Mittwoch, November 29, 2006

Brush Away

Die Bürste

Ein Dramolett in drei Aufzügen für Vater, Tochter, Zwei Haarbürsten und großen gemischten Chor

Aufzug 1 "Im Kinderzimmer" bei Sonnenaufgang

Vater: So, noch schnell Haare kämmen, dann geht es ab in die Schule.
Tochter: Sehr wohl, Herr Papa.
Bürste1: Kracks
Tochter: Herr Vater, ihr habt mir meine liebste Bürste zerbochen. Weh mir, wie soll ich nun der Locken Pracht bänd'gen?
Vater: Kein Problem, morgen kauf ich 'ne neue.
- beide ab -

Aufzug 2 "Im Bad", wiederum bei Sonnenaufgang

Vater: So, noch schnell Haare kämmen, dann geht es ab in die Schule. Guck mal, ich hab eine neue Bürste gekauft!
Bürste2: Funkel! Glänz! Strahl
Tochter: Oh Herr Papa! Diese Büste ist so garstig, Sie ziept gar arg mein lockig Haar. Nein, sie will mir so gar nicht gefallen. Die andere war meine Lieblingsbürste. Warum, oh warum nur musstet Ihr sie zerbrechen, Herr Vater?
Vater: Jetzt stell Dich bitte nicht so an. Wir müssen uns beeilen. Schule geht gleich los!
- beide ab -

Aufzug 3 "Im Kinderzimmer", erneut bei aufgehender Sonne

Vater: So, noch schnell Haare kämmen, dann geht es ab in die Schule.
Tochter: Sehr wohl, Herr Papa.
Bürste2: Kracks
Tochter: Herr Vater, ihr habt mir meine liebste Bürste zerbochen. Weh mir, wie soll ich nun der Locken Pracht bänd'gen?
Vater: Wie bitte? Gestern hast Du noch gesagt, dass die Bürste doof ist und ziept. Und heute ist es auf einmal Deine Lieblingsbürste?
Tochter: Gestern war ja auch Gegenteiltag!
- Tochter ab -

Vater: Hier steh ich nun, zerbreche Bürsten mit bloßen Händen, doch nie werde ich die Logik der weiblichen Wesen verstehen können. Nicht einmal, wenn sie erst sieben sind.

- Auftritt Chor -
Tenor & Bass: Das hätten wir Dir auch gleich sagen können!
Sopran & Alt: Nänänänänä!

- Alle ab -

Ende

- Alice In Chains -

Dienstag, November 28, 2006

Puppet on a string

Am Sonntag bin ich durch Raum und Zeit gereist.
Und bevor jetzt wieder jemand denkt, dass das nur durch die Pilze möglich wurde, die ich wegen meiner Herbstdepressionen einzunehmen pflege, erzähl ich es lieber komplett.
Hier Osten von Berlin gibt es eine Einrichtung, die sich FEZ nennt.
Ich glaube, das steht für Freizeit- und Erholungszentrum, Leib und Leben würde ich auf diese Deutung aber nicht verwetten.
Die Wurzeln dieses Fez liegen noch in der DDR, was man an manchen Teilen der Einrichtung unschwer erkennen kann.
Früher war da auch mal die sogenannte Pionierrepublik untergebracht, eine Erklärung dazu, was das genau ist, möge man bitte im Internetz nachschauen (lustige Kommentare von Leuten, die in trauter Nostalgie versinken wollen, findet man hier).
Dieses Wochenende waren aber keine Pioniere da (wahrscheinlich schon, aber mittlerweile in einem Alter, in dem man lieber andere pionieren lässt), dafür aber Puppenspieler aus aller Herren Länder.

Man ahnt schon - es war ein Familienausflug.

Mein persönlicher und erklärter Höhepunkt war ja das Prager Marionettentheater Spejbl und Hurvinek.
Und damit bin ich wieder beim Einleitungssatz angekommen.
Dieses Theater habe ich Mitte der achtziger Jahre schon einmal gesehen, in Prag, während einer Klassenfahrt.
Ich will auch das nicht beschwören, aber ich hatte das Gefühl, dass sich die Show unverändert über die letzten zwanzig Jahre gerettet hat.
Die Bestuhlung im Theatersaal des FEZ, die sich offensichtlich noch im Original-DDR-Zustand befindet, ging eine schier unglaubliche Symbiose mit der Puppenshow ein, die schon damals den Eindruck vermittelte, ein wenig Patina angesetzt zu haben.
Innerhalb weniger Sekunden war ich so zurückgereist ins Prag der achtziger Jahre.
Eine schöne Zeit.
Eine Zeit der klaren Fronten und Feindbilder. Eine Zeit, in der die Lehrer uns beschworen, beim Grenzübertritt bitte nicht gerade "Disco in Moskau" von den Hosen abzuspielen.
Das alles war für eine gute halbe Stunde wieder zum Greifen nah und ich habe jede Minute davon genossen.

Schön wars.

