Donnerstag, Mai 31, 2007

Thank You

So. Da simmer widder, wa?
Schon komisch, wie schnell acht Wochen vorbeigehen können.
Die können natürlich auch ganz schön lang sein.
Meine letzten acht Wochen waren das aber definitiv nicht.
Anstrengend waren sie, das schon.
Stressig auch.
Aufreibend bisweilen.
Aber ich hatte daneben unglaublich viel Spaß, hab ausserordentlich nette Leute kennen lernen dürfen und war extremst selten frustriert.
Wären nicht Frau, Kind und Band soweit weg gewesen, hätte ich gerne noch zwei bis drei Monate dran gehängt.
Nunja, geht halt nicht.
Ich ringe jetzt noch mit mir, ob ich noch ein bisschen was davon erzählen soll.
Aber ich glaube, das lass ich bleiben.
Das sind meine ganz eigenen, hoch persönlichen Erinnerungen. Keine Ahnung, ob überhaupt jemand sowas lesen will, aber ganz sicher hab ich die Ahnung, dass es wohl keiner wirklich so nachempfinden kann, wie ich es in den Momenten empfunden hab.

Deswegen sag ich an der Stelle einfach nur mal danke an alle, die dazu beigetragen haben, dass ich so eine gute Zeit hatte.

Ein besonderes Dankeschön an M. und S. für Wohnung, Waschmaschine und menschliche Wärme.
Ohne Euch zwei wäre ich erst gar nicht auf die Idee gekommen, nochmal hinzufliegen.

Danke an alle die, die ich noch kannte. Ihr habt mir das Gefühl gegeben, nur ganz kurz weggewesen zu sein.

Danke an alle, die ich noch nicht kannte und dort kennenlernen durfte. Ohne Euch wäre es nur halb so schön gewesen.

Danke an meine Frau und meine Tochter, die mir das Ganze erst durch ihre Bereitschaft, sieben Wochen lang alleine mit dem ganzen alltäglichen Mist zu kämpfen, ermöglicht haben.

Zwei Danke will ich noch loswerden:
Einen Dank an die Kollegen in Deutschland, dafür, dass ihr, auch wenn ihr nicht begeistert von dem Gedanken ward, acht Wochen lang meine Arbeit mitzuübernehmen, es dann trotzdem getan und mir heute auch nicht zwischen die Augen gespuckt habt.

Und einen Dank an unseren Bassisten dafür, dass durch die notwendige englische Konversation mit ihm mein Englisch so fit geblieben ist, dass ich mich auch in Kasachistan recht problemlos auf internationalem Parkett bewegen konnte.

Danke an Euch alle, ob Ihr das hier nun lest oder auch nicht.

Alanis Morissette

Dienstag, Mai 22, 2007

Devils Haircut


Nu denn.
Der Friseurbesuch war ja irgendwann fällig. Knappe acht Wochen ohne sind eine ziemlich lange Zeit, wenn man schon vorher seit sechs Wochen nicht mehr da war, im festen Vertrauen auf einen guten kasachischen Haarschnitt.

Schon mal gemerkt, wie die Zeit doch die Erinnerung verschleiert?

In memoriam der doch recht gelungenen Haarschnitte (weiß der Henker, warum ich die ebenso zahlreichen misslungenen vergessen habe) begab ich mich also frohen Mutes in die wohlwollenden Hände des schwulen türkischen Friseurs, der auch gleich zärtlich meinen Kopf in das heiße Wasser tunkte.
Woher ich denn käme, verlangte er zu wissen.
"Germania", konnte ich gerade noch unter dem Seifenschaum hervorblubbern.
Ein Fehler möglicherweise.

Vielleicht hab ich es meinem doch arg mangelhaften Russisch, vielleicht aber auch der Frau Merkel ihren doch arg mangelhaften EU-Integrationsbemühungen gegenüber der Türkei zu verdanken, auf jeden Fall aber verstand der Herr darauf hin sämtliche Anweisung falsch.
Aus den abzuschneidenden zwei bis drei Zentimetern wurden zwei stehen gelassene, der nicht auszurasierende Nacken wurde selbstverständlich mit dem Schafscherer bearbeitet und nur durch leises Summen der türkischen Nationalhymne konnte ich dann verhindern, dass meine Ohren mit der frisch aufgezogenen Rasierklinge beigestutzt wurden.
Mit einem geheuchelt freundlichen "gut so?" entließ mich dann der Barbier von Almaty und wartete, die Rasierklinge noch lässig in der linken Hand haltend, auf ein angemessenes Trinkgeld.

Unter den gegebenen Umständen war ich natürlich gerne bereit, reichlich zu geben, konnte mir aber beim Herausgehen nicht verkneifen, auf das fröhlich geträllerte "Beehren Sie uns bald wieder" ein "Ganz sicher nicht!" zu antworten.

Na gut, ich habe jetzt einen Haarschnitt, gegen den GI Joe wie ein langhaariger Zausel aussieht, aber immerhin meinten am nächsten Tag einige Kolleginnen bewundernd, dass das doch sehr männlich aussähe. Das ist ja auch mal was.

Hmm, mal schauen, ob ich dem Spartacus Guide für Berlin die Adressen einiger türkischer Friseure entnehmen kann.

Wäre doch echt mal einen Versuch wert.

- Beck -

Ps.: Jaja, ich weiß ja, das der ganze Text eine gemeine Falle für Suchanfragen aller Art ist (ich freu mich schon auf "schwule türkische Friseure in Berlin"), aber was soll ich machen?
Erlebt ist erlebt.

Sonntag, Mai 20, 2007

I´m alive

Bin noch am Leben, aber von einer unbeschreiblichen Schreiblfäule befallen. Bald aber wieder mehr.

- Celine Dion -

Mittwoch, Mai 02, 2007

Cinderella search

Nach einem Spaziergang durch die Stadt ist mir urplötzlich auch wieder eingefallen, warum ich die Schuhe eigentlich schon in Deutschland hatte wegwerfen wollen:
Meine Ferse ist blutiger als die von Aschenputtels böser Stiefschwester.

Nur um mal so bei den märchenhaften Vergleichen zu bleiben.
Rucke-Di-Guh!

- Marillion -

Dienstag, Mai 01, 2007

Brutal

Die Aussage, Staffel vier von "24" sei schon ein wenig brutal ist in etwa so zutreffend wie die, dass Schneewittchen leichte Differenzen mit ihrer Stiefmutter hatte.
Aber spannend is schon.

- New Order -