Mittwoch, April 30, 2008

So viel Spaß für wenig Geld

Na klasse aber auch. Jetzt habe ich schon mein Nokia-Handy eingemottet, um den Finnen mal richtig zu zeigen, dass ich ihre Firmenpolitik nicht so wirklich richtig gut finde. Ich bin sicher, dass sie das auch mächtig beeindruckt hat.
Statt dessen habe ich das alte Siemens-Handy wieder ausgepackt. Das S35 natürlich, das aus der vor "Wir-geben-die-Handy-Sparte-an-BENQ-ab-damit-die-Arbeitsplätze -sicher-sind"-Ära.
Und was muss ich jetzt überall lesen?
Auch dieses Handy ist ein Kind der Korruption!
Ja verdammt nochmal, ist man denn nirgendwo mehr sicher?
VW zu fahren empfiehlt sich nur noch, wenn man die Anmietung lateinamerikanischer Prostituierter als eine Art Entwicklunghilfeprojekt versteht, für jedes Paar Schuhe von Adidas muss wahrscheinlich ein brütendes Sumpfrallenpärchen aus dem Oderbruch vertrieben werden und wenn man die ganzen Marken meiden möchte und stattdessen bei ALDI und LIDL einkauft, landet man auch noch unfreiwillig im Privatfernsehprogramm der Ladeninhaber.

Wenn mir jetzt der Blick aus dem Fenster nicht nach dem morgendlichen Nebel einen zumindest teilweise strahlend blauen Himmel präsentieren würde, wenn nicht morgen Feiertag wäre, wenn ich nicht ab Anfang nächster Woche zwei Wochen Urlaub hätte, wenn ich nicht eine tolle Familie hätte und ein paar gute Freunde, wenn also all diese vielen schönen Sachen nicht so wären, wie sie sind, könnte ich glatt verzweifeln.
Glücklicherweise sind aber diese schönen Dinge so, wie sie sind. Also bin ich doch im Allgemeinen recht zufrieden, lade mein Nokia-Handy wieder auf und höre erst einmal auf zu jammern. Zumindest für den Moment.

VW fahre ich trotzdem keinen und für Adidas-Schuhe sind meine Füße einfach zu breit.
Weiß jemand, ob Deichmann seine Kunden überwacht?

- Die Prinzen -

Donnerstag, April 24, 2008

New Dress

So höret denn, ihr Betreiber von Sonnenbänken, ihr Produzenten wattierter Jacken in Pink, all ihr Schneider, die ihr dem Weibsvolk Jeanshosen in unschuldigstem Weiß nähet, ihr Durchstecher von Oberlippen, ihr Zieher schwarzer Strähnchen in blonde Haare!
Vernehmet die frohe Kunde und frohlocket!
Jauchzet und singet, denn Ihr sollt dieses nun aber erfahren:
Wisset, solange nicht der Stadtteil Marzahn-Hellersdorf durch ein gräßlich Geschick dem Erdboden gleich gemacht wird, solange wird Euch denn auch Euer Gewerbe ein reiches Einkommen bescheren.
Denn wohl nirgends anders in Gottes weitem Erdenrund wird Eurer Ware und Euren Diensten in gleichem Maße gehuldigt, wie dies in Berlins nordöstlichen Bezirken der Fall ist.


Es ist einfach furchtbar.

- Depeche Mode -

Samstag, April 19, 2008

Let´s walk a while

Schaun mer mal, ob es klappt.
Falls ja, könnt Ihr, wenn Ihr denn wollt, hier unseren neuen Song anhören.
"Let´s walk a while" heißt er.
Uns gefällt er natürlich gut, aber ich würde mich auch über Euer Feedback freuen.
Lautsprecher anmachen nicht vergessen ;-).

Die Firma dankt.

- Braincap -

PS: Es funktioniert tatsächlich. Mangels computertechnischer Kenntnisse weiß ich aber nicht, wie man es einrichten kann, dass ein neues Fenster aufgemacht wird. Wer draufklickt, verlässt also erst einmal diese Seite. Aber man kann ja wiederkommen.

