Ganz in Weiß
So, das wäre also geschafft.
Vattern ist wieder unter der Haube und scheint auch recht zufrieden zu sein mit seinem Schicksal.
Die Feier war demzufolge auch recht ansprechend, was ich aber leider von diversen Begleitumständen nicht behaupten kann.
Erstmal: Die Bahnfahrt war fein.
Was bin ich doch froh, dass sich Ebay und Bahn noch rechtzeitig vor unserem Reiseantritt zusammen taten, um uns die Autofahrt zu ersparen.
Gar nicht fein war der bislang von mir vielfältig und hoch gepriesene Spieleladen meines Vertrauens. Hatte ich dort früher noch wändeweise Spiele für die Konsolen unseres Hausstandes vorgefunden, gab es jetzt gerade mal armselige 12 (zwölf!!!) Spiele für die Xbox 360. Und die Empfehlung, ich möge mir doch eine PS3 zulegen.
So nicht, liebe Spielehändlerin.
Schlimm genug, dass ich mir aus purer Verzweiflung ein gebrauchtes Assassins Creed gekauft habe, um wenigstens etwas Geld dazulassen, aber eine PS3?
Ne, ne!
Nicht mal die vom Herrn Schaffner und mir favorisierten Metzelspiele gab es vorrätig.
Lieber Herr S., daher auch keine diesbezügliche SMS von mir. Leider.
Samstag war dann Köln.
Irgendwie hatte ich die Stadt schöner in Erinnerung, was aber auch an der obligatorischen Vergangenheitsverklärung liegen mag.
Schon die Menschenmassen, die sich durch die Hohe Strasse schoben, haben mich erschreckt.
Früher war das doch nie so voll, oder?
Die Geschäfte selber schienen mir auch recht beliebig und austauschbar - auch da hab ich das Gefühl, dass das mal anders war.
Selbst der gern von uns mit einem Kölnbesuch verbundene Besuch im kleinen Steakhaus war nett, aber nicht überwältigend. Kann man natürlich trotzdem hingehen, aber außergewöhnlich ist es eben nicht.
Schön war dagegen immer noch die Tatsache, dass es in Köln halt einen ordentlichen Fußgängerbereich gibt (in Berlin vermisse ich ja die Fußgängerzonen schmerzlichst), dass die konspirative Planung und Vorbereitung einer Hochzeitstagsüberraschung erstaunlich reibungslos geklappt hat (nochmals Dankeschön an das Fotostudio Könen) und das Hotel.
„Apartel am Dom“ heißt es und wer es sieht, mag sich durchaus mit Grausen vom Gebäude abwenden das ist nämlich in ganz übler 60er-Jahre-Optik gehalten.
Der äußere Eindruck täuscht aber durchaus, innen drin ist es freundlich, mit großzügigen Zimmern, nettem Service und gutem Frühstück.
Ganz klar eine Empfehlung.
Der Dom dagegen kam mir kleiner vor als früher, was natürlich auch daran liegen kann, dass ich größer bin als früher.
Vielleicht auch daran, dass ich gerade noch mal „Die Säulen der Erde“ gelesen habe und meinem Gefühl nach Dome (Döme?) noch viel größer sein müssten.
Aber da ging es ja auch um eine Kathedrale.
Beeindruckend ist der Dom trotzdem; bei richtigem Sonnenlicht, das durch die Fenster scheint, vermutlich noch ein wenig mehr als an einem eher trüben Tag.
Bleibt also insgesamt ein etwas duchwachsener Eindruck.
Aber die Bahnfahrt zurück war natürlich wieder fein, auch wenn uns Berlin gleich mit einem Mistwetter empfing.
Blärch. Regen, kalt, trüb.
Herbstwetter. Und noch keine Lebkuchen in den Geschäften.
Dauert aber hoffentlich nicht mehr allzu lang.
- Roy Black -
Ps: Kino. Gleich zweimal, wo es doch so lange gedauert hat.
Erstens also "Die Mumie 3 - Das Grabmal des Drachenkaisers".
Machen wir es kurz: Der bessere Indiana Jones.
Sorry dafür, aber der Film hat mich bei aller Banalität tatsächlich besser unterhalten als Indy 4. Außerdem hat er einiges an gut gemachten Effekten im Angebot, die Schauspieler agieren so übel nicht und sein vermutlich größter Vorteil er muss sich nicht an Vorgängern mit einem dermaßenen Kultstatus messen lassen, wie das bei Indiana Jones der Fall ist.
Also durchaus ansehbar. Kein Meilenstein der Filmgeschichte, aber unterhaltsam.
Ein Meilenstein hingegen ist "Batman - The dark Knight".
Man mag mich ja für einen tumben Mainstream-Jünger halten, aber dieser Film ist schlicht das Beste, was in diesem Jahr kinotechnisch an meine Augen und Ohren kam.
Natürlich ist es ein Superheldenfilm und es schadet nichts, wenn man Superheldenfilme mag. Dieser Film ist aber auch dann groß, wenn man eigentlich kein Fan solcher Filme ist. Zur Handlung muss und will ich nur wenig sagen - sie baut logisch auf Teil eins auf; die Geschichte ist straff erzählt (trotz einer Filmlänge von 2 ½ Stunden) und gibt ihren handelnden Personen zumeist schlüssige Motive für ihr Tun an die Hand.
