlerischer Sicherheit ihren Weg in meine Gehörgänge und ersparen mir, einmal dort angekommen, zuverlässig weitergehende Schäden durch übermäßig laute Musik oder anderen Lärm.
Was sollte man noch wissen, bevor man die Messehallen betritt?
Ganz wichtig natürlich das Wissen darüber, dass Begriffe wie Zurückhaltung, Bescheidenheit und Schamgefühl am Besten zuhause zu lassen sind, wenn man, was wohl das erklärte Ziel von 90 Prozent der Messebesucher war, möglichst viele Goodies abgreifen möchte.

Zur Messe selber:
Es war voll, aber bei weitem nicht so voll, wie ich befürchtet hatte.
Die Preise für Essen und Trinken waren moderat, wenn man nicht gerade in das Messerestaurant gehen wollte.
Die Messehallen sind recht geräumig, es wurden für den publikumsoffenen Bereich 4 (von fünf) Hallen genutzt. Draußen konnte man auch ganz nett sitzen, weil das Wetter mitspielte.
Hab ich was vergessen?
Ach ja, die Spiele!
Es wurden viele gezeigt, aber zumindest für meine nicht ganz unkundigen Augen war nichts Neues dabei.
Stalker in Aktion sieht sehr schön aus, ist aber halt ein Shooter.
Call of Juarez sieht sehr gut aus, ist aber weitestgehend ein Shooter.
Crysis sieht fantastisch aus, ist aber weitestgehend - ihr ahnt es schon.
Ach ja, Medal of Honor - Airborne sah ebenfalls sehr gut aus, war aber ebenfalls wieder ein? Nein, ich verrat es jetzt nicht. Kommt selber drauf.
Es fehlten mir ein wenig die innovativen Ideen. Die kann man aber auch nicht erkennen, wenn mindestens 30 Leute um ein Display herumdrängen. Was übrigens fast überall der Fall war, weswegen ich letztenendes nur irgendein obskures DS-Spiel, dessen Steuerung ich nicht wirklich kapiert habe, und Arkanoid (auf dem GEE-Stand) anspielen konnte.
Strategietitel gab es ebenfalls etliche, aber keiner war dabei, von dem ich nicht schon gehört hätte und vor allem keiner, den man in Ruhe mal hätte anspielen können.
Die Ausstellung zur Geschichte von Pong war übrigens recht interessant und glücklicherweise nicht überlaufen.
Das Addon zu World of Warcraft hätte mich satte zwei Stunden anstehen für zehn Minuten Spiel gekostet - das war mir dann doch ein bisschen lang. Dafür hätte ich dann aber auch ein T-Shirt und ein Schlüsselbändchen gekriegt.
T-Shirts kriegte man auch woanders, z.b. am Stand von Ubi-Soft und bei Gamesload, dafür wurde aber erwartet, dass man sich vollends zum Klops machte.
Kreischen, winken, hopsen, La-Ola waren die Minimalanforderungen, denen sich das Publikum zum Erhalt von T-Shirts, Postern und Kugelschreibern gerne unterwarf. Es durften auch getragene und verschwitzte T-Shirts sein. Hauptsache umsonst.
Angefeuert wurden sie dabei von obskuren Gestalten, die bei jedem 9-Live-Moderatorencasting wegen mangelnder Kompetenz durchgefallen wären.
Wi-der-lich.
Und gewonnen hab ich da auch nichts. Dabei hatte ich so auf das Boxenset spekuliert. Ich brauch nämlich mal neue.
Da bin ich dann doch lieber zum Stand von McAfee geschlendert und hab von der etwas verloren wirkenden Dame eine 30-Tage-Testversion und ein Schlüsselbändchen bekommen, ganz umsonst ohne dafür einen Handstand machen zu müssen.

Die kurz danach angetretene Rückfahrt verlief wieder äusserst problemlos bis auf die Tatsache, dass der Berliner Regen wohl extra auf mich gewartet hatte. Nett von ihm.

So, was bleibt als Fazit? Erstens, dass Blogger sich weigert, meine Bilder hochzuladen. Die reich ich dann nach, sobald es wieder geht.
Zweitens, dass es nett war, da Ganze mal gesehen zu haben.
Drittens, dass es mit diesem einen Mal auch genug ist.
Und viertens, dass Ihr bitte nicht vergesst, dass wir heute Abend im JWD spielen.
Da kommen dann auch Lefty und Mr. Right wieder zum Einsatz.

- Ben Folds Five -

Donnerstag, August 24, 2006

Sex Bomb

Nachdem ja nun der erste Dilettantenbomber eingelocht und der zweite identifiziert ist, ist auch Berufsscharfmacher Schäuble recht fix mit einer Lösung bei der Hand:
Das Internet muss zukünftig stärker überwacht werden!
Eine wahrlich brilliante Idee, der auch die bestens informierten Kabinettskollegen offensichtlich begeistert zustimmen.
Ich als technisch interessierter Mensch würde jetzt natürlich schon mal ganz gerne wissen, wie das denn nach Vorstellung der Ministercrew aussehen soll.
Vermutlich stellen die sich das so vor:
- Man schafft 100 neue Computer samt Modem und Flachbildschirm (wegen der Arbeitsplatzergonomie) an.
- Ca. 100 junge und motivierte Menschen werden der Arbeitslosigkeit entrissen und vor diese Rechner gesetzt.
- Chef wird ein Referatsleiter, der sonst nrigendwo zu gebrauchen ist, die Sekretärin und den Registrator bringt er mit.
- Die 100 jungen und motivierten Menschen fahren allmorgendlich ihre Computer hoch, starten das Internet, rufen Google auf und tippen da Suchbegriffe wie „Bombe selber bauen“, „Terrorist“ und „Ungläubiger“ ein. Werden sie fündig, rufen sie ganz schnell die Polizei an, die dann umgehend den Bösewicht auf der anderen Seite verhaftet.

So einfach ist das.

Ich finde es schön, dass es auch Menschen gibt, die mit einem so schlichten Weltbild durchs Leben kommen.
Weniger schön finde ich aber, dass das die Menschen sind, die es in der Hand haben, die Entwicklung in Deutschland zu bestimmen.
Und da wünsche ich mir doch eigentlich jemanden, der Ahnung von den Sachen hat, von denen er spricht.
Aber wahrscheinlich ist das ein Wunsch, der dem Berufsbild des Politikers diametral entgegensteht.