Ach ja, etwas wollte ich noch loswerden.
Wenn sich jemand hinstellt, gerade hier in Berlin, und herumnölt, es würde nicht genügend Programm für Kinder auf die Beine gestellt werden, möge man ihm was auf die Mütze geben. Und zwar mindestens zweimal, einmal von mir mit.
Es gibt mehr als genug Angebote, sie müssten aber auch wahrgenommen werden.
Solange das nicht passiert, aus Bequemlichkeit oder aus anderen Gründen (bitte komme mir jetzt keiner mit finanziellen Gründen - es gibt genügend Angebote, die gar nichts oder so wenig kosten, dass bereits eine nicht gekaufte DVD fünfmal für den Eintritt reicht) sollte man sich mit dem Gemeckere fein zurückhalten.

- Sandy Shaw -

Samstag, November 25, 2006

When I'm Dead And Gone

Das Wort zum Totensonntag:

Wer den Totensonntag braucht, um der Toten zu gedenken, braucht auch den Totensonntag nicht.

Fury in the Slaughterhouse

Freitag, November 24, 2006

It's a Hard Life

- Computer hochfahren
- World of Warcraft starten
- Einloggen
- Im Charakterbildschirm merken, dass man eigentlich gar keine richtige Lust darauf hat
- Programm beenden
- Statt dessen per Onlinebanking Arztrechnungen bezahlen

Ich glaube, heute habe ich einen ersten großen Schritt in Richtung Rente gemacht.

- Queen -

Mittwoch, November 22, 2006

The Undertaker

So langsam wird es ja doch ein bisschen gruselig.
Da sinniere ich noch vor kurzem über Psychopathen, die auf diese Seite aufmerksam geworden sind und die damit für mich verbundene Gefahr für Leib und Leben.
Und was finde ich heute im Briefkasten?
Das hier:

Ein mehrseitiger Hochglanzprospekt, der mir die Wonnen der Vergänglichkeit in schönsten Farben schildert und mich davon überzeugen möchte, alles weitere in die Hände des Bestatters meines Vertrauens zu legen.
Irgendwie doch etwas unheimlich.
Sprechen die sich ab?
Der eine liefert die Ware, der andere verarbeitet sie?
"Ihr Bestatter"
Na, das will ich mal nicht hoffen.
Wenigstens noch nicht so bald.
Obwohl, die Angebote sind recht verlockend.
Zum Beispiel "Stiller Abschied" für nur 597,- Euro.
Das ist ja so günstig, das könnte man glatt mal testen.
Nur - wo finde ich jemanden, der da freiwillig...

KATZE! MISTVIEH! Du hast mir schon wieder meine Hose vollgehaart!
Ich bring dich um!
Oh, Moment. Hm. Tjoh...

Miiiiezekätzchen!
Komm zu Papa!
Miezmiez!

- Prince -

Dienstag, November 21, 2006

Eat It

Ich glaub, ich hab es irgendwo schon einmal erwähnt:
Ich spiele die Keyboards in einer Band, die sich neben diversen Coverstücken (für die Nichtmusiker: Das sind Stücke, die andere schon mal gespielt haben) auch an eigenen Liedern versucht.

Das war aber nicht immer so.

Ich fürchte, die Zeit ist reif, es auszusprechen, bevor die Presse davon erfährt und eine Schmutzkampagne ohne Gleichen startet.
Eine Kampagne, gegen die die Jagd auf Tatjana und Ferfried wie ein Ringelpiez anmuted. Eine Kampagne, die McCarthy als Waisenknabe dastehen lässt.
Also gut.
Ich...ich...ich habe...ich habe einmal als Tanzmucker angefangen.

Puh, jetzt ist es raus. Jetzt kann ich frei darüber sprechen.
Übrigens heisst es unbedingt Tanzmucker. Schon um diese Bevölkerungsschicht von echten Musikern zu unterscheiden.
Tanzmucker sind die Handwerker unter denjenigen, die Umgang mit Instrumenten pflegen.
Und gerade, weil Tanzmucker in ihrem natürlichen Habitat, der Kirmeszeltbühne, so sehr possierlich ausschauen, drängt sich die Frage geradezu auf:
"Wat isst der denn so? Darf man den füttern oder beisst der, wenn man et versucht?"
Plaudern wir also ein wenig aus der Schule der Tanzmuckerernährung.

