Mittwoch, November 19, 2008

When Will I Be Famous?

Schweren Herzens musste ich mir unlängst eingestehen, dass wir mit unserer Musik wohl nimmermehr reich und berühmt werden.
Neben der Tatsache, dass wir ja schon alle recht alte Säcke sind (wobei ich ja nicht ohne Stolz vermelden darf, dass ich noch immer deutlich Jüngste in der Kapelle bin) und uns schon die Energie fehlt, über die Bühnen all der Musikkaschemmen unserer schönen Republik zu tingeln, komme ich nicht umhin, zuzugeben, dass wir kein Gespür für Nischen besitzen.
Unsere selbst gezimmerten Stücke sind, so empfinde ich es zumindest, durch die Bank recht schön anzuhören und durchaus sehr gefällig (wer sie noch immer nicht gehört hat, kann das zumindest teilweise auf unserem MySpace-Profil - in der Spalte rechts auf die "Gehirnkäppchen" klicken - nachholen), aber gefällige und schön anzuhörende Popsongs gibt es ja dummerweise zuhauf.
Wie Sand am Meer, wie Öl in der Wüste, wie Perlen in Austern, wie Nadeln im Heuhaufen.
Ihr wisst, was ich sagen möchte.

Was man heutzutage braucht, ist eine Nische.

Zum Beispiel macht man lustige Kinderlieder. Da kommen dann so Sachen bei raus wie "Der Gorilla mit der Sonnenbrille/macht so gerne Kille-Kille" oder "In der Badewanne sitzt ein Prinz/da klopft es an die Tür:"Ich bin's!"".
Klassiker des Genres.
Wirklich berühmt wird man damit zwar auch nicht, aber reich.
Man sollte nicht unterschätzen, in wieviel Kinderzimmercdspielern Scheiben von Detlef Jöcker, Volker Rosin und Rumpelstil rotieren.

Ebenso unterschätzt, zumindest vom normalen Musikhörer, keineswegs aber von der Musikindustrie, wird die Volksmusik.
Läuft einem so ein Stück der Deppentaler Rattenfänger oder wie sie auch heißen mögen, versehentlich über den Weg, z.B. weil man auf der heimischen Fernbedienung des Samstags statt auf die "4" auf die Taste "1" drückt, wird man hastunichgesehn in Wogen schleimiger Synthesizerblasmusik und pseudobayerisch akzentuierte Jodler getunkt.
"Wir sind das Volk! Und das ist verdammt noch mal nicht unsere Musik!" möchte man an dieser Stelle laut losbrüllen.
Das stimmt aber dummerweise offensichtlich nicht. Wenn man den Statistiken Glauben schenken darf, hat jeder deutsche Durchschnittshaushalt mindestens ein "Edelweiß-der-Volksmusik"-Kompilation im heimischen Plattenregal stehen.
Wobei natürlich auch nicht gänzlich auszuschließen ist, dass eine ganz perfide Rentneruntergrundorganisation diese Scheiben gleich im Zehnerpack kauft und damit die komplette Republik in Verruf bringt.
Zumindest statistisch gesehen.
Erfahren wird man es frühestens dann, wenn man eines Tages ihre Nachlässe durchsucht und auf randvoll mit Heino, Hannelore und Hansi Hinterseer-Platten vollgestopfte Verschläge stösst.

Ähem, wo war ich stehen geblieben?
Richtig, Braincap.
Also berühmt werden wir wohl nicht, aber die 150-200 Leute, die kommen, wenn wir spielen, haben trotzdem in der Regel ihren Spaß - wie auch wir selber.
Wenn noch jemand vorbeikommen will, um den Spaß mit uns zu teilen (Ihr wisst ja, geteilte Freud - und so weiter), dann besteht hierzu in Bälde die Gelegenheit, und zwar genau genommen am

27.12.2008 um 22.00 Uhr im JWD auf der Insel Eiswerder in Berlin-Spandau.

Kann man übrigens, wenn man schon mal da ist, wunderbar mit einem Silvesterbesuch am Brandenburger Tor verbinden.
Und wer weiß - vielleicht kommt man dann auch noch ins Fernsehen und wird dadurch berühmt.
Das sollen schon Leute mit deutlich weniger geschafft haben, als damit, dass sie um Mitternacht aufs neue Jahr anstoßen.

- Bros -

Und damit auch niemand die Katze in der Tüte kaufen muss, gibt es als Bonus jetzt auch noch die (vorläufige) Setlist für den Abend hinterher:

U2 - City Of Blinding Lights
U2 - Beautiful Day
Braincap - Islands In The Sea
3 Doors Down - Here Without You
Coldplay - Clocks
Snow Patrol - Chasing Cars
Braincap - Stand Up
Snow Patrol - You All I Have
U2 - With Or Without You
Braincap - Holy Drums
Braincap - You Ain't Able To Catch Me
Simple Minds - Don't You
Braincap - More Than Seven Lives
Braincap - Let's Walk A While
U2 - One
H-Blockx - Countdown To Insanity
Kate Perry - I Kissed A Girl
Kelly Clarkson - Because Of You
Braincap - Jack
Maroon 5 - Harder To Breath
U2 - Vertigo
Braincap - To Be On The Stage
Robbie Williams - Come Undone
Lee Hazzlewood - These Boots Are Made For Walkin'

