Montag, Oktober 29, 2007

Problems

Pah!
Ich werde überhaupt nicht ernstgenommen, wenn ich über die Probleme schreibe, die mich zur Zeit umtreiben.
Also gut, dann halt jetzt ein Beitrag zum Thema gravierende Probleme:

- Bahnstreiks
- Eva Hermann
- Klimakatastrophen

Besser so?
Fein!

- Sex Pistols -

Be Natural

Heute bin ich vor eine schwere Entscheidung gestellt:
Gehe ich ins Kino und schaue mir die Neuauflage von Halloween an (die laut zahlreichen Kritiken die beste Neuauflagen eines klassischen Horrorstreifens seit langem ist) oder bleib ich zuhause und seh mir "Supernatural" an (das nach meiner unmaßgeblichen Meinung die beste Horrorserie im Fernsehen ist. Selbst Buffy kommt da nicht mit. Ähem, Hüstel...)?
Halloween gucken und Supernatural bei Amazon kaufen ist ja aufgrund eines Preises von 89 Euro bei Amazon schlicht indiskutabel.
Supernatural gucken und Halloween auf DVD kaufen ginge zwar, würde aber bedeuten, dass ich Halloween zu Ostern schaue.
Auch nicht wirklich eine Lösung.
Man sieht also, mit welchen schwerwiegenden Problemen ich mich zur Zeit herumschlagen muss.
Ich habs wirklich nicht leicht.
Gut nur, dass mich zumindest ansonsten keine Sorgen plagen.

- Manic Street Preachers -

Mittwoch, Oktober 24, 2007

I'm Just Wild About Harry

Da hab ich ja mal wieder Mist gebaut.
Aber von Anfang an:
Ich gestehe ja, dass ich die Harry-Potter-Bände nicht ungern gelesen habe.
Und Samstag erscheint der letzte aus der Reihe.
Den werde ich natürlich auch kaufen.
Soweit noch nachvollziehbar, oder?

Dummerweise hat Amazon in diesem Zusammenhang eine Aktion gestartet, bei der jeder, der diesen Band nicht bis 10.30 am Samstag erhalten hat, das Buch umsonst bekommt.
Nett, nicht?
Und blöd, wie ich bin, habe ich natürlich beschlossen, da auch zu bestellen.
Zehn Uhr dreißig ist ja ganz ok, habe ich mir gesagt. Eine nette Sache ist das, habe ich mir gesagt. Und sollte es später werden, gibt es das Buch auch noch umsonst, hab ich mir gesagt.
Dummerweise habe ich natürlich mein mangelhaftes Verständnis von Zahlen, Zeiten und der deutschen Sprache völlig beiseite geschoben.
„Bis“ bedeutet nämlich etwas völlig Anderes als „um“.
„Dir ist schon klar, dass die auch um sechs Uhr morgens klingeln könnten?“ fragte mich meine Frau. „Also ich steh da nicht auf, das darfst du schön selber machen“, fügte sie demonstrativ hinzu.
Eine Stornierung der Bestellung ist natürlich nicht mehr möglich - wäre ja auch zu schön gewesen.

Ich bin ein Depp. Aber das hatte ich ja schon mal festgestellt. Jetzt kann ich nur noch darauf hoffen, dass der nette Herr vom Bücherkurierdienst das hier liest und ein Einsehen mit mir hat.
Neun Uhr ginge ja auch noch.

So, wer jetzt will, kann mich ob meiner Dummheit verspotten.
Viel lieber sind mir natürlich die, die mir jetzt Mut zusprechen und die Daumen drücken, damit mein waches Wochenende nicht schon mitten in der Nacht beginnt.

Ich zähle auf Euch!

- Judy Garland -

Nachtrag: Acht Uhr Fünfzehn.
Man hätte es wesentlich schlimmer treffen können.
Putzig fand ich übrigens bei meiner Fahrt durchs nächtliche Berlin all die Menschen unterschiedlichen Geschlechts und Alters, die sich vor und in den Buchläden drängelten und sich hernach voller Stolz mit ihrer Jagdbeute fotografieren ließen.
Wahrscheinlich wissen die jetzt auch alle schon, wie es ausgeht.
Ich werde nun erst noch einmal in Ruhe Band sechs lesen, um den Anschluss wieder zu finden.