Fangen wir erst einmal ganz unten an. Nämlich beim Kirmesmucker. Der schlägt sich in Vierer- oder Fünfergrüppchen durch die Dorffeste seiner näheren Umgebung und beglückt dort das in der Regel spätestens um elf Uhr sturzbetrunkene Publikum mit den schönsten Liedern, die der deutsche Schlager in den letzten fünfzig Jahren hervorgebracht hat. Schauen wir uns also zuerst einmal den Platz an, wo der Kirmesmucker den Großteil seiner Zeit verbringt:

1. Die Bühne
Definitiv kein Ort zur Nahrungsaufnahme. Zumindest nicht, soweit es feste Nahrung betrifft. Ganz gerne füttert man den Tanzmucker aber da oben schon einmal mit flüssiger Nahrung, bevorzugt in Form von Bier. Dabei gilt die goldene Regel: "Der Tanzmucker sagt nicht nein!"
Die Frage"Wat trinkt ihr denn?" wird oft gestellt, meist dann, wenn der Tanzmucker nicht antworten kann, weil er gerade singen muss.
Die Antwort wird aber ohnehin nicht abgewartet, weil sie völlig unerheblich ist. Statt dessen kommt der edle Spender mit einem voll gestellten Biertablett und prostet den Gestalten auf der Bühne gönnerhaft zu.
Glücklich schätzt sich da in der Regel jeder, der nur auf einer Seite des Glases Reste von Lippenstift findet. Ein guter, ausgesprochen stabiler und dehnbarer Magen ist Grundvoraussetzung, will man eine Kirmesgesellschaft beglücken.
Auf der Bühne ist Essen tabu. Krümel zwischen den Orgeltasten oder Ketchup auf der Bassgitarre sind kein erstrebenswerter Zustand. Wo aber isst dann der Kirmesmucker?
Ganz einfach,

2. An der Frittenbude
Sonstige Vergnügungen mögen auf der Dorfkirmes rar gesät sein, ein Frittenschmiede ist aber immer da. Hier hat der Kirmesmucker grob geschätzt knappe sieben Minuten Zeit, um eine Pommes rot/weiß und einen Schaschlik zu bestellen, die Zubereitung abzuwarten und das Ganze herunterzuschlingen. Schaschlik ist übrigens Pflicht; ein Tanzmucker ist per definitionem ein Fleischesser und nur der Schaschlikspiess suggeriert, dass er tatsächlich Fleisch enthalten könne.
Ein Auge und ein Ohr verbleiben dabei aber immer im Zelt, weil jedes Verlassen der Instrumente von mindestens einem besoffenen Kirmesbesucher als Freibrief gedeutet wird, sich in dieser Zeit auf die Bühne hieven zu dürfen und unter dem Gejohle der restlichen besoffenen Bande eines der verwaisten Instrumente - meistens glücklicherweise das Schlagzeug - zu malträtieren. Das ganze dann selbstverständlich mit dem Verweis darauf, dass man ja schließlich nicht dafür bezahlt werde, herumzustehen und zu essen sondern gefälligst Musik zu machen habe.

Keine kulinarischen Höchstleistungen also, aber dafür eine Essgeschwindigkeit, die locker für einen Eintrag ins Guinnessbuch oder zumindest für einen gewonnenen Wettauftritt bei Thomas Gottschalk reichen sollte ("Ich wette, dass diese vier Kirmesmucker eine doppelte Portion Schaschlik mit Pommes rot/weiß in einer Zeit von weniger als 27 Sekunden verspeisen und danach mit der restlichen Schaschliksauce noch "Weine nicht, kleine Eva" von den Flippers gurgeln können!")

Wenden wir den Blick ab von diesen unappetittlichen Zuständen hin zu einer evolutionär minimal höherstehenden Gruppe, den Hochzeitsmuckern.
Hochzeitsmucker machen musikalisch nichts anderes als Kirmesmucker, haben aber zumindest den Sprung von der Kirmesbühne in die bunte Welt der Familienfeierlichkeiten geschafft.

Die Bühne ist auch hier für die Essensaufnahme Tabu, dafür erschliesst sich neben der Bühne eine ungeahnte kulinarische Vielfalt. Immerhin werden Familienfeste selten via Frittenbude versorgt, meistens hat da schon ein wie auch immer ausgebildeter Koch seine Finger im Spiel. Das schlägt sich allerdings dummerweise nicht immer in der Versorgung der Instrumentenbediener nieder.
Ich hab da immer noch die Hochzeit vor Augen, auf der ich zusammen mit meinem Mitspieler G. (wir waren zu der Zeit auch als Duo unterwegs) geifernden Lefzens zuschaute, wie die Hochzeitsgesellschaft sich an einem zumindest optisch recht ansehnlichen Buffet tummelte.
Gegen halb elf kam dann die nicht minder ansehnliche Braut und führte uns, zu diesem Zeitpunkt bereits stark geschwächt, mit den Worten "Oh, ihr Ärmsten, hat man euch ganz vergessen! Ihr habt sicher Hunger!" in die Küche. Statt der Leckereien vom Buffet warteten dort auf jeden von uns zwei belegte Käsebrote.

Ich kann mich heute nur noch schwach an die damals ausgestossenen Flüche unsererseits erinnern, aber sie schienen ihre Wirkung nicht verfehlt zu haben, denn wie man uns später zutrug, wurde die Ehe bereits nach zwei Jahren wieder geschieden.
Selber schuld, kann ich da nur sagen.

Behold the anger of the mighty dancemucker. Oder so.

