Donnerstag, September 27, 2007

So You Win Again

Wenn ein…
…Online-Casino mich als neuen Kunden gewinnen will, glauben seine Marketingstrategen dann wirklich, der richtige Weg hierfür sei es, mich mit Spam eines Absenders „Anwalt“ mit dem Betreff „Mahnung“ zu traktieren?
Oder sollten Sie nicht sinnvollerweise den Verdacht hegen, dass ich in so einem Fall - wie vermutlich hunderttausend anderer Zugespammter - garantiert als Letztes diese Seite tatsächlich anklicke, sondern vielmehr diesen Mailmüll, der von GMX freundlicherweise schon in den Ordner Spamverdacht geschoben wird, gleich in den Orkus befördere?

Eine Maßnahme, mit der ich in letzter Zeit beim Sichten der Post fast nur noch beschäftigt bin.
Ordentliche Mails gibt es praktisch keine mehr, stattdessen werde ich unverdrossen mit Geschreibsel bombardiert, das mir entweder junge nackichte Damen oder die medikamentöse Aufblähung meines primären Geschlechtsorgans anbiedert.
Früher war ja dieser Mist wenigstens noch in nahezu dadaistisch anmutende Textzeilen gekleidet, mittlerweile macht sich aber kein Spambot mehr die Mühe.
Stattdessen nur noch Betreffzeilen wie „tsilaize“, „ativassa“ oder „satubatu“.
Ohne Frage auch von einem gewissen meditativen Wert, wenn man sie häufig genug wiederholt, aber trotzdem ein wenig lieblos.

Eigentlich wäre es sinnvoller, sich dieses ganzen Elektronik-Mists zu entledigen und den zwischenmenschlichen Kontakt wieder via Besuchen, anrufen oder, ganz schlicht, der guten alten Schneckenpost zu pflegen.

Ein verlockender Gedanke, der umso schöner wird, je mehr ich darüber nachdenke.
Ich werde es einfach mal ausprobieren...

- Hot Chocolate -

Dienstag, September 25, 2007

Ebony and Ivory

Ich werde ja nicht müde, unsere Auftritte anzupreisen wie Sauerbier. Zu den beiden am übernächsten Samstag und am 29.12. ist jetzt noch ein weiterer, allerdings privater dazu gekommen.

Das ist schön.

Gar nicht schön ist aber, dass pünktlich zum ersten Auftritt seit 10 Monaten ausgerechnet mein zuletzt gekauftes Keyboard, das zu allem Überfluss auch noch eine zentrale Rolle in meiner Synthi-Burg spielt, gerade den Geist aufgegeben hat.
Klar ist da noch Garantie drauf. Aber der mufflige Musikalienhandlungsmitarbeiter am anderen Ende der Telefonleitung raubte mir schon bei der Gesprächseröffnung jegliche Illusion, dass das Gerät zum Gig wieder zur Verfügung stehen könnte.
So was deprimiert mich.
Das Wetter tut dann noch sein Übriges.
Jetzt fällt mir nicht mal mehr ein schöner Abschluss für den Post ein, so deprimiert bin ich.

Ich bitte daher - soweit die Zeit es zulässt - um engagiertes Daumendrücken, dass vielleicht doch noch ein Wunder geschehen und das Teil zum 06.10. repariert sein möge und dann auch noch rechtzeitig in Berlin landet.

Danke

- Stevie Wonder -

Montag, September 24, 2007

Live And Let Die

Dieses Wochenende war zunächst einmal emsige Vergänglichkeit angesagt.
Den großen Marcel Marceau möchte ich daher mit einem tieftraurigen ..... ..... ..... ..... ..... ..... ..... ..... ..... ..... verabschieden; Jürgen Roland sei ein aufrichtiges "Der Butler wars!" hinterher gerufen.

Was gab es sonst noch?

Angela, die wieder einmal in ihrem schlecht sitzenden Sakko aussah wie ein Schluck Wasser in der Kurve, hat den Dalai Lama entgegen der Proteste der chinesischen Besatzungsmacht empfangen; die Wirtschaft (Lieblingsmotto: "Erst kommt das Fressen, dann lange Zeit nix und dann keine Moral") jammerte ob ihrer möglicherweise eintretenden Pfründeverluste.
Von meiner Seite trotzdem ein Glückwunsch an die Frau Merkel; ob aber das grinsende Hessenschweinchen immer im Hintergrund hätte zu sehen sein müssen, wage ich an dieser Stelle einmal zu bezweifeln.