- Tom Jones -

Mittwoch, August 23, 2006

Abenteuerland

Zur Erheiterung:
- WinWord starten
- Sicherstellen, dass Sprachversion und Rechtschreibung nicht auf Englisch stehen
- Das Wort Adventure eintippen
- Rechtschreibprüfung aktivieren
- Sich fragen, wer den Jungs von Microsoft die Wörterbücher erstellt

- Pur -

Dienstag, August 22, 2006

Run around the fire

So, weil sich unser Sänger schon mal hierhin verirrt hat, muss ich es jetzt nochmal in aller Schärfe sagen:
Der Auftritt findet statt.
Und zwar am
Samstag, den 26.08.2006
ab 22.00 Uhr
im JWD in Berlin Spandau

Wer es nochmal genau nachlesen möchte und eine Übersicht über Folgeauftritte sucht, findet das auf unserer Band-Homepage.
Und ja, ich weiß, 3 Doors down schreibt man mit zwei "o".
Ausserdem werden wir vielleicht in Kürze unser erstes eigenes Stück bei Youtube einstellen.
Wir haben es "Isch respektier disch und deine Brüda, mein Sonnenlischt" genannt.
Nein, Quatsch, es heisst "Run around the fire", ist musikalisch und spielerisch von ausserordentlich hoher Qualität und hat einen Text, von dem wir überzeugt sind, dass er zu beinahe 100 Prozent aus richtigem Englisch besteht.
Mehr oder weniger.
Über die Veröffentlichung als Single sowie die Erhältlichkeit als Klingelton ("Rrrringdiggedingding, Run around the fire, here comes the crazy firefrog") werde ich zu gegebener Zeit in diesem Blog berichten.

- Braincap -

Montag, August 21, 2006

Polizisten

Nach diesem Wochenende, an dem ich meine Tochter zum Anschauen von "Urmel aus dem Eis" im Kino abgegeben und mir ein paar Filmplakate angesehen hatte, ist mir klar, dass ich mir Miami Vice eindeutig nicht anschauen werde.
Mal abgesehen davon, dass ich Michael Mann für ziemlich überschätzt halte und seine Fähigkeit, quälend lange Durststrecken in seinen Filmen unterzubringen, die die durchaus spannenden Momente gnadenlos ersticken, schon als legendär empfinde (hier mögen mich Filmfreunde aus aller Welt zum Zielobjekt ihres kollektiven Hasses erwählen), gibt es noch einen ganz anderen, viel schwerwiegenderen Grund, diesen Film nicht zu sehen.
Und der heißt Sonny Crockett.
Wo der Original-Sonny aus Sicht eines pubertierenden Knaben Mitte der Achtziger einfach eine unglaublich coole Sau war (Sakkos in Pastellrosa! Keine Socken! Rennwagen auf Staatskosten!), sieht die Neuauflage einfach nur noch aus wie ein schmieriger siebziger-Jahre-Pornodarsteller (das heißt, ich hab mir sagen lassen, dass siebziger-Jahre-Pornodarsteller so aussahen, ähem).
Und das muss ich mir nun wirklich nicht antuen, es werden schon genug Kindheitslegenden durch mäßige Neuauflagen zertrümmert.

Apropos Sonny Crockett: Ist schon mal jemandem aufgefallen, wie unheimlich dämlich die Gangster in Miami sein müssen?
Jedes, aber auch wirklich jedes einzelne Mal, wenn Crockett auf Undercovereinsatz ging, tat er das unter dem Decknamen Sonny Burnett.
Und die Schurken haben nicht einmal Verdacht geschöpft. Die haben es immer erst dann gemerkt, wenn jemand rein kam und brüllte „Ja, ist es denn die Möglichkeit! Das ist doch mein alter Kumpel Sonny Crockett von der Drogenfahndung!“.
Dann wurden auf einmal auch die Bösewichter wach und ballerten los wie die Kaputten.
Aber dass es sich danach mal rumgesprochen hätte, zum Beispiel im Knast, wo ja alle die einfahren durften, die nicht erschossen wurden, dass Sonny Crockett = Sonny Burnett ist - ne ne, dass wäre je auch zuviel verlangt.

Also lass ich es einfach bei der schönen Erinnerung. Ich glaub außerdem, wenn Crockett sich in der Neuauflage in der Gangsterrunde wieder mit Sonny Burnett vorstellt, müsste man mich sowieso hysterisch kichernd aus dem Kino tragen.

- Extrabreit -

Sonntag, August 20, 2006

La Decision

Ich danke für die zahlreichen Vorschläge, wie ich mein nächstes Wochenende gestalten soll. Dummerweise schwanken die ja zwischen minimal eigennützig ("Fahr nicht und gib mir die Karte". Du hast wohl gedacht, ich merk das nicht, was?) und leicht übervorsichtig ("Die GC ist ein Riss in der Matrix. Fahr nicht, nimm lieber die rote Pille.").
Unkitas Vorschlag hat etwas Salomonisches: Ich soll spielen. Na Klasse. Wo?
Auf der GC oder im JWD in Spandau am 26.08. um 22 Uhr?
Knurrus Seereise hat ihm eine tiefere Weisheit vermittelt ("Geh, wohin Dein Herz Dich trägt"), hilft mir aber auch nicht wesentlich weiter.
Und Kapaun und Prophet haben mir zwei diametral entgegengesetzte Anregungen gegeben ("Fahr nicht". "Fahr doch" Haut euch nicht, Kinder. Und herzlich willkommen, Herr Prophet).
Ein Blick auf die Eintrittskarte indes hat mir die Lösung beschert. Die Karte gilt für alle Tage. Und da ich als Teil der werktätigen Bevölkerung ja praktisch Urlaub nehmen kann, wann immer ich will (danke, Chef) und nicht auf die Ferienzeit angewiesen bin (gnihihi, Micha), fahr ich einfach am Freitag. Das hat aussredem den enormen Vorteil, dass man nicht vollständig über die Köpfe der anderen Besucher gehen muss, um von einem Stand zum anderen zu kommen.
Und am Samstag kann ich dann beruhigt Musik machen - mit zahlreichen Sponsoringverträgen von all den Firmen in der Tasche, die das Potential unserer jungen und aufstrebenden Band erkannt haben.

- Juanez -

Freitag, August 18, 2006

Tentative decision

Ohoh, grade rief unser Gitarrist an.
Wir können nächsten Samstag spielen. Dumm nur, dass ich da eigentlich zur GC will.
Welches Hobby muss jetzt nachgeben?
Soll ich wirklich unseren Weg zum Weltruhm verbauen?
Aber ich hab die Eintrittskarte schon gekauft.

Irgendwelche Vorschläge da draußen?

- Talking Heads -

Witch doctor

Die Menschheit ist weit gekommen.
Man fliegt zum Mond oder taucht in tiefste Meeresgräben.
Man kann über tausende von Kilometern miteinander sprechen, als ob man in zwei nebeneinanderliegenden Zimmern säße und seit noch gar nicht so langer Zeit kann man sich dabei sogar in die Augen sehen.
Die Menschen erschaffen Nächte, hell wie der hellste Tag und verdunkeln den Tag zur Nacht.
Wir sehen bewegte Bilder, die uns ein immer noch lebendiges Zeugnis längst vergangener Tage geben oder Illusionen erzeugen, die noch vor wenigen Jahren undenkbar gewesen wäre.
Und doch - trotz all dieses Fortschritts, trotz all seiner Technik - ist der Mensch in seinem tiefsten Inneren ein abergläubisches Wesen geblieben, dass sich immer noch vorsieht und absichert, um nicht den Unwillen höherer Wesen auf sich zu ziehen.
Man klopft immer noch dreimal auf Holz, wenn man jemandem etwas Gutes wünschen will.
Man geht nicht unter einer Leiter hindurch, auch wenn es der kürzeste Weg wäre.
Man legt keine wichtigen Termine auf einen Freitag, den dreizehnten.
Und eine schwarze Katze, die von links nach rechts über den Weg läuft, ist ein sicherer Unglücksbote.
Der Mensch lebt immer noch in einer Welt voller guter und böser Geister, die es zu erfreuen oder zu beruhigen gilt.