In der Regel gab es aber auch für uns das Essen, das die Gesellschaft bekam. Ganz selten hätten wir statt dessen lieber Käsebrötchen gehabt.
Im Großen und Ganzen ist es allerdings erschreckend, wie viele schlechte Köche in deutschen Gaststuben ihrem dunklen Treiben nachgehen und hier eine Suppe versalzen und dort das Schnitzel anbrennen lassen. Und wir mussten es dann mit der Musik wieder rausreissen.

Wenden wir uns jetzt der dritten Stufe auf der evolutionären Skala zu. Mehr geht nicht. Zumindest nicht für Tanzmucker. Gemeint sind natürlich die Galamucker.

Galamucker haben, wie der Name schon sagt, den Auftrag, Galas und Bälle in besseren Häusern musikalisch zu untermalen.
Spielerisch macht das wenig Unterschied, da auch diese Gesellschaften genauso um elf Uhr dicht sind wie die auf dem Dorfschützenfest. Und dann sind auch hier Rosamunde und Herzilen gefragt.
Aber das Essen.
Oh, das Essen!
Wer (damals) 100 Mark pro Nase für einen Abend mit Tanz und Musik abzudrücken bereit war, durfte auch Besseres erwarten. wenn schon nicht von der Musik, dann doch wenigstens vom Buffet. Und das wurde den Anforderungen eigentlich immer gerecht.
Und vor allem: Wir durften daran teilhaben.
Der Haken dabei war nur der, dass einen alles, was man im Überfluss hat, irgendwann langweilt.
Kaviar war auf einmal bäh ("Igitt, tu mal die Brombeermarmelade mit dem Fischgeschmack weg!"), Lachs quoll uns aus den Ohren, Wachteleier ("wer hat denn die Flummis hier liegen gelassen?") mochten wir auch bald nicht mehr anschauen.
Und ganz, ganz langsam wuchs in uns wieder die Lust auf eine anständige fettriefende Pommes rot/weiss mit einem ordentlich sehnigen Schaschlik.

Glücklicherweise ist ja die Muckerwelt evolutionär keineswegs scharf voneinander abgegrenzt.
Wir wussten also ganz genau, dass wir uns bald auch wieder auf einer Dorfkirmes einfinden würden.

Und in diesem Bewusstsen machte es gleich doppelt soviel Freude, einen Hummer - für später - zum Ende der Veranstaltung aus dem Festsaal zu schmuggeln.

- Weird Al Yankovic -

Das sind jetzt meine Überlegungen zum Thema Essen aus der Sicht derer, die hinter den Instrumenten stehen.
Wie das ganze aus Sicht derjenigen aussieht, die vor den Instrumenten stehen und mit hoffentlich großen bewundernden Augen zu denen dahinter hochschauen, kann man bei diesem Herren nachlesen.
Übrigens eine Premiere - ein Crosspost, bei dem lediglich das Thema vorgegeben war.
Ich bitte also um andächtiges Raunen der Audienz.

Und für alle, die bis hier durchgehalten haben, gibts jetzt noch eine kleine Überraschung:
Eine Aufnahme von vier Tanzmuckern in freier Wildbahn.
Damit die possierlichen Gesellen nicht zu sehr verschüchtert sind, habe ich die Aufnahme etwas nachbearbeiten müssen.

Montag, November 20, 2006

Panic

Ja, ich habe Angst.
Als ich jüngts in meinen Blogcouter schaute, musste ich feststellen, dass die letzten Anfragen
"Send to say goodbye", "Kostüm Medusa", "Bombe zum Selberbauen" und "Männer schlachten" lauten.
Wenn ich jetzt noch dran denke, dass im letzten Post zur Zeit fröhlich über Schrot- und Schrottflinten, Kannibalen und psychopathische Kinder gefachsimpelt wird, wird mir erst recht ganz anders.
Falls also jemand nach mir fragen sollte: Timbuktu. Leider keine Telefonverbindung. Internet sowieso nicht. Dafür aber mit Frau und Kind. In Sicherheit.

Hoffentlich

- The Smiths -

Ps: Morgen gibts dafür etwas Fröhlicheres. Zwar auch zum Thema Essen, aber, soviel sei jetzt schon verraten, auch die Musik spielt eine Rolle. Und ein Muppetskoch.
Na, wenn das mal nicht eine Ankündigung ist, die Neugier weckt.

Samstag, November 18, 2006

Just the two of us

Hach, so ein Zweitcomputer hat doch seine nicht zu unterschätzenden Vorteile.
Auf dem kann man nämlich beschauliche Pimboli-Windowcolor-Weihnachtsvorlagen ausdrucken, während man auf dem anderen derweil ungestört der Jagd auf Kannibalen und kleine psychopathische Mädchen in roten Kleidern nachgeht.

So soll es sein.

- Bill Withers -

Freitag, November 17, 2006

Let it snow

Ich will ja nicht sagen, dass ich es eigentlich hätte wissen müssen.


Aber eigentlich hätte ich es wissen müssen.
Sag ich mal.