Nachdem ich gestern zum ersten Mal seit langem eine Talkshow wieder durchgehalten habe, muss ich Frau Will doch ein Kompliment ausstellen, da sie souverän und neutral durch die Zeit führte (anders als die unsägliche Frau C., die immer massiv betroffen schauen konnte).
Schäuble hätte ich allerdings ständig was auf die Backen geben können, wenn sein Ohrfeigengesicht wieder einmal von einem überheblich süffisanten Grinsen ob der Argumente seiner Gegenstreiter überzogen wurde. Das hätte kein Problem gelöst, mir aber eine gewisse Befriedigung verschafft.
Frau Roth wurde leider viel zu schnell viel zu emotional, das ließ ihre bisweilen guten Argumente teilweise doch etwas schwächlich dastehen.
Dass Herr Primor die Welt im dritten Weltkrieg befindlich sieht, verwunderte mich ob seiner generellen Einstellung nicht, dass aber die Äusserung, nach dem - zugegebenermaßen falschen - Abschuss einer libyschen Passagiermaschine habe es nie mehr Flugzeuge gegeben, die sich den Aufforderungen der israelischen Luftwaffe widersetzten, nicht zu massiven Protestkundgebungen im Publikum führte, überraschte mich allerdings schon ein wenig.
Nach dieser Logik empfiehlt es sich nämlich, präventiv einfach einmal ein paar potentielle Terroristen (wobei sich die Zielgruppe einfach durch Volkszugehörigkeit definiert) zu erschießen, der Rest wird sich dann schon nicht mehr trauen, noch was zu unternehmen.
Immerhin musste auch er am Schluß zugeben, dass man dem Terrorismus auf diese Weise wohl nicht beikommen könne, sondern dass es nur helfe, der Bevölkerung, die sich benachteiligt sieht und im Terrorismus eine Art Revanche für das ihr angetane Unrecht erkennt, zu helfen und ihre Lebensumstände zu verbessern.
Wäre schön, wenn sich diese Erkenntnis einmal durchsetzen würde.
Zum Schluß mein Lob an Herrn Baum. Kompetent, sachlich und rechtssicher war er, auch bereit, die seinerzeit gemachten Fehler als solche einzugestehen.
Wenn die FDP mit Vertretern dieser Art aufläuft und dazu noch den unsäglichen Westerwelle über Bord kippt, könnte man doch glatt wieder einmal über die Wählbarkeit dieser Partei nachdenken.

Soviel zu den ernsteren Themen der Woche, ab jetzt wird es wieder freundlicher.
Hoffentlich.

- Paul McCartney -

Sonntag, September 23, 2007

Role Model

Also, raus mit der Sprache! Wer von Euch hat den Biestern gesteckt, dass in unserem Haus ein sehr angenehmes Leben zu führen ist? Oder wie kann man es sonst erklären, dass seit Freitag vier Tierchen in unserem Haus waren, die allesamt als Tarantula sein großer Bruder durchgegangen wären?
Meine Frau weigert sich seit gestern, vom Klavier zu steigen, meine Tochter hat sich im Hochbett verschanzt, die Erbsenpistole im Anschlag und die Katzen stellen sich tot.
Das ist natürlich nicht wirklich schön.
Eigentlich wollte ich aber nur berichten, dass ich mich jetzt wieder in die Welt der der Online-Rollenspiele begebe. Gestern hab ich mir "Sword of the New World" heruntergeladen, das ja angeblich völlig kostenfrei sein soll. Mal schauen. Zumindest bin ich dankbar für meine Flatrate, denn erstmal mussten 3,6 GB auf den Rechner geschaufelt werden. Das hat selbst mit DSL knapp vier Stunden gedauert.
Was für mich im Gegenzug bedeutet, dass das Herunterladen von Filmen noch ganz sicher keine Alternative zum Kauf oder wenigstens dem Gang in die Videothek darstellt.
Aber zurück zum Thema. Sobald ich mein fünftes DVD-Regal mit dem hübschen Namen "Nele" (aus dem dänischen Bettenlager) zusammengebrezelt und eingeräumt habe, werde ich mich dann mal in die Onlinewelten stürzen (und ja, nachdem ich die Holzspäne weggesaugt habe, Schatz!) und schauen, ob Umsonst wirklich schlecht sein muss. Sollte sich einer von Euch da auch rumtreiben, so halte er Ausschau nach einem Spieler namens "Gutgolf".
That's me.