Montag, Oktober 22, 2007

I'll Find My Way Home

„In 200 Metern bitte links abbiegen.“
.
.
„Bitte links abbiegen.“
.
.
„Neuberechnung im Gang. Bitte nach 300 Metern wenden, dann rechts abbiegen.“
.
.
„Neuberechnung im Gang. Bitte fahren Sie Eins Komma Sechs Kilometer, dann links abbiegen.“
.
.
„Bitte links abbiegen.“
.
.
„Neuberechnung im - also ehrlich, was soll das denn?“

„Häh? Wer?“

„Na wer wohl? Wie viele Typen sitzen denn hier im Auto und erzählen Dir, wo Du lang fahren musst, weil Du zu faul bist, selber auf der Karte nachzuschauen?“

„Was? Du kannst mit mir reden? Aber Du bist mein Navi!“

„Ja was denkst Du denn? Hast Du mal nachgeschaut, was für ein Prozessor in mir steckt? Denkst Du wirklich, ich bin mit Kartenlesen ausgelastet?“

„Ja, aber deswegen hab ich Dich doch gekauft!“

„Und denkst Du, für die paar Kröten, die Du hingelegt hast, kannst Du jetzt mit mir machen, was Du willst? Glaubst, das ist so spannend für mich, Dir die besten Strecken rauszusuchen und Du verpennst dann die Abfahrt? Und ich kann dann wieder auf die blöde Karte gucken und neu rumrechnen.
MEINST DU ETWA,SOWAS MACHT MIR SPASS?
GLAUBST DU, SO HÄTTE ICH MIR MEIN LEBEN VORGESTELLT?“

„Ähem, Leben? Du bist ein handlicher kleiner Computer! Wenn ich Dich nicht regelmäßig an das Stromnetz anschließe, ist Dein Leben nach 5 Stunden vorbei!“

„Du bist so gemein! Hat Dir Deine Mutter nie beigebracht, dass man nicht auf den Schwächen anderer herumreiten soll?“

„Anderer Menschen, ja. Von Navigationsgeräten war nie die Rede. Außerdem kenne ich mich hier in der Gegend wieder aus. Du brauchst mir nicht zu sagen, wo ich lang muss.“

„Das hab ich ja gern! Solange Du hilflos durch die Gegend kurvst, bin ich gut genug für Dich. Und sobald Du Boden unter den Füßen spürst, ignorierst Du mich. Jaja, das Navi hat seine Schuldigkeit getan, das Navi kann gehen. Kennt man ja. Immer dasselbe! Aber wehe, es geht in unbekannte Gegenden. Da kommst Du dann wieder an: ’Wie finde ich hierhin? Wie komme ich dahin?’
Jedes Mal! Jedes M..“

Damit wir uns nicht falsch verstehen - ich mag mein Navi wirklich. Aber für den Ausschalter bin ich manchmal doch sehr dankbar.
Und beim nächsten Mal werde ich wohl doch wieder meine Frau bitten, mit mir mitzufahren und den Weg zu zeigen.

- Jon & Vangelis -

Donnerstag, Oktober 18, 2007

Travelling Man

Ich geb es ja zu.
Ein Grund für die Entscheidung, meinen Job auszuüben (neben der Tatsache, dass ich ungern mit einem billigen Plastikkeyboard vor mir durch das Absingen von Andy-Borg-Schnulzen in U-Bahn-Zugängen meinen Lebensunterhalt bestreiten wollte)

Äh, wo war ich stehen geblieben?
Ah ja, da.
Also ein Grund für die Entscheidung, diesen meinen Job auszuüben, war die mir im Vorfeld kundgetane Möglichkeit durch die Welt zu reisen und das eine oder andere zu sehen, dass ich normalerweise weder hätte sehen wollen noch sehen können.

Und jetzt ist es mal wieder soweit, es stehen drei Dienstreisen an.
Kollege eins fährt für eine Woche nach New York.
Kollege zwei fährt für eine Woche nach Singapur.
Und Kollege drei fährt für drei Tage nach Bonn. Über den Feiertag.
Möglicherweise, wenn nicht auch noch, wie üblich, der blöde Kollege vier quer schießt.

Und jetzt darf geraten werden, wer denn dieser ominöse Kollege drei ist, der die beste Reise von allen erwischt hat.
Ihr habt drei Versuche.

- Simple Minds -

Ps.: Die ersten beiden Versuche zählen nicht.