Natürlich war es klar, dass der Winter sich in dem Moment verabschieden würde, in dem ich endlich die Winterreifen hab aufziehen lassen.
Musste ich mir noch vor zwei Wochen bangen Herzens einen Termin in ferner Zukunft geben lassen und von da an in täglicher Sorge leben, dass ein plötzlicher und heftiger Wintereinbruch meine gesamte Mobilität mit einem Schlag zur Strecke bringen würde, wurde das Wetter selbstverständlich zusehendes wärmer, je näher der Tag des Wechsels rückte.

Die Reifen sind jetzt aufmontiert und der Winter, an sich ja ein grimmer Gesell, zeigt sich auf einmal als scheues Rehlein, verscheucht schon durch das Geräusch sich nähernder schneetauglicher Pneus.
Im Moment scheint sogar die Sonne durch mein Fenster und blendet mich.
So kann das natürlich nicht weitergehen!
Ich denke mal, ich werde auf einen Ableger des alten Bustricks (Zigarette anzünden, damit der Bus unverzüglich kommt) zurückgreifen.

Da ich aber weder vorhabe, die Reifen noch das ganze Auto gleich in Brand zu stecken noch beabsichtige, die für teuer Geld aufmontierten Reifen für genauso teuer wieder runtermontieren zu lassen, gehe ich etwas anders an die Sache heran:
Ich werde einfach mit meinem Übertaschenmesser das Wintersymbol von den Reifen kratzen.
Derartig getäuscht sollte sich Freund Winter dann auch bald wieder nähern.

Und dann haben endlich auch meine Reifen ihre Existenzberechtigung.

- Vonda Shepard -

Ps.: Eigentlich sollte hier auch noch ein stimmungsvolles Schnee- und Winterbild stehen.
Das Hochladen will aber nun partout nicht klappen.
Ich reiche das dann (hoffentlich) heute Abend nach.



So, jetzt hat es tatsächlich geklappt, hier also das versprochene Bild.
Winterimpressionen aus Kasachstan.
Sieht gar nicht sooo viel anders aus als hier in Deutschland, gelle?

Mittwoch, November 15, 2006

Hunting high and low

Das Falkenküken schreibt morgen einen Mathetest.
Also hat sich der Papa flink hingesetzt und ein paar adäquate Aufgaben konstruiert. Für die zweite Klasse krieg ich das ja so grade noch hin.
Dann die Erklärung, was zu tun ist:
- Und hier musst Du subtrahieren.
- ???
- Minus rechnen. Abziehen
- Ach so. Hihi. So wie Papa das Fell abziehen. Nur ohne Fell.

Pause. Dann gönnerhaft:
- Und ohne Papa.

Notiz an mich selbst: Die Tochter nicht mehr zuschauen lassen,
wenn ich "Deer Hunter XXVII" spiele.

- A-Ha -

Montag, November 13, 2006

Rosamunde

Ich glaube, ich sollte mal wieder was posten.
Andererseits - ich hab doch am Freitag erst. Und heute ist grade mal Montag. Drei Tage. Da kann man doch wirklich noch nichts gegen sagen.
Und was soll ich schreiben? Schau ich mich in meiner Blogroll um, finde ich allenthalben (vermutlich) herbstlich bedingte leichte Melancholie oder gar Blog-Abstinenz.
So kann das nicht weitergehen, Herrschaften!
Da muss jetzt was Fröhliches her.
Am Samstag war doch Karnevalsbeginn!
Wenn das mal nicht Anlass für ausschweifende Heiterkeit sein sollte!
Was? Ist es nicht? Karneval als Pflichtvergnügungsprogramm für Leute, deren verstohlenes Gelächter man ansonsten nur aus dunklen Kellerräumen erhorchen kann?

Mag ja sein, aber welche lustigen Alternativen haben wir denn im Moment?

Über den polnischen Ministerpräsidenten, der der Presse Anweisungen gegeben hat, dass sie ihn nur noch von vorne fotografieren möge, mach ich mich lieber nicht lustig.
Ich wohne schließlich in Ostberlin und da ist die polnische Grenze einfach viel zu nah. Nicht, dass in einer der nächsten Nächte ein Rollkommando vor unserer Tür steht und mich nach Oppeln verschleppt.
Nein, Quatsch, nach Oppeln soll ja die Dienstreise gehen. Mal sehen, ob ich mich noch davor drücken kann. Das ist einfach sicherer, zumal dann, wenn man sich vorher über den polnischen Ministerpräsidenten lustig gemacht hat.
Obwohl - hab ich ja eigentlich gar nicht. Aber ob ich das dem Rollkommando erklären kann? Und eine Erklärung für die ganzen bei mir gefundenen Fotos, die Kaczynski ausschließlich von der Seite und von hinten zeigen, wird mir wohl auch ziemlich schwer fallen.