- Eminem -

Ps: Die zwei und Spinnen bekämpfen? Im Leben nicht!

Mittwoch, September 19, 2007

The Web

Bevor ich zur Probe fahre (nicht vergessen: Braincap am 06.10.2007 im JWD, Berlin!!!) hier noch ein paar Fotos speziell für die Frau Fell.
Und glaubt mir - wenn man davor steht, sind sie mindestens doppelt so groß.

Das mit dem Lineal hat mich schon ein wenig Überwindung gekostet.

Übrigens gibt das immer ein ziemlich dumpfes Geräusch, wenn man das Tier damit anstupst. Ich darf nur nicht meiner Tochter verraten, dass ich dafür ihr schönes Diddl-Lineal genommen hab.

- Marillion -

Dienstag, September 18, 2007

Killing with kindness

Schäuble! Jung!
Olle Terroristenbekämpfer!
Habt ihr doch mal wieder ein paar Briketts nachgelegt auf das Bedrohungsszenariofeuerchen!
Da soll doch keiner sagen, Politiker tun nix ausser dumm in der Gegend herumzurollen oder debil grinsend unseren Vaterlandsverteidigern an der Heimatfront in, sagen wir mal, Afghanistan, aufmunternde Worte ins Poesiealbum zu schreiben.
Nein, nein - ihr sprudelt ja förmlich vor Ideen! Würdet ihr die in Fässer tropfen, hättet ihr sie bestimmt schon längst zum Überlaufen gebracht.

Und trotzdem stimmt ihr zwei mich ja ein wenig nachdenklich. Ich mein, der finale Präventivrettungsschuß zum Beispiel - jemineh.
Oder der Abschuß entführter Flugzeuge durch Luftwaffenflieger - nenene.
Unter uns Grundgesetzverweigerern - das sind doch bloß Kinkerlitzchen!
Wenn wollt ihr denn mit so etwas beeindrucken oder gar einschüchtern?

Denkt doch mal in einem etwas größeren Maßstab!

Wie wäre es denn damit: Jeder nicht integrierunswillige Mitbürger mit Migrationshintergrund wird standrechtlich erschossen. Das wären auf einen Schlag gut 500000 potentielle Terroristen (Frauen und Kinder mitgerechnet) weniger. Na, klingt das nicht verlockend?
Oder der: Wer nicht wenigstens bis in zweite Generation einen Anteil christlicher Vorfahren von mindestens 75 Prozent aufweisen kann, muss künftig einen roten Halbmond am Revers aufgenäht tragen. Um ganz sicher zu gehen, könnten sie ja vielleicht noch dazu verpflichtet werden, als zweiten Vornamen Muhammad oder Ayse in ihre Geburtsurkunden eintragen zu lassen. Dazu könnte man ja eine Art Geheimpolizei ins Leben rufen, die diese Subjekte überwacht und bei Bedarf deportiert. Wohin, das müsste man noch ausarbeiten.
Na, wär das nix?

Was? Na klar weiß ich, dass es so was schon mal gab. Aber ich hab das ungute Gefühl, dass ihr das weniger als schwärzesten Punkt der deutschen Vergangenheit sondern mehr als gute alte Zeit seht. Und wenn ihr dann noch den Arbeitsminister überzeugen könnt, dass ein paar zusätzliche neue Straßen oder gar Autobahnen Deutschland nicht schaden könnten, Eva Hermann zur neuen Familienministerin und Kardinal Meißner zum Staatsminister für Kultur ernennt, dann habt ihr euer Ziel doch praktisch schon erreicht, oder?

