Dienstag, Dezember 30, 2008

Wherever I lay my hat

Berlin im Jahr 2008.
Es ist Winter.
Es ist kalt.

Was macht man da? Man geht ins Museum.
Sehr empfehlenswert ist hier das DDR-Museum. Schon im Eingang erhält man ein liebevoll-realistisches Bild der ehemaligen SBZ, wenn man sich in die Schlange der Werktätigen einreiht, um gegen ein geringes Eintrittsgelt Näheres über das Leben im Osten der Republik zu erfahren.
Inklusive dem Blick in die Schrankwand eines liebevoll nachgebauten Ost-Wohnzimmers und dem Gefühl, wie es gewesen sein muss, hinter den Volant eines Trabant 601 geklemmt über die Strassen der Deutschen Demokratischen Republik zu flitzen.
Auf jeden Fall eine Empfehlung wert, am Besten aber nicht gerade während der Ferien, da ist dann nämlich doch arg viel los.

Was mich aber mit beinahe ähnlicher Nostalgie erfüllte, war das, was uns nach dem Museumsbesuch über den Weg lief - ein waschechter Hütchenspieler nämlich!
Dachte ich doch, dass diese Spezies lediglich noch einen kleinen Rückzugsraum auf den Straßen Bukarests und Moskaus besitzt, so wurde ich hier eines Besseren belehrt.
Und wie hübsch dieses possierliche und offensichtlich osteuropäische Exemplar seinen Lebensraum eingerichtet hatte!
Auf einer gemütlichen Decke lagen drei Schächtelchen, von denen eines die sagenhafte weiße Kugel barg. Umstanden wurde der Huttrickser von vier Gestalten, die so offenkundig zu ihm gehörten und schlechter schauspielerten, als die versammelte Riege der Vorabendsoapdarsteller, dass es eine wahre Freude war.
Während einer der vier nämlich von vollständiger Blindheit geschlagen zu sein schien und immer auf Schachtel wies, in der unter absolut gar keinen Umständen die Kugel sein konnte (und dafür dann brav einen 50-Euro-Schein herüberreichen musste), deutete die blonde Rumänin jedesmal auf die einzige Kiste, unter der die Kugel sein konnte.
Um ganz sicher zu gehen, kam der Hütchenspieler auch jedes Mal versehentlich an eben diese Kiste, so dass man die Kugel auch wirklich noch einmal kurz sehen konnte.
Diese ungewöhnliche Ungeschicktheit legte er aber auf wundersame Weise just in dem Moment ab, da ein echter Passant auf das Schmierentheater hereinfiel und prompt auch einen echten 50-Euro-Schein abgeben musste.
Lord Hütchen wollte auch mich zum Mitspiel überreden, worauf ich jedoch dankend verzichtete, ebenso, wie auf den Versuch, ihn auf Film zu bannen.
Ein Butterflymesser zum Dank in irgendeiner schummrigen Unterführung zwischen die Rippen gesteckt zu bekommen, ist nämlich nicht wirklich eine verlockende Aussicht.

Verlockende Aussichten bietet hingegen das Jahr 2009.
Ich kann nur sagen: Scheiss auf die Rezession, das wird ein gutes Jahr.
Hoffentlich.

Und das wünsche ich Euch allen. Und meiner Familie und mir natürlich auch.

- Paul Young -

Sonntag, Dezember 21, 2008

Countdown to insanity





Das ist der Moment, an dem Du weisst, dass es höchste Zeit für Weihnachten ist.

- H-Blockx -

Ps: Aber ich muss an dieser Stelle natürlich meine Frau und meine Tochter in allerhöchsten Tönen loben.
Nicht nur, dass die Erstauflage der Kekse extrem lecker war, nein die beiden haben wegen des großen Erfolgs heute morgen eine zweite Auflage hinterher geschoben.
Juchu!