Dienstag, Oktober 16, 2007

Robbery, Assault And Battery

(c)thiecom
Ich gestehe hiermit und an dieser Stelle, dass ich bisweilen gewisse egomanische Züge aufweise und nach mir selber google.
Wer das kennt, aber noch nie gemacht hat, darf jetzt gerne den ersten Speicherbaustein auf mich werfen. Wer es nicht kennt, hat meinen ganzen Segen, im Tal der süßen Ahnungslosigkeit zu verbleiben. Und wer es kennt und selber macht, weiß, wovon ich spreche.
Natürlich google ich nicht nach meinem echten Namen - selbst in Anführungszeichen käme ich da auf knapp 3300 Einträge. Ist halt ein ziemlicher Allerweltsname.
Ich google vielmehr nach meinem Blog, in der Hoffnung, durch unzählige Querverweise die eigene Wichtigkeit bestärkt zu sehen.
Funktioniert allerdings mangels Querverweisen in der Regel auch nicht.
Dabei bin ich aber gestern auf etwas Interessantes gestoßen, nämlich auf das.
Kam mir irgendwie seltsam bekannt vor.
Nach kurzem Überlegen wusste ich auch woher: Nämlich daher.
Leicht paraphrasiert, zugegeben, nichtsdestotrotz geklaut.
Jetzt weiß ich ja nicht, ob ich beleidigt sein soll ob des dreisten Klauens und als Eigenenwerksausgebens oder ob ich stolz sein soll, weil der Text (unter Einbeziehung eines Kommentars des Klapsenschaffners) sogar auf einer Plattform für mäßige Gedichte veröffentlicht wird.

Ich glaub, ich tu einfach beides: Nach Aussen hin bin ich schwer beleidigt, aber innerlich fühl ich mich geschmeichelt.
Oder umgekehrt, je nach Tagesstimmung.

- Genesis -

Freitag, Oktober 12, 2007

Pieces Of Eight

Herbstzeit ist Stöckchenzeit.
Und während ich hier sitze und darüber nachgrübele, wo ich in Berlin Esskastanien auftreiben kann, kommt auch schon eines geflogen, das die Frau Floh in meine Richtung schmoß.
Stelle ich also die Grübelei ein wenig zurück und schau mal nach, was da so zu tun ist.
Also:
Jeder beschreibt acht Dinge von sich. Wer das Stöckchen zugeworfen kriegt, schreibt das alles in sein Blog rein, mitsamt den Regeln. Nun überlegt man sich, an welche acht Personen/Blogs man das Stöckchen weiterreicht. Schlussendlich schreibt man bei den Betreffenden einen entsprechenden Kommentar in das Blog.

Acht Dinge? Hmhm. Soso. Na dann wollen wir mal.

1. Ich habe eine Ehefrau.
2. Ich habe ein Tochter.
3. Ich habe eine Katze.
4. Nein, halt, stimmt ja gar nicht. Ich habe zwei Katzen.
5. Ich habe ziemlich viele Videospielkonsolen zur Kompensation eines Kindheitstraumas.
6. Wenn ich für jeden Blogstock, den ich weiterreichte und der vom Empfänger auch aufgegriffen wurde, 2 Euro bekäme, könnte ich mir jetzt locker einen Döner mit Pommes (+Mayo) leisten.
7. Ich mag aber viel lieber Gyros Pita. Auch wenn es teurer ist als Döner/Pommes.
8. Ich liebe die unter Punkt eins und zwei genannten Damen ausserordentlich. Die Katzen mag ich auch, aber die geben mir, im Gegensatz zu den unter Punkt eins und zwei genannten Damen nie etwas von ihrem Essen ab.
9. Was, schon fertig? Fein.

Kommen wir zum schwierigen Teil. Der Weitergabe.
Wenn ich mich so umschaue, haben nahezu alle potentiellen Empfänger den Stock ebenfalls schon bekommen.
Aber ein paar sind zum Glück noch da. Also reiche ich weiter an
Rolle und
Trupics
Aufheben, so sie denn mögen, könnten es ausserdem
Knurru und
MKH.
Macht vier. Reicht.
Ist ja schließlich kein Kettenbrief, auch wenn es schon etwas davon hat.

