Summer dreamin'
Und mich hinterher gefragt, ob der Focus noch ganz richtig tickt.
Ein "Feelgood-Movie" soll das sein. Mal abgesehen davon, dass wahrscheinlich keiner von den Klappspaten da selber weiss, was sie damit genau meinen - was zum Teufel soll das bedeuten?
Ist der Film das Äquivalent zum Romika-Schuh? Reingehen und sich wohlfühlen?
Im Prinzip ist es einfach nur ein Film über einfache Leute (soziale Unterschicht triffts wohl recht gut) und ihre banalen alltäglichen Probleme.
Kann man sich angucken. Muss man aber nicht.
Ich halte es ja eigentlich mehr mit den Videotheken: Video rein - Alltag raus.
Das gestern war mehr: Ins Kino rein - in den Alltag rein.
Und irgendwie hab ich doch keine so große Lust, mich mit den Alltagsproblemen anderer Leute zu beschäftigen. Wenigstens nicht im Kino. Wozu hab ich denn schließlich eigene Probleme?
Im Kino will ich schlicht gestrickter Mensch eigentlich nur Probleme sehen, die mit einer Handvoll Dynamit oder ein paar gut gezielten Schüssen, meinetwegen auch mit einem Pflock durchs Herz, lösbar sind.
Für alles andere kann ich mir immer noch ARD oder ARTE einschalten - von denen wurde der Film ja auch mitproduziert.
Nichtsdestotrotz - wer auf diese Art Film steht, wird recht gut bedient. Aber ein "Feelgood-Movie" ist trotzdem ein typisches Beispiel für den Mist, den der Focus zu schreiben pflegt.
- Kate Yanai -