Montag, November 10, 2008

As time goes by

Und es begab sich aber zu jener Zeit - genau genommen vor zwanzig Jahren und sechs Monaten - dass der Herrscher des Landes Nordrhein-Westfalen ein Gebot erließ, wonach jeder Schüler der dreizehnten Klasse sich einzufinden und seine Leistungen im Bereiche des Wissenserwerbs zu schätzen habe.
So auch der Schreiber dieser Zeilen.
Und weil zwanzig so eine schöne runde Zahl ist, beschloss man nun, ddass man sich doch wieder einmal zum freundschaftlichen Führen von Gesprächen und der Einnahme diverser berauschender Getränke treffen könne.
Eine Vielzahl von Gründen verhinderte meine Teilnahme, aber freundlicherweise habe ich die Bilder zugeschickt bekommen.
Und was muss ich darauf sehen?
Lauter alte Männer. Und vier alte Frauen.
Das können doch unmöglich die Damen und Herren sein, mit denen gemeinsam ich weiland das Abitur absolvierte.
Das sind eindeutig ihre Eltern.
Ich bin ja sicherheitshalber zu unserem großen Spiegel gegangen.
Hab zusätzlich auch den kleineren befragt.
Und um jedes Missverständnis auszuschließen auch noch den Kosmetikspiegel im Bad.
Weil, der vergrößert nämlich. Da kann man alles ganz genau sehen.
Und nach eingehender Betrachtung komme ich zu dem Ergebnis, dass ich im Prinzip immer noch so aussehe wie damals. Die Brille ist heute eindeutig schicker und, zugegebenermaßen habe ich an Bart und Bauchumfang auch ein wenig zugelegt.
Aber im Großen und Ganzen würde ich mich, wenn ich denn dazu gezwungen würde, auf nur unwesentlich älter als 21 schätzen.
Aber diese alten Herrschaften auf den Bildern?
Die sind doch mindestens doppelt so alt wie ich. Haben vermutlich damals ganz massiv über ihr wahres Alter gelogen, weil sie sonst hochkant der Schule verwiesen worden wären. Und jetzt kommt es raus.
Oder ich hab einfach nur gute Gene, die mir jugendliches Alter und Frischheit bis heute bewahrt haben.

Oder halt eine ausgeprägte Blindheit in bezug auf das eigene Alter.
Aber das scheint mir doch die unwahrscheinlichste aller Möglichkeiten.

- Frank Sinatra -

Freitag, November 07, 2008

ZIP-A-DEE-DOO-DAH

Gestern beim Herrenschneider (nicht beim Herrn Schneider, der wohnt anderswo):
"Können Sie auch die Reißverschlüsse reparieren?"
"Mhh."
"Und was würde das kosten?"
"Vorne langer Reißverschluss kostet 20 Euro, Reißverschluss an Tasche kostet 15 Euro. Machen wir zusammen für 40 Euro."
Ohne Scheiß. Wortwörtlich.
Ich hab gar nichts gegen Leute, die gebrochen deutsch sprechen. Aber wenn sie anfangen, so zu rechnen, wie sie sprechen, geh ich doch lieber anderswo hin.

Sicherheitshalber.

- Miley Cyrus -

Ps: Morgen kommt der Leitungsmann.
Heute funktioniert natürlich alles, weswegen ich mich morgen vermutlich dafür rechtferigen muss, dass ich ihn umsonst rief.
Ich rechne also mit einem Ausfall des Internets etwa 5 Minuten, nachdem er unser Haus wieder verlassen hat.

Donnerstag, November 06, 2008

Internet Access

Machen wir es kurz:
Internet geht immer noch nicht (nachdem es zwischendurch mal ging). Samstag soll ein Techniker kommen, und wenn er geht, soll der Internetzugang selbiges tun.
Falls dies nicht geschieht, beabsichtige ich, unseren 1&1-Anschluss, mit dem ich ansonsten bislang recht zufrieden war, zum Ende des Monats zu kündigen und was Neues zu suchen.
Hat jemand von Euch positive oder negative Erfahrungen mit anderen Anbietern gemacht?
Über Berichte wäre ich zutiefst dankbar.

- Le Tigre -

Ps: Den Song und die Band gibt es wirklich. Ich kenn es aber nicht sondern hab nur danach gegoogelt.
Psps: Kino, ganz kurz: Mirrors mit Kiefer Sutherland.
Angenehmer Grusel zur Halloweenzeit. Nach eine starken Start baut sich eine angenehm unheimliche Atmosphäre auf. Der Film verzichtet bis auf zwei unangenehm eklige Stellen auch weitestgehend auf Splattereffekte (was mit dem Kiefer seine Schwester passiert, ist dafür aber auch ausgesprochen unschön anzusehen), wird im letzten Drittel zu einem beinahe typischen Monster- und Besessenenfilm amerikanischer Machart und versöhnt in den letzten drei Minuten aufs Allerschönste alle Verächter von Horrorfilmen mit allzu happien Ends. Silent Hill lässt grüßen.
Kann man durchaus am Kinotag anschauen.
Wer sich aber wirklich fürchten will, soll sich "The Others" mit Frau Kidman ausborgen oder bei Amazon für wenig Geld käuflich erwerben.
Selbst ich als Schauer diverser Horror- und Gruselfilme habe mich selten so gefürchtet wie bei diesem Streifen.