Es wird allerhöchste Zeit, dass die Aufklärung nicht nur in den Köpfen, sondern auch in den Herzen ankommt.

So, heute ist unser Auftritt. Die Probe am Mittwoch war streckenweise eher ein wenig, naja, sagen wir mal, suboptimal.
Und da bin ich doch sehr froh drüber. Denn wie jeder weiß, bedeutet eine misslungene Generalprobe ja einen erfolgreichen Auftritt.
Sicherheitshalber werden wir uns natürlich alle ein Hasenpfötchen umbinden, jeder von uns trägt seine Glücksunterhose und wir werden selbstverständlich dreimal auf Holz klopfen, bevor es losgeht.

Wie, was soll das heißen:"Das ist doch alles Aberglaube"? So ein Quatsch! Das ist einfach..., äh, einfach..., einfach notwendig, damit so ein Auftritt nicht in die Hose geht.
Das weiß man doch.


- David Seville -

Donnerstag, August 17, 2006

Never Too Late

Heute nichts Eigenes von mir.
Stattdessen möchte ich auf den aktuellen Post vom Klapsenschaffner verweisen.
Ich kann dazu nur sagen, dass das Leben eines Menschen wohl nicht ganz vergebens gewesen sein kann, wenn es irgendwo jemanden gibt, der sich in dieser Weise an einen erinnert.

- Lynyrd Skynyrd -

Mittwoch, August 16, 2006

Attention

Und nochmals haben sich zwei neue Einträge in die Linkliste geschmuggelt. Der Erste verweist auf einen Herren, der zwar neu ist in der Wunderwelt des Bloggens, aber - wenn ich mich nicht sehr täusche - sowohl dem Computerspiele als auch dem geschriebenen Wort sehr gewogen ist. Einfach mal reinschauen!
Der zweite ist ein Ausnahmelink, weil die dort anzutreffenden Herren bislang zwar noch keinen einzigen Kommentar zu einem Post meinerseits abgegeben haben, mir aber dennoch sehr am Herzen liegen. Es sind nämlich die Mitstreiter meiner Musikkapelle und meine Wenigkeit.
Wer also in Berlin ist und mal einen richtig kulturell und musikalisch anspruchsvollen Abend genießen möchte, der sollte in die Deutsche Oper gehen.
Alle anderen klicken auf den Link und schauen nach, ob sie zu einem der genannten Termine an einem der genannten Orte sind.
Für alle Sparfüchse: Am 10.09.06 kostet es keinen Eintritt. Dafür ist es bei der Polizei. Man kann halt nicht alles haben.

Apropos haben: Sollte noch jemand den Wunsch haben, in die Linkliste zu kommen: Die ist jetzt geschlossene Gesellschaft.
Du kummst hier net rein!
Ausnahme sind natürlich kreativ gestaltete Aufnahmeanträge, unterstützt von hübschen Vorschlägen zur Erheiterung des Autors dieser Zeilen, wie sie etwa bei der Frau Martha zu finden sind.
Aber bitte jetzt nicht bloß Käse-Himbeerkuchen und die Posen der Miss September anbieten - etwas einfallsreicher sollte es schon sein.

Apropos Frau Martha: Die hat desweiteren einen sehr nachdenklich stimmenden Text geschrieben, verbunden mit der Bitte um Unterstützung. Die gewähre ich sehr gern und wenn ich irgendwann mal herausfinde, wie es geht, bau ich auch den entsprechenden Link-Button bei mir ein.
Bis dahin bitte über Frau Marthas Seite aufrufen.

Indes Hoffnung auf einen durchschlagenden Erfolg dieser Aktion hege ich wenig.
An einem Ort wie dem Internet, an dem sich Kinderschänder und Kannibalen unbehelligt tummeln können (und den paar aufgeklärten Fällen stehen vermutlich zehntausende gegenüber, die nie ans Tageslicht kommen werden), wird auch braunes Gedankengut leider nicht auszumerzen sein.
Da hilft es vielleicht mehr, klein anzufangen bei der Information der eigenen Kinder zum Beispiel. Und damit dafür zu sorgen, dass sich in deren Köpfen eine solche Ideologie nie einnistet.

- Ringo Starr -

Dienstag, August 15, 2006

Save a horse, ride a cowboy

Heute einmal völlig inhaltsarm und kurz, quasi als Gegenstück zum Text mit Überlänge von gestern.
Diesen Post kann man lesen, ohne zwischendurch mal auf Klo zu müssen.
Ist übrigens ein witziges Stück, klingt ein bisschen nach the Bosshoss.
Stammt aber von

- Big & Rich -

Ps.: Schon fertig

Montag, August 14, 2006

Advertising Space

Die Regengötter müssen Vegetarierer sein. Anders ist es nicht zu erklären, dass gestern pünktlich um acht Uhr morgens der Regen einsetzte und ebenso pünktlich just in dem Moment, da das letzte Stücklein Fleisch gut durchgegart war, wieder aufhörte.
Da half dann auch die versuchte Besänftigung durch das Reichen rein vegetarischer Salate (gemischt, Kartoffel und Couscous) absolut nicht mehr.
Da wir alle aber äusserst wohlerzogene junge Damen und Herren sind, wurde in der Wohnung nicht mehr als unbedingt notwendig geschmutzt, keine halbvolle Rotweinflasche in den Teppich gerührt und Lebensmittelschlachten blieben wider alle Erwartungen auch weitestgehend aus.
Ausserdem konnte ich wieder einmal feststellen, dass das Grillen unter einem Schirm etwas enorm Kommunikationsförderndes hat, weil sich die Gäste lieber dort zusammendrängen, als sich in unserer 25 Hektar großen Parkanlage zu ergehen.
Der Nachteil ist natürlich, dass man dank des aufsteigenden Qualms hinterher selbstverständlich eine mittelprächtige Rauchvergiftung hat und wie ein Stück Holzkohle riecht.
Und Micha - wenn Du mitgrillen willst, solltest Du nicht erst zwei Stunden vorher anfragen - da guck ich in der Regel nicht mehr unbedingt ins Internet.

Kommen wir nun zu etwas völlig Anderem:

Der aktuellen Bildwerbekampagne.