Da bleibt mir nur noch die aus tiefster Seele ausgesprochene Hoffnung, dass ihr für den ganzen Dreck, den ihr zur Zeit produziert, bei der nächsten Wahl so dermaßen abgewatscht werdet, dass ihr euer Lebtag lang keinen Fuß (respektive Rad) mehr auf den Boden bekommt. Ich werde jedenfalls mein Möglichstes dazu beitragen.

Unherzlichst

Euer Falcon

- Tears for fears -

Montag, September 17, 2007

Cars

Heute morgen, beim Verlassen der U-Bahn, stach mir eine hübsche Aktion der Lokalausgabe der Bild ins Auge. Die listet nämlich in der aktuellen Ausgabe auf, welche Wagen es in Berlin gibt; namentlich, welche Rolls Royce.
Das ist wirklich eine schöne Idee. Ich hoffe natürlich, dass es nicht nur eine Auflistung der vorhandenen Autos ist, sondern möglichst auch mitgeteilt wird, wo die regelmäßig geparkt werden und ob diese Parkplätze in irgendeiner Form überwacht werden. Dann wäre dieses Geschmiere wenigstens eine hilfreiche Sache für die Gestalten, die zur Zeit nächtens durch Berlin schleichen, um die Pneus so genannter Luxuskarossen ihrer Luft zu entledigen.
Ist doch auch viel praktischer, wenn man nicht selber auf die Suche gehen muss.

Oder ist das Ganze vielleicht nur wieder eine Aktion des Blattes, das sich als Stimme des kleinen Mannes versteht? So nach dem Motto „Guckt mal, was diese Bonzenschweine sich leisten, während du mit deinem Fiat“ (man setze hier wahlweise Ford, Mazda, VW o.ä. ein)“ herumkutschieren musst!“

Falls dem so wäre, möchte ich doch gerne einmal Dieter Nuhr („Wenn man nichts zu sagen hat: Einfach mal Fresse halten!“) anführen, dessen Programm zu schauen ich letzten Freitag das Vergnügen hatte. Der verwies dort nämlich auf eine Studie, nach der es primatentypisches Verhalten sei, nie zufrieden zu sein, wenn der Nachbar etwas hat, was besser ist als das, was man selber besitzt. Seien es nun Kapuzineräffchen, die sich um Gurken und Äpfel balgen oder Menschen, die mit ihrem Golf nicht zufrieden sind, weil der Nachbar ja einen BMW fährt.

Muss aber denn, nur weil dieser Sozialneid offenbar in der Natur des Menschen liegt, so etwas auch noch angestachelt werden? Und wenn dreitausend Rolls durch Berlin fahren würden - so what? Zumal ein nicht unerheblicher Teil der Rolls-Besitzer vermutlich ja auch eine gewisse Leistung erbracht hat, um die Kohle für das Auto zu verdienen. Und wenn nicht die, dann vielleicht einer ihrer Vorfahren. Dieter Nuhr verdient ja vermutlich auch an einem Abend mehr als ich im Jahr.
Muss ich deswegen neidisch sein? Nö, denn er leistet ja auch etwas dafür und verschaffte mir und den dreitausend anderen Besuchern einen unterhaltsamen Abend.

Warum also so eine Veröffentlichung? Die Leserklientel (darf man da überhaupt von lesen sprechen?) wird sich so ein Auto eh nie kaufen können. Vielleicht wird sie sich über den Neid damit hinwegtrösten, dass sie sich damit beruhigt, dass Rolls-/Porsche-/Ferrarifahrer damit mutmaßlich von ihrem zu klein geratenen Gemächt ablenken wollen (Auch eine Form praktizierten Sozialneids - „Meiner ist aber länger als Deiner!“).
Also wie üblich das Papier nicht wert, auf dem es steht. Und eigentlich auch die Aufregung nicht wert. Mich ärgert so was aber trotzdem mächtig.

Und meine einzige Hoffnung ist, dass vielleicht einmal der Tag kommt, an dem die Luft nicht nur aus den Reifen der Nobelkarren sondern vielleicht auch mal aus den Druckerpressen, die so einen Schund herstellen (von den Hirnen derjenigen, die sich das ausdenken, will ich mal lieber nicht reden. Das könnte missverstanden werden) gelassen wird.

