Sonntag, März 16, 2008

Songs from the wood

Meinen Dank für das Bild an Heimwerker-Tipps

Wo es doch nach ein paar milden Tag wieder kälter wird, empfiehlt es sich, den Ofen nochmal anzuheizen. Und wie könnte man das besser, als mit einem Stück Holz, das einem zugeworfen wird.
In diesem Fall warf die Frau V.
Bevor das aber jetzt in die Feuerstelle wandert, beantworte ich erst noch fix die Fragen, die darauf eingeritzt sind.
Oh, ja, und die Regeln schreib ich auch noch mal auf.

1. Setze einen Link zu der Person, welche Dir das Stöckchen zugeworfen hat.
2. Erwähne die dazugehörigen Regeln in Deinem Blog.
3. Erzähle von Dir 6 unwichtige Dinge/Gewohnheiten/Macken.
4. Gib das Stöckchen am Ende Deiner Antworten an 6 Leute durch Verlinkung weiter.
5. Hinterlasse bei der jeder der gewählten Personen einen Kommentar in ihrem Blog/Website, wonach Sie "getagged" wurden.

Na gut, hab sie nur kopiert.
Das bringt uns gleich zu Punkt 1:

1. Fleiß ist nicht gerade meine hervorstechendste Charaktereigenschaft. Insbesondere im Hinblick auf das Aufräumen.

2. Die Zustimmung zum Kauf meines ersten Computers habe ich meinen Eltern unter vorspiegelung falscher Tatsachen abgerungen ("Natürlich kann man mit dem Atari super für die Schule arbeiten!"). Immerhin hab ich ihn dann von meinem eigenen Geld gekauft.

3. Gewaschene Socken hänge ich immer paarweise und mit farblich zueinander passenden Wäscheklammern auf der Leine zum Trocknen auf.

4. Ich habe mal mit 12 Jahren Franz Lambert auf der Herrentoilette unmittelbar vor seinem Konzert getroffen. Die Tatsache, dass heute vermutlich keine Sau mehr Franz Lambert kennt (googelt doch selber!), tut dem damals für mich unglaublichen Ereignis (er war mein Idol und hat sich tatsächlich mit mir unterhalten!) keinerlei Abbruch. In heutiger Zeit möge man sich vergleichbar vorstellen, man träfe Robbie Williams auf dem Klo.
Oder Angelina Jolie, meinetwegen.

5. Ilona Christen hat mich mal vor ihrer Sendung nach meinem Friseur gefragt.

6. Robert Altmans "Short Cuts" ist bislang der einzige Film, bei dem ich im Kino eingeschlafen bin. Er hat es meiner Meinung nach auch verdient.

So, an dieser Stelle werde ich den Teufel tun, das Stöckchen weiter zu werfen. Ist schließlich kalt draußen, da brauch ich das Holz selber.
Sollte sich allerdings jemand zum Stöckchendieb berufen fühlen, so kann sie oder er sich selbstverständlich gerne bedienen.

- Jethro Tull -

Mittwoch, März 12, 2008

Let it be

Biber Lynn.
Komisch, irgendwie.
Seltsamer Name für einen Biber, ausser wenn er aus den Staaten kommt.
Oder aus Kanada.

Beim zweiten Hinhören merkt man dann aber, dass es eigentlich "be Berlin" heisst.
Und damit der Slogan für die neue, zehn Millionen Euro starke, Imagekampagne des Berliner Senats ist.
Eine Imagekampagne, die es sich nicht zum Ziel gesetzt hat, das Image Berlins in der Welt zu verbessern, neenee, vielmehr geht es darum, das Image Berlins gegenüber den Berlinern zu verbessern.
Also eine Art Corporate Identity für Berlin zu schaffen, um im Duktus der Kampagne zu bleiben.
Putzig, nicht?
Das sieht dann etwa so aus: "sei straße, sei laufsteg, sei berlin" als Motto für die Rütli-Schule, die neben ihrem neu eingeführten Modelabel auch einen Ruf als Zentralinstitut für Haue und Messerstechereien verteidigen muss.
Ausserdem ist jeder Berliner dazu aufgerufen, der Welt mitzuteilen, warum gerade er Berlin ist.
Das könnte dann so aussehen "sei hund, sei haufen, sei berlin".
Oder vielleicht "sei hartz, sei vier, sei berlin".
"sei schulden, sei berg, sei berlin"?
"sei london, sei paris, sei berlin"?
Da fallen sicher alten und neuen Berlinern noch zahllose andere Möglichkeiten ein.
Hervorragend angelegte zehn Millionen also in einer Stadt, die mit irrsinnigen Beträgen (die Meinungen schwanken zwischen 42 und 60 Milliarden Euro) in der Kreide steht?
Die Aktion sorgt bestimmt dafür, dass hinterher der Wilmersdorfer mit der Neuköllnerin zusammen an der Kreuzberger Currybude steht und sich dann ganz locker bei Schampus und Kürrywurst über die jeweiligen Befindlichkeiten austauscht.
Schließlich sind wir ja alle Berlin.

Ich hätte da aber noch einen Alternativvorschlag gehabt:
Man hätte von dem Geld auch gut 10 Millionen Rohrstöcke kaufen können.
Da hätte jeder Berliner zwei Stück bekommen und damit dann die Deppen vom Senat verhauen können, die einerseits fröhlich und mit Volldampf regelmäßig neue Millionengräber in der Stadt schaufeln und dann andererseits denken, dass sie mit so einer Aktion, die an hirnloser Beliebigkeit kaum zu übertreffen ist (und ganz scharf an die ebenso dämliche "Du bist Deutschland"-Kampagne gemahnt) die Herzen ihrer Bevölkerung gewinnen können.