Das Leben ist halt nicht einfach. Und trübes Novemberwetter macht es nicht einfacher.
Aber glücklicherweise ist der November schon beinahe halb rum. Und wenn erstmal Dezember ist, wird das trübe Novemberwetter endlich vom trüben Dezemberwetter abgelöst. Das ist doch schon mal was, wo man sich drauf freuen kann.

Ach halt, da fällt mir ja doch noch was zum Thema „lustig“ ein:
Peter Lustig ist nicht mehr bei Löwenzahn. Er ist aus dem Bauwagen ausgezogen und wohnt jetzt in einem Haus mit Kamin.
Im Bauwagen haust dagegen jetzt ein junger Schnösel mit Hund.
Wer das nicht glauben mag, der klicke hier .
„Den Sender-Angaben zufolge sind die neuen Folgen mit Hammesfahr "schneller, aktionsreicher, mobiler und dichter in der Handlung". Zudem sollen die Sportlichkeit, der Tatendrang und die Schlagfertigkeit des 38-jährigen Hammesfahr in die modernisierte Sendung einfließen“ erklärt dazu Wikipedia.
Ok, das ist anscheinend schon seit Jahresanfang bekannt. Mir anscheinend nicht. Und wirklich lustig ist es ja auch nicht.
Da tät ich doch mal sagen, dass ich, bevor ich mich ob dieser Tatsache der Novembertristesse ergebe, lieber für heute Schluss mache.

Ach ja - wer schon immer einmal sehen wollte, welche lustigen Dinge man mit Hasen anstellen kann, der möge sich „Jagdfieber“ anschauen.
Wer schon „Shrek“ nicht mochte, soll statt dessen halt den großen ZDF-Fernsehfilm nach Motiven von Rosamunde Pilcher einschalten.

So. Schluss jetzt.

- Dennie Christian -

Freitag, November 10, 2006

To cut a long story short

Und wenn alle Stricke reißen, kann ich mir immer noch sagen:
Es wächst ja wieder nach.

- Spandau Ballet -

Donnerstag, November 09, 2006

Who wants to live forever

Wir Musiker sind ja unglaublich tolerante und friedvolle Menschen.
Leben und leben lassen ist unsere Devise.
Egal wie grauslich die Konkurrenz auch aufspielt, im sicheren Wissen, dass wir eh besser sind, nehmen wir das alles mit einem freundlichen Achselzucken zur Kenntnis und lassen sie gewähren.
Nie würden wir faule Eier oder leere Bierflaschen werfen (volle sowieso nicht, aber das ist eine ganz andere Geschichte).
Aber jetzt hat all unser Liebreiz jäh ein Ende gefunden.
Schon seit einiger Zeit treibt sich irgendwo in unserem Proberaum ein Maus herum, die Mäuseköttel auf Mischpult und Boden sprachen eine deutliche Sprache. Ist aber kein Problem, auch das Mäuschen sollte sich des Lebens erfreuen. Mausefallen, und dazu noch solche, die gleich das Genick des armen kleinen Geschöpfes zerbrechen, wären uns nie in den Raum gekommen.
Aber jetzt ist alles anders.
Und warum?
Meine zitternden Finger können sich kaum soweit beruhigen, dass ich den nächsten Satz tippen kann:

DAS MISTVIECH HAT UNS UNSERE TWIX-VORRÄTE WEGGEFRESSEN!!!

Diese Bestie! Durch die Plastikverpackung hat sie sich durchgenagt und dann schamlos den Riegel geknabbert!
Ok, der Sänger mag jetzt einwerfen, dass es gar nicht die gesamten Vorräte waren, sondern nur ein einzelnes Twix und dass die Maus den Riegel ja auch nur angeknabbert hat, aber darum geht es doch gar nicht.

HIER GEHT ES UMS PRINZIP!!!

Wir grübeln jetzt über kreative Methoden der Mausvernichtung. Der Vorschlag einer Käfigfalle, um das Ungeheuer lebend zu fangen, wurde zwar von unserem Schlagzeuger vorsichtig aufgebracht, aber gleich verworfen.
Dieses Mädchen!
Ich persönlich favorisiere ja die Idee, den Nager mittels einer an einem Ast befestigten Schlinge aus Gitarrendraht zu fangen.
Vorbild hierfür wären die Bärenfallen, wie man sie aus den Western kennt - der Draht wird geschickt getarnt, in die Mitte der Schlinge kommt ein für die Maus unwiderstehlicher Köder - z.B. ein Twix - und wenn sie hineintritt, schnellt die Schlinge hoch und die Maus ist gefangen. Wenn sie dann so hilflos in der Schlinge hängt, könnten wir sie lauthals ob ihrer Dummheit verspotten und demonstrativ vor ihren Augen Schokoriegel essen.
Scheitern könnte der Vorschlag allerdings noch am mangelnden Baumbestand in unserem Proberaum.

Sollte irgendjemandem eine andere Möglichkeit einfallen, den Schädling zu beseitigen, immer her damit.