- Styx -

Donnerstag, Oktober 11, 2007

Shock the monkey

Nachtrag zum Eintrag von Vorgestern:
Beim Sichten meiner heutigen Spammails stieß ich auf einen Eintrag mit dem Namen "ausleihe". Nun weiß ich ja, dass diese ganzen Betreffzeilen immer nur willkürliche Buchstabenkombinationen sind.
Diese Überschrift ist aber doch jetzt ein eindeutiger Beweis für die Affen- und Schreibmaschinentheorie. Ihr wisst schon, diese Sache "wenn unendlich viele Affen unendlich viele Schreibmaschinen hätten, auf denen sie unendlich lange herumtippen" undsoweiter undsoweiter.
Jetzt habe ich natürlich nicht unendlich viel Zeit, aber immerhin scheint ja die Zahl der Spambots gegen unendlich zu gehen.
Das heisst also, dass ich, wenn ich nicht unendlich lange, sondern nur, sagenwirmal, einen Monat Betreffzeilen sammeln würde, hätte ich zwar keinen neuen Hamlet, aber ein Werk, dass es durchaus mit einer Veröffentlichung aus dem Œuvre Simmels aufnehmen kann.
Und jeden Monat ein neues Buch, das macht bei 10 % Tantiemen, multipliziert mit einer Startauflage von einer Million... murmel, murmel ..., abzüglich Steuern ... grübel ... unter Berücksichtigung des ausschweifenden Lebensstils eines Jung - naja, eines Schriftstellers... Moment, ich habs gleich... - ICH BIN REICH!!!

Ha, welch ein genialer Plan!

- Peter Gabriel -

Dienstag, Oktober 09, 2007

E-Mail My Heart

Liebe Anne Behnert,

schön, dass Du Dich mal wieder gemeldet hast.
20 Jahre ist es jetzt her.
20 Jahre!!!
Was hast Du mir damals das Herz gebrochen. Nicht, als Deine Eltern mit Dir in eine andere Stadt gezogen sind.
Froh war ich in diesem Moment, Dich nicht mehr sehen zu müssen.
Erleichtert, geradewegs!
Nein, aber als Du mir damals, bei einem unserer Spaziergänge nach der Schule (die echt cool waren) gestanden hast, dass Du auch etwas mit Karl hattest - und mit Stefan - mit Roland - mit Frank - ach, Deine Aufzählung war schier endlos - da zerbrach innerlich etwas.
Und jetzt traust Du alte Schlampe Dich tatsächlich, mich wieder anzuschreiben?
Deine Rechtschreibschwäche konnte ja offensichtlich auch der Schulwechsel nicht beheben.
Weißt Du was, Miststück?
Schreib doch lieber Karl, Stefan, Roland und Frank - vielleicht wollen die wenigstens noch was mit Dir zu tun haben.
Ach, das hast Du schon?
Und auch Deinen 23.000 anderen ehemaligen Klassenkameraden, mit denen Du nach der Schule coole Spaziergänge gemacht hast?

Na dann will auch mal nicht so sein.
Aber Du bist mir doch bestimmt nicht böse, wenn ich nicht auf den Link in Deiner Mail klicke, oder?
In so einem Notstand, dass ich virenverseuchte Fotos eines bratzigen Spambots betrachten möchte, befinde ich mich dann nun doch nicht, gelle?

Alles Gute für Deine weiteren Deppenköderversuche

Dein Falcon

- Britney Spears -

Elevation

Heute morgen wieder einmal feststellen dürfen:
Es ist nicht wirklich angenehm, mit einem starken Zigarrenraucher mit offensichtlich nur noch halber Lunge gemeinsam Aufzug zu fahren.

- U2 -

Montag, Oktober 08, 2007

Saturday Night's Alright (For Fighting)

So, Samstag ist überstanden.

Vorläufige Bilanz: 140 zufriedene Besucher, eine Gage, die knapp die Spritkosten deckt und eine irreparabel zerrissene Lieblingsjeans.
Aber - Hey Män, sätt is Racken Rohl!

Und jetzt auf zu neuen Ufern, sprich: Alles dransetzen, dass die CD bis zum nächsten Auftritt am 29.12. fertig ist.
Und dann ab in die Stadien unserer Republik!

- Elton John -

Donnerstag, Oktober 04, 2007

Monday, monday

Ich kann mir nicht helfen, aber ich fühle mich heute so montag.

- The Mamas & the Papas -

Dienstag, Oktober 02, 2007

Zombie

Raaaagh!
Wuuuaaarch!
Was? Wie?
Ach nö, nix, nur Resident Evil: Extinction.
Da komm ich nämlich gerade her.

Uuuuughhh!