So eine Aktion würde garantiert das Gemeinschaftsgefühl der Berliner mehr stärken.

- The Beatles -

Ps: Das muss ich jetzt einfach noch nachschieben:

Da melden sich die Brüder jahrelang immer erst kurz vor den Wahlen und kaum schreibst Du mal ein paar Zeilen über sie, werden sie gleich neugierig.
Hihihi.

Donnerstag, März 06, 2008

The Hitchhiker

Man erinnert sich als Autofahrer doch immer noch gern an die Tramper, die mit selbstgefertigten Schildern an Autobahnauffahrten standen.
„Paris“ hieß es dann auf dem Schild, damit man so grob wusste, ob man demjenigen, der da mit Sack und Pack am Straßenrand stand, einen Gefallen tat, wenn man ihn von Olpe bis Siegen mitnahm oder ob man ihn dadurch ein ganzes Stück von seinem Wunschziel entfernte.
„Rom“ gab es auch oft, „Amsterdam“ selbstverständlich, hin und wieder auch „Frankfurt“.
Das waren dann vermutlich die, die darauf hofften, im Anschluss bei der Lufthansa kostenfrei mitfliegen zu können.
Heute habe ich zum ersten Mal seit ewigen Zeiten wieder so ein Schild gesehen.
Der Träger des selbigen sah recht unanhaltertypisch aus - Schlips und Anzug gab es zu meiner Zeit in dieser Gruppe doch eher selten. Dafür fand ich das Ziel klasse.
„Bahnhof Zoo“ stand nämlich auf der Papptafel.
Jetzt kann man so was natürlich als Zeichen einer neuen Bescheidenheit werten.
Ich persönlich sehe das eher als Zeichen dafür, dass es sich hier entweder um einen faulen oder einen geizigen Sack handelte, hätte er doch nach knapp 400 Metern Fußweges die nächste S-Bahnhaltestelle erreicht, von der aus man komfortabel binnen zehn Minuten zum Bahnhof Zoo gelangt. War ihm aber anscheinend zu weit oder, in Anbetracht der 2,20 Euro Fahrtentgelt, zu teuer.
Na dann…
So ein Streik der innerstädtischen Verkehrsbetriebe ist ärgerlich. Noch schlimmer wird es, sollte am Montag die GDL auch noch, wie angekündigt, wieder mal in den Ausstand treten.
Dann ist der komplette öffentliche Personennahverkehr in Berlin nämlich lahm gelegt und man kann dann sicher wunderschön betrachten, wie eine Stadt komplett zum Erliegen kommt.
Aber solche Herren wie der mit dem Pappschild sind doch immer wieder gut, um auch solchen Situationen eine fröhliche Seite abzugewinnen.
Immerhin das.

- The Doors -

Montag, März 03, 2008

Something Different

„Sag es noch mal, bitte!“
Gerne komme ich dem Wunsch meiner Frau nach und erkläre noch mal, dass Staropramen ein tschechisches Schwarzbier ist.
Warum sie und unsere Tochter immer lachen, wenn ich das sage, kann ich beim besten Willen nicht nachvollziehen.
So lustig ist ein Bier doch auch nicht.
Oder sollte es vielleicht doch an meinem minimalen, praktisch unhörbaren rheinischen Akzent liegen?
Der bei gewissen Zischlauten eine nicht unsympathische Lautverschiebung herbeiführt?
Kann eigentlich gar nicht sein, da sollte man doch die Kirsche im Dorf lassen.
So chlimm ist es ja nun wirklisch nischt.
Da kenn isch aber Leute, bei denen man das viel deutlischer hört.
Es muss also einen anderen Grund haben. Ich vermute mal, dass es einfach der ist, dass Staropramen ein lustiges Wort ist.
Was auch sonst.
Ansonsten empfehle ich natürlich allen Logopäden, mit ihren an Chi- respektive Schetismus leidenden Patienten in die nächste Kneipe zu marschieren und diese oben stehendes Bier ordern zu lassen.
Spätestens nach der fünften Runde sollte dann die Aussprache wie von allein klappen.

Anderes Thema:

Dass die Wahl zum russischen Präsidenten fair und demokratisch von statten ging, glaubt wohl keiner wirklich. Ich muss in diesem Zusammenhang aber mal Ruprecht Polenz meinen Respekt aussprechen, der in deutlichen Worten erklärte, die Wahl in Russland als demokratisch zu bezeichnen sei ein Schlag ins Gesicht aller Demokratien.
Eine erstaunlich klare Aussage für jemanden, der hauptberuflich Politiker und dann auch noch Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses ist.
Ob der Gazprom-Angestellte und lupenreine Putinfreund Schröder das ähnlich sieht, darf hingegen massiv bezweifelt werden.
Allerdings wird er wohl mit Fug und Recht behaupten können, dass es keine Wahlmanipulationen gab - wozu auch, wo doch im Vorfeld schon alles beseitigt wurde, was dem Erfolg des Putin-Thronerben hätte gefährlich werden können.
Da konnte man sich dann die mühsame Manipulation des Wahlergebnisses getrost sparen.

Anderes Thema:

Hat jemand zufälligerweise noch ein gut erhaltenes Plüsch-Evoli zuhause?
Oder kennt jemanden, der eines hat und das auch verkaufen würde?
Unsere Tochter wünscht sich nämlich eines zu Ostern; neu gibt es die kleinen Monster ja schon gar nicht mehr und die Ebaypreise schießen zur Zeit ins Zweistellig-Fantastische.
Gut für Verkäufer, schlecht für Käufer.
Angebote nehme ich gerne entgegen.

Eigentlich sollte jetzt noch etwas total Spannendes und Interessantes kommen, aber ich hab es leider vergessen.
Also Schluss für heute.

- Shaggy -