- Gary Numan -

Sonntag, September 16, 2007

You can get it if you really want

...but you must buy,

buy and buy,

buy and buy

you succeed at last.

Ich muss gestehen, dass ich ein recht ambivalentes Verhältnis zu Ebay pflege.

Ach, was solls.
Mal schauen, ob ich 'ne XBox kriege.

- Jimmy Cliff -

Ps: Und ja, ich weiß, dass der Originaltext anders geht.

Mittwoch, September 12, 2007

Can I play with madness

„CHAOS ! WAHNSINN ! VERDERBEN !“

Er blickte sein Getreuen an, die sich ohne Furcht im Blick und erhobenen Hauptes um ihn geschart hatten.

„Sie haben ihr Kommen schon angekündigt! Wappnet Euch, meine Getreuen, DENN HEUTE NACHT WERDEN WIR IN DER HÖLLE SPEISEN !

Mit diesen Worten entließ er sie zu den Toren, vor denen sich schon die hundertfache Übermacht versammelt hatte, blanke Gier im Blick. Todesmutig rissen sie die Tore auf und standen Aug’ in Aug’ mit den Massen, die nur auf diesen Moment gewartet hatten.
Tapfer kämpften sie, doch sie standen auf verlorenem Posten.
Wände brachen wie Glas, das Blut rann in Strömen zu Boden.
Schließlich, um zwei Uhr in der Frühe mussten sie sich eingestehen, dass die Schlacht endgültig verloren war.
Noch bevor der erste Hahn seinen Schrei tat, war alles vorbei und dunkles Schweigen legte sich über das Schlachtfeld.

Was? Spartaner?

Nene, das war nur eine kurze Zusammenfassung dessen, was sich heute Nacht bei der Eröffnung des (laut Eigenwerbung) „saugrößten Mediamarktes der Welt“ abspielte.
Der hatte nämlich heute schon um Mitternacht in einem neu gebauten Einkaufscenter eröffnet und ca. 5000 schnäppchengeile Gestalten stürmten darauf hin mit einer dermaßenen Wucht in die drei Elektrofachetagen, dass nicht nur Scheiben zerbrachen, sondern auch etliche Kunden und Sicherheitsdienstmitarbeiter verletzt wurden (klick)?
Um zwei Uhr gab man dann klein bei und schloß den Laden wieder bis heute Morgen um acht - da wurde dann auch das restliche Einkaufszentrum komplett eröffnet.

Da fragt man sich schon, ob die Leute, die sich da offensichtlich unter Hintanstellung jeglicher Zurückhaltung mitten in der Nacht in irgendwelche Läden stürzen, nicht vielleicht ganz gewaltig einen an der Klatsche haben.
Ich mein, wir reden hier von Elektroartikeln. Nichts, was es nicht schon vorher gab, nichts, was bislang vielleicht streng rationiert war und nichts, was überlebenswichtig war. Sehr gute Angebote, zugegeben, aber riskiert man dafür Knochenbrüche oder Ähnliches?

Ist das jetzt ein typisch Berliner Verhalten (nicht umsonst informieren die lokalen Radiosender ja auch regelmäßig, wo man am Besten etwas bei IFA, gründer Woche oder internationaler Tourismusbörse abgreifen kann) oder sind die Leute anderswo auch so bekloppt?

Ich hoffe nicht, aber ich fürchte doch. Irgendwelche Erfahrungen vorhanden?

- Iron Maiden -

Dienstag, September 11, 2007

Too Old To Rock 'N' Roll Too Young To Die

Na also. Der Weg zu Ruhm und Reichtum ist wieder ein gerüttelt Maß kürzer geworden.
In diesem Jahr werden wir noch wenigstens dreimal unsere musikalischen Künste vor (hoffentlich begeistertem) Publikum darbieten; wen es interessiert, wann und wo die beiden öffentlichen Termine sind, der möge doch einfach hier klicken.
Da gibt es auch unsere aktuellen Stücke, die, wie ich finde, recht ordentlich klingen.