Nun hat ja das in der Regel überaus lobens- und lesenswerte Bildblog schon einen gewissen Widerspruch zwischen den Inhalten des Blattes (das Wort "Zeitung" will mir partout nicht aus den Fingern tröpfeln) und der Aussage der Werbekampagne "Jede Wahrheit braucht einen Mutigen, der sie ausspricht".
Was aber wohl noch nicht aufgefallen ist, ist, dass diese Kampagne von vorneherein wohl ein gewaltiger Schuß in das Bild-eigene Knie ist.
Warum?
Wegen der Plakatmotive.
Man kann (und sollte) Bild ja vieles vorwerfen, in Sachen PR ist sie aber durchaus gewitzt und extrem professionell.
Und jetzt plötzlich diese Schnitzer.
Denn wen haben wir da auf den Plakaten, die zumindest in Berlin, vermutlich aber auch in anderen deutschen Städten hängen?

Zunächst einmal Galileo Galilei.
Gedanke typischer Bild-Leser: Hä? Wer is dat dann? Wat, Italiener? Einer von denen, die uns bei der WM rausgeworfen haben? Weiss man doch, alles Verbrecher. Mafia und so. Stand doch neulich noch in der Bild.
Galilei ist also ein Schuss ins Knie.

Dann wäre da noch Mahatma Gandhi.
Auch hier wieder ein Blick in die Gedankengänge des Bild-Lesers: Ma-wer? Hatma? Ma hat ma Glück, ma hat ma Pech - johöhö! Ne, wa?
Is das en Chinese? Ach, en Inder! Dat sind doch die, die uns hier die Arbeitsplätze wegnehmen! Ja guck ihn dir an: Aufm Plakat freundlich aussehen und morgen sitz ich wegen dem auf der Straße! Hab ich doch in der Bild gelesen.
Gandhi ist wohl offensichtlich doch keine so tolle Idee.

Bleibt noch Martin Luther King.
Wenden wir uns ein letztes Mal dem Bild-Leser zu:
Martin Luther? Den kenn ich. Dat is doch en Deutscher. Der hatte doch 95 Prothesen, die arme Sau.
Aber der Typ da auf dem Bild, dat is doch nie und nimmer Martin Luther. Dat is doch en Neger.
Und wieso King? Von wo will der König sein? Von Afrika, wat? Dat weiss doch jeder, dat die da nur lügen. Steht doch auch in der Bild. Neulich auf Mallorca am Strand kam auch so einer und wollte mir ne echte Rollex für 10 Dollar verkaufen. Ne echte Rollex. Wo die im Laden doch bestimmt 100 Euro kosten. Der Betrüger. Dat könnt sogar der auf dem Foto gewesen sein. Die sehen ja auch alle irgendwie gleich aus, ne?

Und damit verlassen wir wieder die wirre Gedankenwelt des Bild-Lesers.
Was aber klar geworden sein sollte, ist, dass die Kampagne ein gewaltiger Fehlschlag ist. Mit dieser Werbung verkaufen die kein Heft mehr.
Und das gibt doch wieder Grund zur Hoffnung. Noch zwei bis drei solcher Anzeigenserien und die Bild ist endlich da, wo sie schon seit langem hingehört: Auf dem tiefsten Grund des Sees des Vergessens, beschwert mit einem ziemlich großen Stein.

- Robbie Williams -

Samstag, August 12, 2006

Hot Stuff

Aaaarghhh.
Morgen ich wollen machen Feuer.
Dann ich werfen Fleisch in Feuer.
Dann essen Fleisch gemeinsam mit Freunde.
Aber Regengeister wollen löschen Feuer mit viel Wasser von Himmel oben.
Wenn ihr das hier lesen, drücken viele Daumen und sprechen gute Wünsche, dass Regengeister ziehen schnell weiter.
Sonst ich sein mächtig böse.
Ugah!

- Donna Summer -

Freitag, August 11, 2006

Liebe im Akkord

Ich guck mir ja regelmäßig (so ca. 3 - 4x pro Stunde) meinen Blogcounter an, um zu sehen, wie viele Leute sich wieder hierhin verirrt haben. Dabei check ich natürlich auch immer ab, wie sie denn hierhin gekommen sind. Es freut mich ja doch, zu sehen, dass die Zahl der Besucher, die aufgrund wirrer Suchanfragen zu mir kommen, rapide abnimmt.
Ich mein, wer glaubt denn ernsthaft, dass es hier irgendwo eine Anleitung dafür gibt, wie und wo man in Berlin nackt Kirschen pflücken kann? Obwohl - andererseits - im Internetz findet man ja praktisch für jede noch so große Abseitigkeit eine eigene Informationsseite.
Der Schlabber Screensaver wird auch nur noch höchstselten gesucht, dem Herrn sei Dank. Ausser einer Beschimpfung der Leute, die ihn hier vermuten, hätte man in meinen Einträgen ohnehin nichts gefunden.
Was allerdings stark zunimmt, sind die Besuche von Leuten, die sich hier Text und Akkorde der Nummer 54-74-90 undsoweiter erhoffen.
Und das erschreckt mich schon ein bisschen.
Leute, ich bitte Euch - seid ihr nicht in der Lage, diese Simpelakkorde selbst rauszuhören?
Das ist was zum Mitgröhlen. Das ist einfach. Oder fürchtet Ihr Euch vor dem bösen Mollakkord?
Soll ich Euch noch ein Midifile dazu basteln?
Oder Ihr überlegt stattdessen einfach, ob Ihr nicht vielleicht besser ein anderes Instrument spielen solltet.
Hupe zum Beispiel.
Akkorde schreib ich Euch gerne raus.

- Heinz Rudolf Kunze -

Donnerstag, August 10, 2006

History repeating

Alle paar Jahre erlebt Deutschland ein Verwandlung, auf die jeder verrückte Wissenschaftler stolz wäre.
Ein Miraculum, dass die Lüfthildis-Mysterienspiele in Meckenheim vor Neid erblassen lässt.
Da transmutiert nämlich plötzlich tumbes Stimmvieh in angeblich mündige Bürger.
Immer, wenn Wahlen anstehen, egal auf welcher Ebene, sieht sich der eben noch schmählich missachtete Wahlberechtigte plötzlich heiß umworben, sein Mäulchen wird in Honig gedippt und er selbst mit Nektar und Ambrosia gefüttert.
Ich erlebe es jetzt gerade wieder in Berlin.
Noch bis vor wenigen Tagen wusste nur der Eingeweihte, dass in Kürze wieder Wahlen anstehen und heuer ist auf einmal die ganze Stadt mit Plakaten gepflastert und man selber kann den Wahlhäschern der Parteien nur noch unter Aufbietung größtmöglicher Anstrengung entkommen.
Und was lassen die sich nicht alles einfallen:
Die CDU hat nach 9Live-Prinzip eine Telefonleitung geschaltet, bei der man durch einen Anruf mit etwas Glück eine Freifahrt mit der Panorama-S-Bahn gewinnen kann.
Die FDP organisiert Kiezrundgänge mit ihren Kandidaten.
Die Grünen fordern auf Plakaten in Kreuzberg außerordentlich kontextsensitiv „Respekt“.
Voll krass ey, Alder. Hol isch meine Brüda.
Die SPD geht, wie es gestern auch der Berliner Zeitung auffiel, noch subtiler vor und platziert auf ihren Wahlplakaten ein Jürgen-Klinsmann-Lookalike .
Dass damit auf ein Du-bist-auch-irgendwie-ein-bisschen-Deutschland -und-kannst-es-vielleicht-auch-mal-irgendwann-ein-bisschen-zu-was -bringen-oder-zumindest-Dritter- bei-der-Fußball-WM-werden-Gefühl angespielt werden soll, wird in der Wahlkampfzentrale selbstverständlich bestritten.
Hilfsweise gibt es auch Wowi-Bären im großen Wowi-Bären-Quiz 2006 zu gewinnen.
Die PDS versucht es mit intellektuellem Anspruch und reißt ein Tucholsky-Zitat, das in voller Länge wohl eher eine Berlinbeschimpfung, in gekürzter Fassung aber beinahe ein Kompliment ist, aus seinem Zusammenhang und klebt nur den Schlusssatz auf.

