Donnerstag, Januar 31, 2008

People are strange

Es ist schon seltsam.
Da sitzt du drei Jahre in deinem Büro und hast einen Nachbarn zur Rechten, von dem du der festen Überzeugung ist, dass es sich um ein veritables Arschloch handelt.
Schon dein Start mit ihm als Kollegen lief irgendwie vollkommen unrund und es wurde auch nicht besser im Laufe der Zeit, eher im Gegenteil.
Und dann steht er eines morgens völlig unvermittelt in deinem Büro und schüttet dir sein Herz aus.
Du erfährst Dinge über ihn, von denen du eigentlich gar nicht mal sicher bist, ob du sie wirklich wissen willst. Nicht aus irgendwelchen Klatschgeschichten hinter vorgehaltener Hand, sondern von ihm selbst erzählt.
Einfach so. Er scheint sogar froh und erleichtert zu sein, dass er sie dir erzählt hat.
Und dann merkst du, wie du manches von seinem Verhalten auf einmal in einem anderen Licht siehst.
Nein, Freunde werdet ihr ganz sicher nicht werden, denn wirklich leiden kannst du ihn trotzdem nicht.
Aber zumindest manchmal ein wenig verstehen.

Wie gesagt: Es ist schon seltsam.

- The Doors -

Sonntag, Januar 27, 2008

Easter

"Erst wenn der letzte Lebkuchen verspeist und der letzte Schokoweihnachtsmann aufgegessen ist, werdet Ihr feststellen, dass man die Schokohasen vom letzten Jahr nun wirklich nicht mehr essen kann.
Echt jetzt."
- Altes Indianerehrensprichwort -

Ich muss zugeben, dass sie Recht hatten, die alten Rothäute.
Osterhasen aus dem letzten Jahr sind ja wirklich mittlerweile ungenießbar.
Was aber noch vor hundert Jahren zu blutigen Stammesfehden geführt haben muss, ist heute - ein Lob sei der Schokoladenindustrie gesungen - gottlob kein Problem mehr.
Ehe noch der Turkey anklopft, weil man ja auf Weihnachtsmannentzug ist, stellen die Süßwarenproduzenten schon langbeohrten Nachschub samt dessen ovalen Mitbringseln, seien sie aus Schokolade, Schaumgummi oder Schweinespeck geschnitzt, in die Supermarktregale.

Wurde man vor kaum vier Wochen allenthalben von gütig lächelnden Schokoladenhohlfiguren umzingelt, bis man keinen anderen Ausweg sah, als sieben bis acht der rotbemützten Gesellen, die einem da den Weg verstellten, hurtig in den Einkaufswagen zu legen und damit quasi eine Bresche in die Weihnachtsmannphalanx zu kaufen, so wurde ihre Rolle jetzt nahtlos von verschmitzt schmunzelnden (oder waren es verschmutzt schmilzende? - wer weiß) Langohren übernommen, die dem Konsumenten mit mal mehr mal weniger bedrohlich gebleckten Nagezähnen signalisieren, dass er sie jetzt besser flink kaufen möge, andernfalls sie für nichts garantieren können.

Alles also beim Alten. Nein, halt - man wird wenigstens nicht mit Osterliedern beschallt.
Seltsamerweise sind weder Rolf noch seine mittlerweile wohl schon halbstarken Freunde bis jetzt auf die Idee gekommen, ein Remake ihres Klassikers unter dem schönen Titel "In der Osterbäckerei" zu veröffentlichen.
Auch von "Österlich glänzet der Wald, freue Dich, 's Häslein kommt bald" sind wir bislang verschont geblieben.

Jetzt kann ich nur noch hoffen, dass keiner von denen das liest und dann auf dumme Gedanken kommt.
Ich möchte daher zur Sicherheit kurz feststellen, dass mich keine Schuld trifft.
Früher oder später wären sie wohl dann doch von ganz alleine drauf gekommen.


Nicht vergessen: In acht Wochen ist Ostern!

- Marillion -

Sonntag, Januar 06, 2008

Stop

So, Herrschaften, hier ist erstmal Sendepause.
Ob für kürzer, länger oder dauerhaft kann ich an dieser Stelle noch nicht sagen.
Man wird sehen.
Ich muss mit mir jetzt erstmal ausmachen, was ich schreibe, über wen ich schreibe und wie ich so etwas schreibe.
Und zumindest versuchen, auch noch ein paar andere Sachen irgendwie wieder ins Lot zu bekommen, die ich mächtig verbockt habe.

Ich hoffe im Moment mehr als alles andere, dass ich das irgendwie hinbekomme.

- Sam Brown -

Mittwoch, Januar 02, 2008

Happy new year

2008 jetzt also. Aha. Muss man sich erstmal dran gewöhnen.
Aber was soll's, Zeit genug ist ja. Noch genau 365 Tage, spitz gerechnet.
Dann ist das Jahr schon wieder vorbei. Wird so langsam Zeit, sich Gedanken um die Weihnachtsgeschenke zu machen, damit es nicht wieder so knapp wird dieses Jahr.
Lassen wir kurz nochmal 2007 Revue passieren.
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Erledigt. Abgehakt.
Jetzt geht es mit Schwung ins neue Jahr.
Und wenn ich da mal eine Prognose wagen dürfte, möchte ich behaupten, dass manches besser, aber auch manches schlechter wird.
Einiges wird sich ändern, anderes bleibt beim Alten.
Komisch, irgendwie genau wie im letzten Jahr.
Lassen wir uns einfach überraschen, großartig planen kann man ja eh nicht.
Und wenn man es doch mal versucht, kommt sowieso immer etwas dazwischen - man bricht sich das Bein einen Tag bevor man in Skiurlaub fahren will, man kriegt eine Magen-Darm-Grippe genau an dem Tag, an dem man ein Fünf-Gänge-Menue für sich und seine Liebste bestellt hat und der Afghanistan-Urlaub kann auch gleich wieder storniert werden.
Der einzige gute Vorsatz, den ich mir nehme, ist der, die Fensterscheibe im Arbeitszimmer möglichst schnell wieder zu reparieren.
Es zieht nämlich doch ein wenig durch das Loch, das dieser verdammte immer noch nicht funktionierende PC hinterlassen hat.
Das soll es dann aber auch schon gewesen sein.
Ach ja, und mit dem Rauchen will ich auch in 2008 noch immer nicht anfangen.

- ABBA -
(Mit Dank an Trupics für die Titelanregung)