Ach, aber was ich eigentlich sagen wollte: Am Dienstag waren die Mädels von Scoop zur gemeinsamen Probe da. Sollte der 30.12. auch nur annähernd so werden, wie diese Probe vermuten ließ, kann ich jedem nur dringend empfehlen, seine Zweithose zu veräussern, um Geld für Bahnfahrt und Eintrittskarte zu haben.
Dann wird das nämlich ein richtig genialer Abend, den man nicht verpassen sollte.

- Queen -

Mittwoch, November 08, 2006

Advertising Space

Sehr geehrte Damen und Herren,

die beigefügten Unterlagen habe ich mittlerweile zum mindestens dritten Mal erhalten.
Mindestens ebenso oft habe ich Ihnen mitgeteilt, dass ich unter der offensichtlich immer noch in Ihrem Datenbestand vorhandenen Anschrift nicht mehr zu erreichen bin.
Und ebenso oft hat mir eine Ihrer zugegebenermaßen immer freundlichen Mitarbeiterinnen am Telefon erklärt, dass die Adresse jetzt aus dem Datenbestand gelöscht sei und ich keine Werbepost mehr dorthin erhalte.

Die brauche ich vor allem deswegen nicht mehr, weil ich schon vor acht Monaten das von Ihnen so vehement beworbene Extra-Konto eröffnet habe.

Ich würde mich sehr freuen, wenn es Ihnen im vierten Anlauf gelingt, meine falschen Adressdaten aus Ihrem System endgültig zu löschen - so langsam kommen mir nämlich, wie ich gestehen muss, gewisse Zweifel an der Professionalität eines Unternehmens, das dazu bislang offensichtlich nicht in der Lage war.


Mit freundlichen Grüßen


Sorry, aber das musste einmal gesagt werden.
Die DiBa mag gute Konditionen haben, aber ihre Datenverarbeitung weist noch gewisse Mängel auf...

- Robbie Williams -

Sonntag, November 05, 2006

Can´t buy me love

Ein Einkaufstrip mit der Liebsten.
In der Vorweihnachtszeit (und bevor jemand meckern sollte: In den Einkaufszentren geht die Vorweihnachtszeit allerspätestens Mitte August los) ist sowas immer wieder ein Erlebnis.
Zunächst galt es, eine monumentale Monchichi-Ausstellung am Fuß der zentralen Rolltreppe zu überstehen.
War ich bislang der irrigen Überzeugung, diese großäugigen Äffchen, die nie den Weg aus der oralen Phase gefunden hatten, seien den Weg der Cabbage-Patch-Kids gegangen, wurde ich hier umgehend eines Besseren belehrt.
Meine Chichis gab es da in allen Größen und Varianten zu bestaunen und wer nicht schnell genug wegkam, wurde auch noch zum Photoshooting zwischen ein überlebensgroßes Affenpaar gezwängt.
Ich möchte nicht wissen, wie teuer für die Krankenkassen eines Tages die Therapie aller Monchichi-geschädigten Kleinkinder dieses Wochenendes werden wird.
Immerhin ist der Fortbestand der Psychiater und Psychologen damit bis auf Weiteres gesichert.

Und das ist auch ein gutes Stichwort für den eigentlichen Bericht.

Man sollte Psychologiestudenten zu einem vierwöchigen vorweihnachtlichen Praktikum in einem Einkaufszentrum verpflichten.
Denn, wie der Klapsenschaffner es gestern treffend ausdrückte:"Das spart zwei Semester an der Uni."
Mindestens.
Zu keiner anderen Gelegenheit findet man solch fundierte Einblicke in die menschliche, oder vielleicht besser, männliche, Psyche wie in diesen Tagen.
Allen gemeinsam ist der leicht gequälte Gesichtsausdruck beim paarweisen Durchstreifen der großen Bekleidungsfachgeschäfte.
Mag Mann auch eine noch so stoische Miene vor sich hertragen, spätestens dann, wenn die Begleiterin verträumt über Kaschmirschals streichelt oder Pullover mit geübtem Griff vom Stapel nimmt, auffaltet und mit nicht minder geübtem Griff in halbordentlicher Knuddeloptik die Ware wieder auf den Stapel zurücklegt, durchzieht auch die noch so britisch steif gehaltene Oberlippe ein merkliches Zucken.

Interessant die Typen, die dann auszumachen sind.
Da ist zum Beispiel der unerfahrene Partnerschaftsneuling. Typischer Dialog:
- "Hattest Du nicht gesagt, dass Du einen schwarzen Mantel mit Kapuze wolltest?"
- "Ja und?"
- "Der, den Du da anziehst ist braun und ohne Kapuze!"

Haha! Anfänger!
Als ob es darauf ankäme! Der erfahrene Begleiter weiblicher Einkäufe schweigt und weiß, dass die gesamte Vorabplanung mit einer hübschen Aussage von Kanzler Adenauer (der dies, wir mir Sänger Ralph glaubwürdig erklärte, auch nur von Churchill geklaut hatte) treffend zusammngefasst werden kann.
Im krassen Gegensatz zum Neuling steht der alte Hase.
Der ist gut zu erkennen an dem Satz
- "Nein, ich finde nicht, dass drei Wintermäntel zuviel sind."
Nur dem partnerschaftlich geschulten Ohr entgeht dabei nicht der leise Unterton der Resignation, der unbedarfte Zuhörer kaufts hingegen in vollem Umfang ab und denkt nur "Was für ein feiner Mensch dieser Herr doch ist!".