Wie sich die Parteien die künftige Lach-und Sachpolitikgestaltung in der Stadt vorstellen, wie sie was finanzieren wollen und wie sie die Berliner und ihre eigene Großkotzigkeit zugunsten einer vernünftigen Stadtentwicklung in den Griff kriegen wollen, kann man bestenfalls in Anlage Q zu Anhang XIX zu Punkt 37 des Wahlprogramms nachlesen.
Wenn überhaupt.
Das gilt natürlich nicht nur für Berlin, ich bin sicher, dass es in ähnlicher Form auch in Köln, Frankfurt und Hamburg, auf Lokal- wie auf Landesebene passiert.
München und Bayern lass ich jetzt mal außen vor, weil ich mir nicht sicher bin, ob da nicht noch irgendeine Form der Monarchie praktiziert wird.

Wie aber reagiert der Bürger?
Sagt er jetzt: “Haha! Ihr denkt wohl, ich bin ein Narr, dem ihr den Berliner Bären nach Belieben aufbinden könnt? Nicht mit mir, meine Damen und Herren! Ich habe eure Programme studiert, ich weiß welch perfide Pläne ihr ausheckt!“
Sagt er in etwa so was?
Mitnichten!
Der typische Gedankengang sieht eher so aus: „Chrrrr….Chrrrr….Chrrrr….Wahl? Wie Wahl? Was Wahl? Na, wenn die mir mit die Panoramabahn fahren lassen, dann wähl ick doch die CDU. Na logo!“
Übertrieben?

Fragen wir doch mal andersrum: Würde jemand, der sich mächtig über die Probleme mit seinem Auto Marke Ford (und ich hatte mächtige Probleme mit einem Auto dieser Marke) ärgert, trotzdem wieder zum Kauf eines Ford entschließen, nur weil ihm die Firma einmal in vier Jahren sonntags drei Brötchen vor die Tür legt und eine Karte dazu packt, auf der steht wie klug doch gerade seine Entscheidung für dieses Auto war?
Würde er wohl nicht.
Das ist aber genau das, worauf die Parteien setzen: Vergesslichkeit, Eitelkeit und Raffgier der Wähler.
Und die merken es nicht einmal.

Und solange das der Fall ist, werden wir immer wieder alle paar Jahre mit Kugelschreibern statt mit Informationen ausgerüstet in der Kabine stehen und das Kreuzchen bei der Partei machen, deren Sonntagsbrötchen am knusprigsten waren.

- Propellerheads f/ Miss Shirley Bassey -

Mittwoch, August 09, 2006

Der Kavalier

Wei geschrieen.
Was bin ich doch für ein Klotz und keineswegs ein Kavalier.
Da schlägt sich die Frau Martha kommentierenderweise die Nächte in meinem Blog um die Ohren, tippt sich nahezu die Finger wund an ihren drei Kommentaren und ich merke es nicht einmal.
Wahrscheinlich war ich vom Neid auf Robbe Williams geblendet.
Wo er während seines Auftritts mit zierlicher Damenunterwäsche überschüttet wird, müssen wir hinternach Feinrippschlüpfer der Größe 44-48 von der Bühne fegen.
Da übersieht man schon mal was.
Seis drum, hiermit möchte ich auch die Frau Martha in meiner Bloghütte willkommen heißen und auch ihre Einträge dem geneigten Leser wärmstens ans Herz legen.

- Farin Urlaub -

Band on the Run

Wir sind schon ein paar brilliante Burschen, meine Bandkollegen und ich. Besonders im Bereich der Marketingbemühungen für unsere kleine Musikgruppe sind wir immer recht geschickt.
Der neueste Clou sind schön gedruckte Plakate, mit denen wir unseren Auftritt ankündigen.
Professionell gedruck, bunt und auf edlem Papier.
Der Name der Band steht da. Fotos von unseren fünf Charakterköpfen sind zu sehen.
Das Datum des Auftritts, damit man ihn nur ja nicht verpasst.
Die genaue Uhrzeit, damit auch keiner zu spät kommt.

Wir haben nur eine winzige Kleinigkeit vergeseen - draufzuschreiben, wo wir spielen.
Aber da mach ich mir nur wenig Sorgen. Es gibt ja in Berlin nicht viel mehr als schätzungsweise um die zweihundert Locations, an denen Livemusik gegeben wird.
Da kann es doch für den interessierten Fan nicht so schwer sein, herauszufinden, in welcher wir auftreten. Und wenn er dann doch wider Erwarten im falschen Laden landet, wird er die Lokalität zumindest nach dem Anhören der dort aufspielenden Band mit der sicheren Erkenntnis verlassen, was wir doch für brilliante Burschen sind, meine Bandkollegen und ich.

- Wings -

Dienstag, August 08, 2006

Radio Gaga

Aua. Aua, aua, aua.
Gerade musste ich auf RadioEins folgende Sentenz mithören:

"Das war die neue Single von 'You pretty thing'. Erinnert mich immer ein wenig an das Stück 'Goldener Reiter' von Hubert Kah."

Auf sowas sollte eigentlich "99 Luftballons" in vierundzwanzigstündiger Endlosschleife stehen.
Oder ein anderes Stück von Fräulein Menke.

- Queen -

Montag, August 07, 2006

New Kid in Town

Sehr geehrte Damen und Herren,

dürfte ich für einen Moment um Ihre Aufmerksamkeit bitten?
Vielen Dank.
Wenn Sie sich jetzt vielleicht noch von Ihren Sitzen erheben würden? Keine Sorge, es dauert nicht sehr lang, gleich dürfen Sie es sich wieder bequem machen, hahaha.
Ja, bitte auch die Herrschaften da hinten links?
Danke.
Ich möchte diese Gelegenheit nutzen, um einer erfreulichen Pflicht nachzukommen und Ihnen Frau Rotfell vorzustellen.
Eine Katzengernhaberin und begabte Biologin, soweit ich das von hier aus feststellen kann.
Ganz nebenbei ist sie auch noch das neueste Mitglied im kleinen, aber feinen Kreis meiner Blogroll.
Ihre beiden Internetschriften, die private wie auch die wissenschaftliche, seien Ihnen allen hiermit zur Lektüre anempfohlen.