Donnerstag, April 17, 2008

Hello

- Lionel Ritchie -

Dienstag, April 15, 2008

Nothing to say

Gestern war ja anscheinend der Tag der fleißigen Blogbienchen.
Selbst die hochgeschätzten Herren Unkita und Klapsenschaffner haben nach längerer Ruhepause wieder einmal etwas von sich hören lassen.
Nur ich hab nichts geschrieben.
Na gut, es war Montag, nicht gerade der Tag für hochmotivierte Blogschreiberei. Und dann war hier auch noch das Wetter sehr schön, offenbar im Gegensatz zum Rest der Republik.
Da spielt man doch lieber eine Runde Federball mit der Tochter, statt zu bloggen.
Ausserdem ist der Akku von meinem Laptop sowieso fast leer. Der hält nur noch ca. 20 Minuten. Das reicht doch nie für einen Blogeintrag, so richtig mit überlegen, was man schreibt, Überschrift suchen und passendes Label finden.
Deswegen habe ich gar nicht erst damit angefangen, etwas zu schreiben.
Und heute ist es genau das Gleiche.
Nur dass jetzt auch noch mieses Wetter ist.
Also genau richtig um wieder keinen Blogeintrag zu verfassen und stattdessen trübe aus dem Fenster zu starren.

Abgesehen davon - worüber sollte ich auch schreiben? Über Angela Merkels Kleid bei der Eröffnung des Opernhauses deckt man lieber den Mantel gnädigen Schweigens, dass Berlusconi wieder in Italien das Sagen hat, ist ekelhaft, aber offensichtlich von den Italienern so gewollt und die Geschichte mit dem angeblichen Zwang Brüssels an öffentlich-rechtliche Fernsehsender, nur noch Sendungen in Originalsprache mit Untertiteln auszustrahlen, ist eine offensichtliche Fehlermeldung. Das wusste Bildblog aber auch schon vor Tagen. Muss ich mich also nicht zu äussern.

Dass der Berliner Senat auf der einen Seite massivste Geldprobleme hat und auf der anderen Seite mit idiotischen Werbekampagnen und durch unfähiges Verwaltungshandeln Millionen in den Sand setzt, die FDP in Berlin sich selbst zerfleischt, die Berliner Grünen ihren Lebenszweck darin gefunden zu haben scheinen, den Zoodirektor abzusägen und die CDU mit ihrem hilflosen Lobbyistengehampel am Besten gar nicht erst erwähnt wird, interessiert ausserhalb der Stadtgrenzen auch keinen.
Also lass ich es bleiben und schreibe erst gar nichts dazu. Wie auch zu keinem anderen Thema.

Sollte morgen wider Erwarten das Wetter besser und der Laptop-Akku voller sein, schreibe ich vielleicht mal wieder was.
Und falls nicht, dann vielleicht übermorgen.
Oder so.

- Jethro Tull -

Samstag, April 12, 2008

Beyond The Sea

Erstmal meinen Respekt an alle, die den letzten Post bis zum Ende durchgelesen haben - ich hab es ja nicht einmal selber geschafft.
Dafür wird der hier jetzt aber auch deutlich kürzer.
Ich hab schließlich noch ein volles Programm.
Zuerst einmal steht der Besuch bei einem bekannten Intensivstraftäter auf dem Plan, danach werden wir uns wohl etwas stärken müssen und dann geht es am Abend hinunter in die Tiefsee, wo diverse Monster und Mutanten auf mich warten, aus der ich morgen hoffentlich wohlbehalten wieder auftauche, um dann mal zu schauen, wie unser Sonntagsprogramm aussieht.
Euch allen daher an dieser Stelle ein schönes Wochenende und möget auch ihr alle von dort, wo es euch hinzieht, wieder wohlbehalten auftauchen.