Ich selber versuche ja, einen möglichst geschickten Kompromiss zwischen Resignation und Aufbegehren zu finden.
Das Überziehen anderer Mäntel als des ursprünglich geplanten Modells kommentiere ich sicherheitshalber gar nicht.
Bei Mantel Nummer zwei entspinnt sich dafür dann folgender Dialog:

- "Ich hab in Geschäft XY noch einen Mantel zurücklegen lassen."
- "Das ist doch gar kein Problem, ich finde nicht, dass zwei Mäntel zuviel sind."
- "Aber der gefällt Dir sicher nicht!"
- "Na, schauen wir doch einfach mal."


. Wir wechseln
. in Bekleidungsgeschäft
. Numero zwei

- "Ach, das ist so einer mit dem Fischgrätenmuster. Ist das jetzt echt wieder aktuell? Ich kann mich an ein Foto erinnern, ich glaub von Anfang der siebziger. Da hatte meine Mutter genau so..."
- "Ich hab ja gesagt, dass er Dir nicht gefallen wird!"
- "Ach Schatz, es geht doch gar nicht darum, ob er mir gefällt. DU musst ihn ja tragen!"
- "Och nö, jetzt will ich auch nicht mehr. Ausserdem hab ich ja einen schönen Mantel. Lass uns noch einen Cappuchino trinken."


Treffer, versenkt.

Anfragen zur weiteren Dialoggestaltung in partnerschaftlichen Angelegenheiten bitte direkt per Mail an mich.

- The Beatles -

Donnerstag, November 02, 2006

Time to say goodbye

Ach, nun komm schon. Und schau mich bitte nicht so an.
Du hast gewusst, dass es irgendwann vorbei sein würde.
Wir hatten eine gute Zeit und sie war viel länger, als alle zu Anfang noch gedacht hatten.
Manche hatten uns beiden gerade mal zwei Tage gegeben.
Wir haben sie alle Lügen gestraft.
Fast acht Monate hast Du mit mir unter einem Dach gelebt.
Aber jetzt geht es einfach nicht mehr.
Es gibt da nämlich jemand anderen.
Und jetzt hör auf, mich mit diesen großen Augen anzuschauen.
Natürlich mag ich Dich.
Und ich finde Dich süß.
Aber du musst doch auch gemerkt haben, dass Deine Zeit eigentlich schon lange vorbei ist.
Zum Schluß hab ich Dich kaum noch beachtet.
Es gab soviele andere Sachen, die ich Dir vorgezogen habe.
Und dann noch diese Reise.
Du weißt, als ich nach Aachen gefahren bin.
Ja, diese Reise, wo ich Dir vorher sagte, dass da nichts passieren wird.
Dass Du Dir keine Sorgen machen musst.
Da ist es passiert.
Und ich hab gemerkt, dass es Zeit für etwas Neues ist.

Lass uns keinen großen Akt daraus machen.
Heute wollen wir noch einmal Spaß miteinander haben.
Nur wir beide.
Du und ich.
Ich verspreche Dir auch, dass es nicht weh tun wird.
Ich werde schnell sein und es wird vorbei sein, bevor Du etwas hättest spüren können.
Bis gleich dann.
Nur wir zwei.
Komm her.
Es tut nicht weh, du wirst sehen.

Ach ja, und sag ihm


dass er dann morgen dran ist.

- Sarah Brightman & Andrea Bocelli -

Mittwoch, November 01, 2006

I’ll Sleep When I’m Dead

Ein gern gelesener Blogger (na gut, es war der Herr Trainbuk) stellte neulich einmal die Behauptung auf, dass man, wenn man denn länger schliefe, einiges an Gewicht, dummerweise aber auch an Verstand verlöre, wohingegen die Kurzschläfer zwar mopsig, aber hochintelligent seien.
Nun, da ich mich ja zweiterer Gattung zurechne, habe ich natürlich beschlossen, diese These wissenschaftlich zu untermauern.
Mutig wie ich bin, sogar durch Versuche am eigenen Körper.

Nein, keine bewundernden Briefe bitte.
Die Historie wird es mir dereinst danken.

In einer knallhart geplanten und minuziös umgesetzten Versuchsreihe bin ich also in den letzten Tagen bereits gegen elf ins Bett gegangen.
Das bedeutete also gute drei Stunden mehr Schlaf als sonst.
Tja, und was soll ich sagen?
Ich hab 300 Gramm zugenommen und bin aber seitdem überzeugter Fan von Richterin Barbara Salesch.

Scheiß Theorie

- Bon Jovi -