Aber diese ganze „Ruhm+Reichtum“-Geschichte bringt mich natürlich zu einer zentralen Frage, um die sich meine Gedanken in letzter Zeit drehen: Wenn ich berühmt werde, muss ich dann bald sterben?
Immerhin geisterte ja jüngst ein Artikel durch die Presse, der besagte, dass Rockstars im Schnitt gerade mal 42 Jahre alt werden. Da hätte ich ja nur noch knapp vier Jahre, bevor ich abtreten muss - worausgesetzt, ich werde noch schnell Amerikaner. Als Europäer (und Rockstar) wäre ich jetzt schon drei Jahre tot.
Der einzige Gedanke, der mich da noch aufrecht erhält, ist der, dass der Keyboarder selbstverständlich nie ein Rockstar ist.
Jetzt mal ehrlich, kennt jemand einen Keyboarder, Pianisten o.ä., der ruhigen Gewissens als Rockstar bezeichnet werden könnte?
Billy Joel, Elton John, Bruce Hornsby und wie sie alle heißen - sicherlich brillante Musiker, aber Rockstars? Im Leben nicht.
Hast Du ein Brett mit sechs Saiten vor den Bauch geschnallt, dann bist Du ein Rockstar.
Hast Du Holz und Elefantenzähne vor Dir liegen, bist Du bestenfalls ein Star, aber ganz sicher ohne Rock.
Da kannst Du auch nicht rumtricksen. Als Beispiel fällt mir gerade Joshua Kadison ein: 'Ne Matte wie Eddie van Halens kleiner Bruder, aber sobald das Klaviergeplänkel zu „Jessie“ losgeht, hat er verloren. Von „Picture Postcards from L.A.“ möchte ich hier mal gar nicht anfangen.
Machen wir uns also nichts vor - Tasteninstrumente sind unsexy.
Das erkannte schon ganz richtig auch jener Herr, der sich bei uns einmal als Basser vorstellte und erklärte, er habe eigentlich immer Klavier gespielt, sei aber dann auf den Bass umgeschwenkt, weil der deutlich sexier sei.
Dass wir ihn mit seinem Vornamen Ewgeni (auch wenn er sich als Eugene vorstellte) trotzdem im Halbdunkel der Bühne versteckt hätten, hätte ihm eigentlich klar sein sollen.
Rockmusiker, die Eugen heißen, gehen einfach nicht, nicht mal, wenn sie die Stromgitarre zupfen wie ein junger Gott.

Zurück zum Herrn der Tasten. Die Groupies bleiben beim Sänger und bei den Saitenzupfern hängen - eine Erkenntnis, die mir dummerweise erst dann kam, als es schon zu spät war, das Instrument zu wechseln.

Andererseits hat das Dasein in der zweiten Reihe auch seine Vorteile. Ich erinnere mich da an ein Jethro-Tull-Konzert, in dem der Frontmann ungeachtet seines schon etwas fortgeschrittenen Lebensalters immer noch einbeinig und in die Querflöte pustend über die Bühne wirbeln musste, alldieweil es sich der Keyboarder am rechten Bühnenrand bequem gemacht und sein komplettes Line-Up in einem Bartresen komplett mit Zapfanlage (die, wenn man vom durchschnittlichen Keyboarder ausgeht, auch zu 100% funktionstüchtig war) untergebracht hatte.

Wer will da schon noch von irgendwelchen Damen gescheucht werden, wenn man es so angenehm haben kann?

Ich glaube, unter diesen Umständen werde ich dann auf dem Platz im Rampenlicht gerne verzichten, wenn ich dafür die Möglichkeit hab, auch in fortgeschrittenem Alter noch ein gepflegtes Bierchen zu mir zu nehmen und dafür auch noch Geld zu bekommen.
Jetzt muss ich nur noch den Schreiner von Jethro Tull finden - sollte also irgendwer zufällig dessen Adresse besitzen, wäre ich für eine freundliche Überlassung doch in höchstem Maße dankbar.