- Robbie Williams -

Ps: Lieber Briefträger!
Der Herr Schmitz wohnt nicht bei uns. Er wird auch nicht bei uns einziehen, nur weil seine Post in unserem Briefkasten landet.
Lustigerweise wohnt er auch nicht nebenan. Oder noch ein Haus weiter.
Deswegen wirst Du doch sicher am Montag den Brief wieder mitnehmen, gelle?
Und fürs nächste Mal einfach folgender Tip:
Wir haben ein kleines Schildchen auf dem Briefkasten.
Da steht unser Name drauf. Unserer, nicht der vom Herrn Schmitz.
Weil wir nämlich hier wohnen. Nicht der Herr Schmitz.
Einfach merken, falls mal wieder ein Brief für den Herrn Schmitz in deinen Händen liegt und darauf wartet, in einen Briefkasten gesteckt zu werden.
Unserer ist es nämlich nicht.

Besten Dank

Dienstag, April 08, 2008

Oxygene Part IV

Ich erwähnte ja schon im letzten Post, dass ich meinen Musikgeschmack keineswegs für allgemeinverbindlich erklären will.
Was vielleicht auch besser ist, mag ich es doch immer noch, der Musik vergangener Zeiten zu lauschen, die vielleicht dem einen oder anderen ein wenig uninteressant erscheinen könnte.
Besonders gern mag ich es natürlich, den Heroen meiner Kindheit und Jugend noch einmal live auf die Finger zu schauen, weswegen ich ganz gerne hin und wieder in Konzerte der manchmal doch schon recht betagten Herren, seltener auch Damen, gehe.
Zum einen finde ich die Musik eben sehr schön, zum anderen besteht die nicht ganz unerhebliche Chance, hinterher sagen zu können „Genesis? Ich war dabei, als sie es ein letztes Mal auf die große Bühne geschafft haben!“.
Zu Stones-Konzerten gehe ich allerdings nicht. Die werden ohnehin vermutlich noch dann touren, wenn ich längst bettlägerig dahinsieche.
Vielleicht gibt es die echten Rolling Stones auch gar nicht mehr und sie sind längst durch Androiden ersetzt worden, in deren Bauch je ein Ipod mit allen gespeicherten Stücken implementiert wurde. Da können die natürlich noch lange durch die Stadien der Welt ziehen.

Aber ich schweife ab.
Wie ich bereits sagte, gehe ich gerne zu solchen Konzerten.
Das weiß auch meine Frau.
Und die wiederum muss es dem Weihnachtsmann und dem Osterhasen gesteckt haben, denn seit drei Jahren finde ich mit schöner Regelmäßigkeit unter Eier- bzw. Weihnachtsbaum eine Konzertkarte für eines der konzertanten Highlights (in diesem Zusammenhang noch mal ein riesiges Dankeschön an Hasi und Weihni!).
Vor drei Jahren „The Who“, letztes Jahr „Genesis“ und gestern war es wieder einmal soweit.

Jean-Michel Jarre war in der Stadt.

Wer mit dem Namen nix anfangen kann, braucht jetzt gar nicht erst zu googeln; ich empfehle stattdessen den Besuch von www.Toggo.de. Ist auch ganz nett da.

Allen anderen sei mitgeteilt, dass Herr Jarre, auch wenn man ihm, nicht ganz zu Unrecht, bisweilen unterstellte, seine Popularität speise sich weniger aus der Tatsache, dass er musikalisch Hochwertiges fabriziere als vielmehr daraus, dass er sich dank seines wohlhabenden Elternhauses einfach mehr Synthesizer und damit einen unvorstellbaren Schatz nie zuvor gehörter Klänge kaufen konnte als alle anderen, nicht unmaßgeblich an meiner Entscheidung schuld war, mich musikalisch auf Tasteninstrumente mit synthetischer Klangerzeugung zu konzentrieren und dafür auch so musikalisch wertvolle Gerätschaften wie Blockflöte und Schellenring unbeachtet zu lassen.

Ich erinnere mich noch genau, wie ich gelockt vom gruselig-bedrohlichen Cover eine Musikkassette mit dem hübschen Titel „Oxygene“ erwarb und dann auf meinem National-Panasonic Mono-Radiorecorder im verdunkelten Kinderzimmer nie zuvor gehörte Klänge vernahm.
Mittlerweile habe ich mich über die Schallplatte zur CD von Oxygene hochgearbeitet und eben dieses Werk wollte Herr Jarre nunmehr live in Berlin aufführen.