Ich geb ja gerne zu, dass das nicht unbedingt ein Film für Feingeister ist.
Aber die sollen halt französische Autorenliebesfilme gucken.
Wer es etwas derber mag, der ist hier wiederum genau richtig.
Wer auf intensive Dufterlebnisse steht, genau so.
Im Kino waberte nämlich, eingesetzt von offensichtlich massiv testosterongeschwängerter Jungmännlichkeit, dermaßen viel Boom Chicka Wahwah durch den Raum, dass ein ausgestopftes Frettchen noch läufig geworden wäre.
Der Film war aber trotzdem ganz gut - Mad Max mit Zombies halt.

Und als Nächstes steht was noch Härteres an - entweder Ratatouille oder Könige der Wellen.

Oooooorrrghhh!

- Cranberries -

Montag, Oktober 01, 2007

I'm free

Wie jetzt?
Kann mir mal einer erklären, warum sich so ein massiver Widerstand gegen die Verschärfung der Bußgelder bei Verstößen im Straßenverkehr regt?
Gibt es dafür eine logische Erklärung?
Ich meine, außer der, dass jeder Politiker in Autofahrern potenzielle Wähler sieht, denen es pro Forma in den Arsch zu kriechen gilt, um sich die Stimme für die nächste Wahl zu kaufen?
Dass im ADAC Verkehrsrüpel, Bleifüße und Autoerotomanen eine Heimat finden, ist ja bekannt.
Daher ist es nur logisch, dass man dorten allenthalben aufjault, wenn auch nur der Anschein einer Einschränkung des offensichtlich gottgegebenen elften Gebotes „Du sollst nicht beschränken des freien Bürgers freie Fahrt im Automobile!“ am Horizont herandräut.
Aber wieso barmt jetzt auch quer durch alle Fraktionen (Grüne mal außen vor) der deutsche Politiker?

Um es noch mal in Erinnerung zu rufen:
Wir reden hier nicht von folgender Konstellation:
„Falcon Normalverbraucher fährt in seinem Auto über Stadt und Land, achtet auf Geschwindigkeitsbeschränkungen, brennt sich nicht die Birne zu vor Fahrtantritt und parkt auch nicht auf dem einen Behinderten vorbehaltenen Stellplatz, worauf hin er dennoch von einem heimtückisch im Gebüsch lauernden Polizisten gestoppt und zu 2000 Euronen Geldbuße sowie dreimonatigem Gefängnisaufenthalt verdonnert wird.“
Das wäre in der Tat nicht nett.
Aber wir reden ja auch von härteren Strafen für die Typen, die schnell noch bei Rot über die Ampel huschen, die zugedröhnt ins Auto steigen und mal fix per Verkehrsunfall wahlweise ganze Familien oder nur deren einzelne Mitglieder ausrotten; Typen, die mit 120 durch die Spielstraße heizen und sicherheitshalber gleich zwei Behindertenparkplätze zustellen.
Warum, bitteschön, ist es nicht ok, wenn diese Typen tiefer in die Tasche greifen sollen?
Was spricht dagegen, denjenigen, die offensichtlich nicht in der Lage sind, ein Auto, das laut Juristen durchaus als gefährlich Waffe eingesetzt werden kann, entsprechend des damit verbundenen Risikos zu führen, die Genehmigung zur Führung des Wagens zu entziehen.

Also noch mal: Hier wird keine Gruppe kriminalisiert, wie jetzt überall behauptet wird.
Es geht hier nur um die Typen, denen es an Einsicht mangelt, dass es gerade in einer so sensiblen Geschichte wie dem Straßenverkehr zur Sicherheit aller Teilnehmer Regeln gibt, an die sich jeder halten muss, damit es funktioniert.
Wer sich nicht daran hält, kriegt halt entsprechend eins auf den Deckel.
Und bitte nicht vergessen: Es zwingt mich doch keiner, über die rote Ampel zu fahren, während der Fahrt zu telefonieren oder eine Flasche Weinbrand zu picheln, bevor ich losfahre, genau so wenig, wie mich jemand zwingt, einen Raubüberfall zu begehen.
Tue ich das trotzdem, weiß ich auch um die Konsequenzen - werde ich geschnappt, muss ich sie halt tragen.
So einfach ist das.
Sollte auch dem durchschnittlichen Politiker aufgehen.

Aber Wetten würde ich da natürlich keine drauf abschließen.

- The Who -

Ps.: Ist es nicht erschreckend, dass ausgerechnet die Wochenenden immer wieder Anlass zur Aufregung bieten?
Von Huber, Beckstein und Co will ich ja jetzt gar nicht erst anfangen.