- Jethro Tull -

Sonntag, September 09, 2007

Perfect Day

Manchmal hat man ja das Gefühl, dass ein bestimmter Moment einfach perfekt ist. Wenn man Glück hat, kann man sowas hin und wieder auch einmal von einem Tag behaupten.
Und stell mich jetzt einfach mal hin und erkläre: Ich hatte eine perfekte Woche.
Ich hatte weder Urlaub, noch hab ich den Jackpot geknackt - es war für mich einfach eine in jeder Hinsicht tolle Woche.

So das war es auch schon.
Ich wollte es nur mal gesagt haben, bevor mich der Alltag wieder in die Finger bekommt.

- Lou Reed -

Freitag, September 07, 2007

You've Got The Heart Of A Star


Na und? Solang ist ja nun wirklich nicht mehr bis Weihnachten.

- Oasis -

Dienstag, September 04, 2007

Time is cash, time is money

Schneeheflöckchen, Weißröckchen - na gut, stimmt noch nicht so ganz, aber viel fehlt ja nun nicht mehr. Es ist kalt, so kalt, dass der Atem schon kondensiert und es regnet in Strömen.
Vielleicht noch nicht ganz Winter, abere zumindest schon Herbst.
Zeit für Tee mit Honig und Lebkuchen. Übrigens, hat schon jemand welche gesehen? Allzu lange dürfte es in jedem Fall nicht mehr dauern.

Und Zeit für verspielte Abende am heimischen PC. Stellt sich nur die Frage, was spielen?
Interessant ist zwar so einiges, aber wenn ich auf die durchschnittliche Spielzeit schaue, reicht das ja in letzter Zeit immer öfter gerade mal für einen verregneten Sonntagnachmittag.
45 Euro für 10 Stunden Spiel ist mir dann doch etwas happig, da warte ich lieber darauf, dass die Titel in drei Monaten für die Hälfte des momentanen Preises zu haben sind.
Dann komm ich mit meinem Spielebudget wenigstens über den Winter und nicht nur bis zum nächsten Wochenende.

- BAP -

Sonntag, September 02, 2007

Scissors


HARRHARR !
ERZITTERE, WELT !
DENN SEIT HEUTE BIN ICH IM BESITZ EINER ELEKTRISCHEN HECKENSCHERE !


Na gut, ich geb ja zu, dass eine Kettensäge mit Verbrennungsmotor etwas beeindruckender ist als eine Heckenschere mit Netzkabel, aber meine Frau verweigerte mir den Kauf ersterer mit der Begründung, dass in unserem Garten ohnehin nur zwei Bäume stünden, von denen ich den Kirschbaum nicht anzurühren habe und die Trauerweide auch mit der Heckenschere fällen könne.

Spielverderberin, menno !

Mein Argument, dass man mit einer Heckenschere mit 16 Millimetern Schnittbreite wohl kaum einer anrückenden Zombieplage Herr werden könne, ließ sie dann auch nicht gelten und führte meine dahingehenden Befürchtungen auf den übermäßigen Konsum entsprechender Genrefilm zurück.
Na, dann soll sie sich aber auch nicht beschweren, wenn dereinst Horden blutrünstiger Monster anrücken und ich nichts machen kann, weil das Verlängerungskabel nicht ausreicht.

Ich geb aber zu, dass ich die Schere ja eigentlich nur gekauft habe, weil ich gestern in einer Meldung gehört habe, dass das Innenministerium jetzt auch wieder unter 21-jährigen erlauben will, großkalibrige Waffen zu kaufen und die dann auch zuhause unterm Kopfkissen fein zu verwahren. Findet wohl alles unter der Überschrift "Harmonisierung des europäischen Rechts" statt. Das ist aber auch eine gute Idee! Wo kämen wir denn auch hin, wenn jedes Land in Europa seine eigenen Vorschriften machen würde.

Nene, ist schon besser, wenn da alle das Gleiche machen. Gerade bei so elementar wichtigen Dingen wie dem Besitz schwerer Wummen. Muss man ja Verständnis für haben.
Und ich bin Dank meiner Schere, die ab jetzt immer einsatzbereit neben meinem Bett steht, zumindest nicht ganz wehrlos, falls irgend ein Irrer dank seines jetzt wieder legal zu hortenden Waffenfundus meint, diesen doch auch mal sinnvoll einsetzen zu müssen.

- Slipknot -