Meine Fr.., äh, der Osterhase hatte mir eine Karte für das Konzert geschenkt und so saß ich also gestern in freudiger Erwartung im gut besetzten Friedrichsstadtpalast.
Wie der Herr neben mir bemerkt, dürfte das für Jean-Michel, der ja auch schon das ein oder andere Stadion beschallt hatte, zwar eher einem Clubauftritt entsprechen, das tat aber dem Ganzen natürlich keinen Abbruch.
Da ich rechtzeitig da war, hatte erst einmal Zeit, das restliche Publikum in Ruhe zu betrachten.
Ein Grund dafür, dass ich zu solchen Konzerten gehe, ist ja auch der, dass ich mich da wieder richtig jung fühle, weil das durchschnittliche Alter der Zuhörer in der Regel deutlich über meinem liegt. So auch hier.
Allerdings waren auch ein Haufen Leute meiner Generation.
Von denen viele etwas erschreckend Nerdhaftes an sich hatten. Die wirkten so, als seien sie schon dem Soundchip ihres C64 mit endlosen Listings zu Leibe gerückt, um ihm zauberhaft Klänge zu entlocken.
So was habe ich natürlich nie gemacht - was vielleicht auch daran lag, dass mein Atari dafür einfach nicht gut genug klang.

Genug der Vorrede.

Um 20.15 Uhr hob sich der Vorhang und da stand er.
Der Maestro.
Jean-Michel.
Jarre.
Hinter sich etwas, wogegen die Brücke der Enterprise wie das Cockpit eines Goggomobils aussah.
Nach kurzer Begrüßungsrede, Vorstellung seiner Mitmusiker (drei an der Zahl) und dem Hinweis, dass selbstverständlich alle Klänge live gespielt würden, ging es los.
Die Schaltzentrale des Raumschiffs entpuppte sich als eine Sammlung von mindestens 40 alten Synthesizern, eine Versammlung, die jedem, der sich auch nur ein bisschen dafür interessiert, die Tränen in die Augen treiben musste.
Es war eine Art „Who is who“ der klassischen elektronischen Klangerzeugung; Geräte von Oberheim, Moog, Yamaha, Korg, Roland, ARP und zahllose Exoten, von denen es vielleicht weltweit nur noch eine Handvoll gibt, standen bereit und warteten darauf, gespielt zu werden.
Ich mein, ich habe ja auch einen Synthesizer (Na gut, mehr als einen. Aber der Satz war ja auch noch nicht zu Ende), der in der Lage ist, zu klingen wie diese alten Monster.
Aber da unten standen jetzt diese alten Monster persönlich.
Und was soll ich sagen - es war unbeschreiblich.
Es war eine Live-Version des Albumklassikers; die Sounds waren wie auf der Platte, nur ungleich präsenter und druckvoller und natürlich ohne sich sklavisch an das Album zu halten - sonst wäre das Konzert ja auch schon nach knapp 45 Minuten vorbei gewesen.
So dauerte es dann gut 1 ½ Stunden und während dessen wurde interessant variiert und erweitert, manchmal klang ein Ton auch schon mal schräg oder falsch, entweder weil da die falsche Taste gedrückt wurde, oder weil diese alten Kisten eine fatale Neigung haben, sich stimmtechnisch immer ein wenig zu verziehen - so wie das halt akustische Instrumente auch tun.

Optisch wurde abgesehen vom Anblick der Technik wenig geboten.
Bis auf einen riesigen Spiegel, der zeitweise schräg über die Musiker gefahren wurde (und auf dem man sich noch mal überzeugen konnte, dass sie tatsächlich alles selber spielten) und eine Rückwand, auf die im Wesentlichen Farbflächen, das Oxygene-Logo als animierte Computergrafik und zum Schluss ein Video projiziert wurden (und auf der man unterhaltsamerweise einige Crewmitglieder als Schattenrisse bewundern durfte, da sie durch den Lichtstrahl der rückwärtigen Projektion marschierten) tat sich außer den vier Herren, die von einem Synthi zum nächsten wanderten, Tasten drückten, Regler drehten und Kabel steckten sowie einem gelegentlich recht aufgedreht herum springenden und dabei ein paar obskurere Instrumente (Theremin) bedienenden J.-M. Jarre nichts.
Musste aber auch nicht. Kraftwerk hatte da seinerzeit auch nicht unbedingt mehr zu bieten.