Ich danke Ihnen, dass Sie mir Ihre Aufmerksamkeit geschenkt haben und möchte Ihnen einen auch weiterhin vergnüglichen und unterhaltsamen Abend wünschen.

Das Büffet ist eröffnet.

- The Eagles -

Won't forget these days

Der durchschnittliche Blogger - und damit meine ich nicht den Produzenten durchschnittlicher Inhalte (na gut, den auch), sondern eigentlich jeden, dessen Gehirnkapazität nicht der von Raymond Babbitt entspricht - wird das Problem kennen:
Da ist man gerade unterwegs (Fahrrad/Auto/Bahn), in einem lebenswichtigen Meeting, im Begriff, einzuschlafen oder beim Sex und dann kommt er:
Der Geniale Gedanke !
Der Geniale Gedanke ist genau der, mit dem man die Blogwelt in ihren Grundfesten erschüttern wird, zum unumstrittenen Star der Szene aufsteigt und sich einen Platz in den Annalen der Literatur sichern wird.
Der Geniale Gedanke hat nur einen kleinen Haken: Er haut ab. Er schwindet, flüchtet, entzieht sich dem Zugriff und ist vor allem vollständig vergessen, wenn man ihn auch nur fünf Minuten lang nicht mehr gedacht hat.
Meine Lösung, um den Genialen Gedanken auszutricksen, ist ebenso simpel wie brilliant und heißt Post-It!
Auf einem Post-It kann man in Windeseile die Grundstruktur des Genialen Gedankens erfassen und seiner Flüchtigkeit ein Ende setzen.
Und schon ist der Geniale Gedanke festgehalten, konserviert und muss dann nur noch in adäquate Blogworte gegossen werden.
Und das tue ich hiermit.
Ich lege den kleinen Zettel mit all diesen Genialen Gedanken neben meine Tastatur und fange an.
Und zwar auf der Stelle.
Jetzt sofort werde ich literarische Meisterwerke verfassen.
Da gibt's kein Zaudern und kein Zögern.
Ääähh - hat jemand eine Ahnung, was ich mit "Bush Texas Hitze" sagen wollte?
Oder mit "Blogs Lokalzeitung Literaturbeilage"?
Oder könnte es vielleicht sein, dass ich da statt der Genialen Gedanken versehentlich die Banalen Gedanken aufgeschrieben habe? Die sind aber auch so leicht zu verwechseln.

Na gut, ich gebe diese Gedanken hiermit zum Abschuss frei. Sollte sie jemand erlegen und das Geniale im Banalen finden, möge er sie frei nach Lust und Laune verwenden.
Ich werde künftig einfach wieder ohne jeden Gedanken schreiben.
Geht ja auch.

Fury in the Slaughterhouse

Sonntag, August 06, 2006

The Stick

Na endlich. Der Moment, auf den ich seit Jahrzehnten hingearbeitet habe, ist end lich eingetroffen.
Der Freudentag für jeden Blogger.
Man hat mir ein Stöckchen zugeworfen. Und dann war das nicht irgendwer, sondern der von mir ausserordentlich hochgeschätzte Klapsenschaffner. Wer bei mir auf der Seite war und diesen Link noch nicht angeklickt hat (was ich mir aber eigentlich nicht vorstellen kann), möge das jetzt nachholen. Und zwar ein bisschen zackig, wenn ich bitten darf. Und kaum, dass ich mich bücke, es aufzuheben, trifft mich schon ein zweites ins Kreuz. Diesmal vom Knurrunkulus. Ebenfalls ein Blog, dessen Lesung (und ja, hören kann man den Herren auch) ich dringend anempfehle.
Kommen wir also zum Stöckchen itself. Da beide Stöckchen gleich aussehen, hoffe ich auf das Verständnis der beiden Herren, wenn ich sie zusammen beantworte.

Warum bloggst Du?
Weil ich seit unserer Rückkehr aus Kasachstan eine DSL-Flatrate habe. Für Counterstrike-Turniere fühle ich mich zu alt und dank der Flatrate kann ich auch mit meinem Zwei-Finger-Suchsystem an den Posts tippen, ohne dass mich die Online-Kosten in den Ruin treiben. Sowas hatten wir früher ja nicht.
Ach ja, und natürlich, damit die Welt ein schönerer und fröhlicherer Ort wird.

Seit wann bloggst du?
Seitdem ich über ein tolles Blog (Das Blog? Der Blog?) auf ein noch tollereres Blog stieß und in einem Anfall temporärer Hybris dachte "So schwer kann das ja wohl nicht sein. Mach doch auch mal!".

Selbstportrait:
Was man über mich als Person wissen muss, steht oben rechts. Macht der Rest die Posts interessanter oder langweiliger? Ich hoffe doch nicht. Belassen wir es also dabei.

Warum lesen Leute deinen Blog?
Wissen tu ich es nur in den wenigsten Fällen. Ich hoffe, weil der eine oder andere mein(en) Blog amüsant und/oder unterhaltsam ist.
Von meinen beiden liebsten Besuchern weiss ich immerhin, dass das Interesse an Yps-Gimmicks sie hergetrieben hat.
Und von einem mir bis dahin völlig Unbekannten, der hier noch nie in den Kommentaren aufgetaucht ist, hab ich mal eine Mail bekommen, in der er schrieb, dass ihm mein Blog Mut macht, auch wenn er noch neun Jahre Zeit hat. Das hat mich sehr gefreut und ich hoffe, er meint mit den neun Jahren die Zeit, die ihm bleibt, bis er so alt ist wie ich heute.

Welches war die letzte Suchanfrage, über die jemand auf deine Seite kam?
"Sticker auf der nackten Brust" via freenet.
Die häufigste ist die nach dem "Schlabber Screensaver", die skurillste nach "nackt Kirschen pflücken in Berlin" und die liebste nach "Simon Borowiak", weil ich dessen Bücher (auch unter dem Pseudonym "Simone Borowiak") ständig jedem empfehle.

Welcher deiner Blogeinträge bekam zu Unrecht zu wenig Aufmerksamkeit?
Bescheiden, wie ich bin, behaupte ich mal, dass jeder meiner Posts soviel Aufmerksamkeit erhält, wie er verdient hat.
Und sollte mal ein aus meiner Sicht genialer Eintrag unbeachtet bleiben, kann ich mir ja immer noch einreden, dass der einfach so perfekt war, dass keiner sich traut, die Perfektion durch einen Kommentar anzukratzen und stattdessen lieber in seinem Freundeskreis aus dem Eintrag zitiert.

Dein aktuelles Lieblingsblog?
Dieses, weil ich, ohne mir anmaßen zu wollen, zu glauben, dass ich seinen Verfasser kenne, doch manchmal das Gefühl habe, dass wir auf einer Wellenlänge liegen könnten.