Es war eindeutig ein akustisches und nur bedingt visuelles Erlebnis, das ausser mir auch der Rest des Publikums mit begeistertem Beifall honorierte.

Allerdings bezweifele ich stark, dass ich in Anbetracht dieses Konzertes irgendwann einmal sagen kann, ich hätte die letzte Tour von Herrn Jarre miterlebt.
Dafür hat der gute Mann einfach noch viel zu viel Energie und außerdem auch gleich angekündigt, in absehbarer Zeit wiederkommen zu wollen.

Mal schauen, ob ich für diesen Fall mit Hase oder Weihnachtsmann entsprechendes aushandeln kann.

- Jean-Michel Jarre -

Freitag, April 04, 2008

Roller Skates

Unsere Tochter hat ein neues Vergnügen für sich entdeckt: Sie inlinert.
Am Anfang noch ein wenig zaghaft, aber mittlerweile, geschützt vom (vermutlich unter massiver Überwachung erworbenen) LIDL-Protektorenset, doch immer fixer.
Zu Beginn konnte man da noch gemütlich nebenher schlendern, aber so langsam muss man seine Schritte immer mehr beschleunigen, bis man in ein leichtes Joggingtempo fällt.
Das ist natürlich auf Dauer ein wenig anstrengend. Welche Möglichkeiten bleiben uns also?
Meine Frau ihrerseits erwägt auch den Umstieg auf Inliner, aber ich traue diesen Dingern nicht so recht.
Schon auf Schlittschuhen eiere ich so ziemlich durch die Gegend, hab aber wenigstens noch in halbwegs greifbarer Nähe immer eine Bande, an die ich mich klammern kann, sollte das Eis doch zu glatt sein.
Aber der rettende Gedanke war ja greifbar nah: Wenn ich auf vier in Reihe geschalteten Rollen umkippe, dann dürfte das ja nicht passieren, wenn die Rollen jeweils paarweise nebeneinander angeordnet sind.
Sprich, ich brauche Rollschuhe. Echte.
Und wo kriegt man die? Im Sportgeschäft natürlich.
Dachte ich.
Bei meinem Eintreten bekam ich von der jungen Verkaufsfachangestellten einen Blick zugeworfen, für den es wenig Phantasie brauchte, um zu erkennen, was sie damit sagen wollte: „Nordic-Walking-Stöcke sind hinten links, direkt neben den Gehhilfen!“
Das folgende Verkaufsgespräch lief dann im wesentlichen so ab:
- „Ich möchte ein paar Rollschuhe kaufen.“
- „Inliner haben wir hier vorn, welche Größe soll es denn sein?“
- „Neinnein, keine Inliner. Rollschuhe.“
- „Da sacht man aber Inliner zu!“
- „Nein, echte Rollschuhe. So mit den Rollen nebeneinander. Disco-Roller hießen die früher!“
Der Blick, der mich dieses Mal traf, war deutlich ausgeprägter als der Gehhilfen-Blick.
So in Richtung „Wenn Du Gerätschaften aus dem Mittelalter sehen willst, geh ins Museum, Opa!“.
- „Ham wa nich. Nur Inliner.“
- „Haben Sie denn eine Ahnung, wo man die bekommen kann?“
- „Ne“
- „Na dann einen schönen Tag noch.“

Ich geb die Hoffnung nicht auf. Berlin ist schließlich groß.
Selbst Bowlingschuhe habe ich hier nach diversen vergeblichen Anläufen doch noch gefunden. Da sollte ich doch auch Discoroller bekommen können.
Bis dahin könnte ich mir aber zwei Nordic-Walking-Stöcke zulegen und forschen Schrittes neben fix dahinrollender Gemahlin und Tochter und einherschreiten. Oder vermutlich abgeschlagen hinterherhecheln.

- Steel Pulse -

Ps: Buffy is bäck! Wie mir die Startseite von Amazon gerade verraten hat, gibt es eine als Staffel 8 bezeichnete Comicserie (Die Rückkehr der Jägerin). Das ist doch mal eine gute Nachricht.

Psps: Yael Naim halte ich ein wenig für überschätzt. Nett und locker-flockig poppig, muss man aber nicht in CD-Form zuhause haben. Entspannend, wenn man es positiv ausdrücken will. Eher belanglos, wenn man gemein ist.
Könnte natürlich auch daran liegen, dass ich kein Applefan bin (immerhin hatte ich nach dem IIc keinen Apfelrechner mehr unter den Fingern).

Pspsps: Feist finde ich auch nicht so prickelnd. Darf aber jeder so halten, wie er oder sie lustig ist.
Mein Geschmack ist diesbezüglich ja eher weniger allgemeinverbindlich.

Dienstag, April 01, 2008

Ganz in weiß

Nicht, dass ich in den letzten zwei Wochen nicht am Computer hätte arbeiten wollen (nun gut, an dieser Stelle möge man das Wort „arbeiten“ streichen und durch „spielen“ ersetzen), aber mein PC lässt mich einfach nicht.
Nachdem jetzt schon das zweite Mainboard eingebaut wurde, hat er immer noch die gleichen Macken wie vorher.
Nein, schön ist das nicht. Ich bin mittlerweile soweit, das ganze Teil bei Ebay zu verscherbeln und mich von meiner Computerspielerkarriere zu verabschieden.
Zumindest so lange, bis ich genug Geld zusammen habe, um mir einen neuen funktionsfähigen Rechner zu kaufen. Unter Berücksichtigung der Tatsache, dass ich ja bis dahin auch keine laufenden „World of Warcraft“-Gebühren mehr zahlen muss, kann das bei einer regelmäßigen Ersparnis von 13 Euro im Monat kaum länger als 6 - 7 Jahre dauern.

Bis dahin wird vermutlich noch wenigstens einmal das Streichen der Wohnung anstehen.
Meine Frau hatte ja schon in den Ferien im Alleingang Küche, Bad und Gäste-WC gestrichen, so dass zur gemeinsamen Verarbeitung erst einmal nur noch das Kinderzimmer anstand.
Während Frau und Tochter sich um die Wände kümmerten, war ich für die Decke zuständig.
Mein Vorschlag zur Vereinfachung des Streichvorganges, der im Wesentlichen auf einer raffinierten Kombination einer unserer Katzen mit einem verlängerbaren Besenstiel beruhte, wurde aus mir nicht so recht nachvollziehbaren Gründen im Familienrat abgelehnt, weswegen die Decke dann doch mit herkömmlichen Mitteln geweißt werden musste.
Unsere fleißig mitstreichende Tochter unterhielt uns dabei mit eifrig vorgetragenen Liedern, zunächst „Schneeflöckchen, Weißröckchen“ angesichts der hin- und wieder von der Decke fallenden weißen Tropfen, gefolgt von Auszügen der aktuellen Rosenstolz-CD bis hin zum Duett mit dem Vater
Tochter: Hey
Vater (leiser): Hey, hey
Tochter: Hier kommt Alex
Vater (leiser): Alex, Alex
Tochter: Vorhang auf
für seine Horrorshow
Vater: Dadadadadadadaa

Bei soviel Unterhaltung streicht es sich gleich doppelt so gut.

Horrorshow ist aber ein gutes Stichwort für die immer noch anstehende Aufräum- und Renovieraktion des Arbeitszimmers (streiche „Arbeits-„ und ersetze durch - ach, Ihr wisst schon). Ich fürchte, dass ich da wohl mehrere Tage Urlaub allein fürs Ausmisten einplanen muss.
Apropos: Ich hab da noch etliche Jahrgänge Gamestar und PC-Player rumstehen.
Interesse, anybody?
Sonst zieh ich da wirklich mal einen Schlussstrich und schmeiß sie ins Altpapier.
Oder geb sie meiner Tochter mit - die hat in der Schule gerade eine große Papiersammelaktion.

Also denn: Rückmeldungen werden gerne entgegen genommen.

- Roy Black -