Welches Blog hast du zuletzt gelesen?
Ebenfalls das , immer in der Hoffnung, die nächste Perle zu finden.
Abgesehen davon ohne Frage auch die anderen aus meiner Linkliste, in denen ich immer wieder Überraschendes, erfreuliches und manchmal auch Nachdenkliches finde und die mir immer wieder über den Tag helfen.

Wieviele Feeds hast du gerade abonniert?
Keinen.
a) weil ich gar nicht weiss, wie das geht und
b) selbst wenn ich es wissen würde, es nicht täte, denn die Blogs, die ich lese, verdienen auch immer einen persönlichen Besuch.

An welche vier Blogger gibst du das Stöcken weiter und warum?
Ich nenn mal nur drei, weil die anderen alle schon mal irgendwann an diesem Stöckchen genagt haben:
1. An den, weil ich finde, dass die Jugend und ihre Welteroberungspläne immer wieder mal der Föderung und Beachtung bedürfen.
2. An diesen Herren, weil ich mir davon neue kulinarische Einsichten erhoffe.
3. Und dann werf ich noch eines in die Schweiz, zu jemandem, ohne dessen erste aufmunternde Kommentare ich wahrscheinlich nach dem vierten Post aufgehört hätte.

- Prince -

Samstag, August 05, 2006

Holiday

Wie gestern angedroht folgt hier der zweite Teil des Urlaubsalphabets.
Los gehts mit

O - Ouzo. Ja. Jaa. Jaaa. Und Unkita hat es vorhergesagt. Unheimlich.
P - Pool. Sehr schön und bei weitem nicht so salzig wie das Meer.
Q - Quallen. Von denen sind wir, im Gegensatz zu Besuchern der Nordsee, der Algarve und Australiens, völlig verschont geblieben.
R - Reiseleiter. Pauschalreisen haben viele Vorteile. Einer davon ist der, dass man alles mundgerecht serviert bekommt, vom Flug bis zur Hotelübernachtung. Sie haben aber auch ihre Nachteile. Der größte hört auf den Namen Reiseleiter. Reiseleiter sind auf der evolutionären Ebene kurz über Maklern und Autoverkäufern aber noch unterhalb von Spulwürmern angesiedelt.
Ihr einziger Lebensinhalt ist es, die Reisenden nach Bezahlung des vollständigen Reisepreises hinsichtlich jeder Form von Beschwerden abzuwimmeln, Ihre Werkzeuge sind Ignoranz und Lüge.
Zugegeben, der diesmalige Reiseleiter hatte aufgrund des ordentlichen Hotels und des genügsamen Gästekreises eher wenig zu tun, ich möchte aber in diesem Zusammenhang gern ein Gespräch zitieren, dass ich während unseres letzten letzten Urlaubs mit anhören durfte:
Gast:"Gestern Nacht hatte wir eine Ratte im Zimmer. Meine Freundin konnte danach kein Auge mehr zutun!"
Reiseleiterin:"Ich bitte Sie. Wir sind hier in Griechenland. Da ist es ganz normal, dass man mal ein Tierchen im Zimmer hat!"
War übrigens 1-2-Fly, ein Tochterunternehmen der TUI.
S - Spass. Hatten wir. Allerdings waren meine Frau und ich übereinstimmend der Meinung, dass 10 Tage gereicht hätten. Erholsam wäre es trotzdem gewesen, aber ohne die dezente Langeweile, die sich gegen Ende so etwas einschlich.
T - Taxifahrt. War bei unserer Rückkehr völlig problemlos, unfallfrei und zuverlässig. Ein schönes Gefühl.
U - Urlaub. Schon wieder vorbei. Das Ferienprinzip schlägt gnadenlos zu. Zu Beginn freut man sich über drei freie Wochen, zur Mitte darüber, dass man noch die Hälfte vor sich hat und am Ende fragt man sich, wo die Zeit geblieben ist.
V - Veltins. Siehe Dosenbier.
W - Wasser. Aus dem Hahn. Aus der Dusche. Im Pool und im Meer. Aber nicht vom Himmel. So sollte der Urlaub in Griechenland sein. In Irland siehr das schon ganz anders aus.
X - Xanthippe. Frau des Sokrates. Der Name bedeutet übersetzt "Gelbes Pferd" (aus:"Falcon - Unnützes Wissen", Bd. 723)
Y - Yaliskari. Einziger Ort mit Y in Griechenland, der im Hotelverzeichnis von Hotelkatalog24.de aufgeführt ist. Liegt zwar auf Korfu und hat daher mit unserem Urlaub nur peripher zu tun, aber bei dem Anfangsbuchstaben darf man nicht wählerisch sein.
Z - Zaziki. Manche schreiben es auch Tsatsiki. Dann würde es aber nicht zu diesem Buchstaben passen. Eine leichte, bekömmliche und fein abgeschmeckte griechische Vorspeise. In der Regel selbst in den Lokalitäten gut zu genießen, in denen ansonsten zu den Pommes Frites die versehentlich ins Öl gefallenen Fliegen gleich mitserviert werden.

Soviel zum Urlaubsalphabet. Bleibt noch nachzutragen, dass Unkitas Lob des frischen Chapignons noch nicht bis zum Hotelkoch vorgedrungen ist, das ganze aber dennoch im Großen und Ganzen ein schöner Urlaub war.
Und jetzt wieder zum Tagesgeschehen.

- Madonna -

Script for a Jester´s tear

"Papa, Gaukler sind doch so etwas wie Räuber, oder?"
Diese Frage stellte mir meine Tochter heute, bevor wir zum im Vorfeld viel beworbenen Gauklerfest in Berlin-Mitte aufbrachen.
Voller väterlicher Weisheit klärte ich die arme Kleine deshalb darüber auf, dass Gaukler keineswegs Räuber seien.
"Schau, Gaukler sind viel mehr so etwas wie Artisten. Oder Jongleure, Zauberer, Feuerschlucker."
Das Kind dankte mir die Vermittlung meines Wissens mit einem Blick aus großen blauen Augen, der besagte "Schaut her, was mein Papa alles weiß!"
Wir brachen also auf und standen nach einiger Bahnfahrt vor einem blickdicht umzäunten Gelände.
"Halhalt, erst einmal 2,50 Euro Wegezoll! Pro erwachsener Nase!" forderte der Schurke im Kassenhäuschen.
Um des Vergnügens Willen entrichteten wir die Gebühr und durften unter dem gestrengen Blick eines Eingangswächters (der das heute verdiente Geld hoffentlich zur Maniküre trägt) eintreten und erstarrten schier vor Erstaunen.
Was es da nicht alles zu sehen gab: Bierbuden, Asia-Schnellimbisse, Sektstände, Würstchenbratereien, Backwarenstände, Handwerkliches aus Thailand, Übertragungswagen von Radio und Fernsehen sowie zahlreiche Cocktailstände.
Feuerschlucker, Clowns und Jongleure suchten wir allerdings vergeblich. Genauso wie auch Zauberer und Seiltänzer. Hatten wahrscheinlich alle frei heute.
Ist ja schließlich Wochenende.
Wir haben also Eintritt bezahlt, um auf einer Freßmeile flanieren zu dürfen. Kein Wunder, dass die da einen Sichtschutz drumgemacht haben - sonst würde ja keiner drauf reinfallen. Wenig entzückt traten wir also die Heimreise an.

Und ich werde die Kenntnis meiner Tochter von der Welt im Allgemeinen und dem Leben im Besonderen nicht mehr in Frage stellen.

Gaukler sind nämlich offensichtlich doch so etwas wie Räuber.
Nur cleverer.

- Marillion -

Freitag, August 04, 2006

Voyage, voyage

Jaja, wenn einer eine Reise tut...
Ich erinner mich noch gut, damals, als ich noch jung war, wie wir da zu Fuss im Schnnesturm nach Mallorca gewandert sind.
Heut die Jugend dagegen - steigt in diese neumodischen Flugapparate und - hastdunichtgesehen - sind sie schon in Griechenland.
So wie auch wir. Das Wichtigste daher in Kürze und alphabetischer Reihenfolge:

A - Abflug. Verzögerte sich um zwei Stunden. Dadurch konnten wir dann bis um sechs statt wie ursprünglich gedacht, nur bis um vier, schlafen.
Dumm nur, dass das Taxi zum Flughafen, dass uns um sieben abholen sollte, um viertel nach sieben noch nicht da war. Um halb acht auch noch nicht. Gegen viertel vor acht wurde ich dann doch etwas nervös. Der Fahrtenplaner am anderen Ende der mir mitgeteilten Notrufnummer teilte meine Nervosität, versprach Abhilfe zu schaffen und tatsächlich saßen wir dann um acht im Taxi zum Flughafen.
B - Bräune. Nur Minimal, bei Frau und Kind deutlich ausgeprägter. Ich neig ja ohnehin mehr zur Röte und halt es darüber hinaus für ein Gerücht, dass man die Erholsamkeit eines Urlaubs an der Tönung der Haut ablesen kann. Sonst würde es ja reichen, wenn ich fünf Wochen durch die Sahara laufe.
C - Comics. Meine Tochter hat - dezent von mir gefördert - eine Vorliebe für Donald Duck entwickelt. Dessen Informationsbroschüren in Form lustiger Taschenbücher gab es zum Glück auch im Hotelshop, wenn auch gnadenlos überteuert, zu kaufen.
D - Dosenbier. Ja, zugegeben. Veltins. Woher? Siehe L.
E - Eis. War Pflicht. Mindestens einmal täglich, in der Regel eher zwei- bis dreimal.
F - Flossen. Wasser ist eh das Element unserer Tochter. Und mit Schwimmflossen schnorchelt es sich gleich nochmal so gut.
G - Gyros. Was sonst in Griechenland? Aber nur zweimal. Einmal davon als Pita. Gyros mit Senf und Ketchup empfinde ich deshalb nicht wirklich als empfehlenswert.
H - Hotel. War ganz nett. Wo es aber die (laut Prospekt) vier Sterne zusammengeklaut hat, wollte sich mir bis zum Ende des Urlaubs nicht erschließen.


Das Hotel. Verdiente zweieinhalb Sterne dann aber trotzdem.










I - Internet. Zwei Wochen ohne. Durchaus möglich. Entzugserscheinungen minimal.
J - Jammas. Sagt der Grieche, wo der Deutsche Prost sagt.
K - Kultur. Tendierte in diesem Urlaub gegen Null. Wird auch mal wieder anders werden. Glaub ich zumindest.
L - Lidl. Hat auch Griechenland erobert. Immerhin zwei im Umkreis von knapp 40 Kilometern. Auch wenn ich schwach geworden bin und mir eine unökologische Dose Veltins geholt habe (dabei trink ich zuhause praktisch nie Bier), bin ich nicht soweit gegangen, mich mit Büchse und Bildzeitung an den Pool zu knallen. Anders dagegen leider der Herr auf der Nachbarliege. Hat aber vermutlich nur den falschen Flieger genommen und wollte eigentlich auf die Balearen. Jetzt hat er sich wahrscheinlich den ganzen Urlaub lang gefragt, wo Jürgen Drews bleibt.
Der hatte aber zum Glück den richtigen Flieger genommen. Im Lidl gab es übrigens, wie auch sonst anscheinend in ganz Griechenland, keine
M - M&Ms. Die mit den Erdnüssen drin. Ich weiß ja nicht, wie es anderen Leuten geht, aber ich entwickle im Urlaub immer Lust auf genau die Dinge, die es nicht gibt. In diesem Fall auf die Ex-Treets-Schokoklicker. In einem arabischen Land war es schon mal ein Bier. Das will ich halt immer nur dann trinken, wenn es teuer oder nicht zu bekommen ist.
N - Nikiti. Ist der Name des nächstgelegenen Örtchens. Wer mag, kann es gern auf der Karte suchen. Griechenland, Chalkidiki, mittlerer Finger, oben links.

Teil zwei morgen

- Desireless -

Donnerstag, August 03, 2006

T-Error

Och menno. Doofer Blogger. Lässt sich nicht dazu überreden, meinen Post zum Urlaub zu veröffentlichen. Schmiert stattdessen immer ab.
Also: Text rauskopieren, neuen Post erstellen, Text wieder reinkopieren, Bilder einfügen.
Versuch ich dann später nochmal. Und wenn es dann immer noch nicht klappt, erschieß ich mich. Oder den Programmierer. Oder das Internet.

- Die Ärzte -

Dienstag, August 01, 2006

Home

One, one, two. Test - Test.
Hallo, jemand aus Österreich hier, der mich hören kann?
Ach nein, die sind ja noch alle in unserem Hotel in Griechenland.
Das hatte aber auch den Vorteil, dass ich, wenn ich des Meeresanblickes überdrüssig wurde, einfach nur die Augen schließen musste und mich schon aufgrund des akusitischen Hintergrundes in Praternähe wähnen konnte. Also quasi zwei Urlaube zum Preis von einem.
Mehr oder minder unversehrt und sonnenungebrannt sind wir also heute aus unserem mehr oder minder erholsamen Urlaub zurückgekommen.
A geh, na, dös stimmt so net.
An bisserl langweilig wors scho, oba a Spass und a guate Erholung hottn mia trotzdem.
Die Welt hat sich unterdessen offenbar unbeeindruckt von meiner Abwesenheit einfach weitergedreht, was mich natürlich schon ein wenig hinsichtlich meiner Bedeutung für das Weltgeschehen zweifeln lässt.
Ich beisse natürlich tapfer die Zähne zusammen und mache weiter wie bisher.
Abgesehen davon ziehe ich, wie eigentlich nach jedem Urlaub, mal wieder die roten Slipper an, schlage die Hacken dreimal zusammen und murmele erleichtert "there´s no place like home".

- Simple Minds -