Und wie diese Personen handeln! Christian Bale, der Batmans moralischen Zwiespalt hervorragend verkörpert, Gary Oldman als aufrechter Polizist, ein Haufen weit weniger aufrechter Polizisten unter seinem Kommando, Aaron Eckhardt als weiße Ausgabe Barack Obamas und Heath Ledger.
Was ist dieser Schauspieler nicht gehypt worden, insbesondere nach (und aufgrund) seines recht frühen Todes.
Über seine früheren Filme mag man geteilter Meinung sein Ritter aus Leidenschaft beispielsweise halte ich für ein nahezu unerträglich belangloses Stück Film; Brokeback Mountain ist ein sicherlich guter, aber meiner unmaßgeblichen Meinung nach keineswegs unglaublich guter Film aber das, was er hier als Joker abliefert, ist schlicht grandios.
So grandios, dass Nicholson prompt auf Platz zwei der weltbesten Jokerdarsteller rutscht.
Und das will bei einem auf durchgeknallte Typen abonnierten Schauspieler schon was heißen.
Dass darüber hinaus auch die Effekte gut sind, braucht man bei einem Film dieser Größenordnung ohnehin nur am Rande zu erwähnen.
Was bleibt also als Fazit?
Unbedingt reingehen. Kino ist hier ein Muss, also nicht bis zur DVD warten.
Am besten einen Logenplatz.
Einziger Wermutstropfen: Bedingt durch die Überlänge (mit Pause) reicht ein kleines Kaltgetränk kaum aus, man sollte also das Geld für eine Zweitcola (-fanta,- wasser,- bier) noch gleich mit einplanen.
Vattern ist wieder unter der Haube und scheint auch recht zufrieden zu sein mit seinem Schicksal.
Die Feier war demzufolge auch recht ansprechend, was ich aber leider von diversen Begleitumständen nicht behaupten kann.
Erstmal: Die Bahnfahrt war fein.
Was bin ich doch froh, dass sich Ebay und Bahn noch rechtzeitig vor unserem Reiseantritt zusammen taten, um uns die Autofahrt zu ersparen.
Gar nicht fein war der bislang von mir vielfältig und hoch gepriesene Spieleladen meines Vertrauens. Hatte ich dort früher noch wändeweise Spiele für die Konsolen unseres Hausstandes vorgefunden, gab es jetzt gerade mal armselige 12 (zwölf!!!) Spiele für die Xbox 360. Und die Empfehlung, ich möge mir doch eine PS3 zulegen.
So nicht, liebe Spielehändlerin.
Schlimm genug, dass ich mir aus purer Verzweiflung ein gebrauchtes Assassins Creed gekauft habe, um wenigstens etwas Geld dazulassen, aber eine PS3?
Ne, ne!
Nicht mal die vom Herrn Schaffner und mir favorisierten Metzelspiele gab es vorrätig.
Lieber Herr S., daher auch keine diesbezügliche SMS von mir. Leider.
Samstag war dann Köln.
Irgendwie hatte ich die Stadt schöner in Erinnerung, was aber auch an der obligatorischen Vergangenheitsverklärung liegen mag.
Schon die Menschenmassen, die sich durch die Hohe Strasse schoben, haben mich erschreckt.
Früher war das doch nie so voll, oder?
Die Geschäfte selber schienen mir auch recht beliebig und austauschbar - auch da hab ich das Gefühl, dass das mal anders war.
Selbst der gern von uns mit einem Kölnbesuch verbundene Besuch im kleinen Steakhaus war nett, aber nicht überwältigend. Kann man natürlich trotzdem hingehen, aber außergewöhnlich ist es eben nicht.
Schön war dagegen immer noch die Tatsache, dass es in Köln halt einen ordentlichen Fußgängerbereich gibt (in Berlin vermisse ich ja die Fußgängerzonen schmerzlichst), dass die konspirative Planung und Vorbereitung einer Hochzeitstagsüberraschung erstaunlich reibungslos geklappt hat (nochmals Dankeschön an das Fotostudio Könen) und das Hotel.
„Apartel am Dom“ heißt es und wer es sieht, mag sich durchaus mit Grausen vom Gebäude abwenden das ist nämlich in ganz übler 60er-Jahre-Optik gehalten.
Der äußere Eindruck täuscht aber durchaus, innen drin ist es freundlich, mit großzügigen Zimmern, nettem Service und gutem Frühstück.
Ganz klar eine Empfehlung.
Der Dom dagegen kam mir kleiner vor als früher, was natürlich auch daran liegen kann, dass ich größer bin als früher.
Vielleicht auch daran, dass ich gerade noch mal „Die Säulen der Erde“ gelesen habe und meinem Gefühl nach Dome (Döme?) noch viel größer sein müssten.
Aber da ging es ja auch um eine Kathedrale.
Beeindruckend ist der Dom trotzdem; bei richtigem Sonnenlicht, das durch die Fenster scheint, vermutlich noch ein wenig mehr als an einem eher trüben Tag.
Bleibt also insgesamt ein etwas duchwachsener Eindruck.
Aber die Bahnfahrt zurück war natürlich wieder fein, auch wenn uns Berlin gleich mit einem Mistwetter empfing.
Blärch. Regen, kalt, trüb.
Herbstwetter. Und noch keine Lebkuchen in den Geschäften.
Dauert aber hoffentlich nicht mehr allzu lang.
- Roy Black -
Ps: Kino. Gleich zweimal, wo es doch so lange gedauert hat.
Erstens also "Die Mumie 3 - Das Grabmal des Drachenkaisers".
Machen wir es kurz: Der bessere Indiana Jones.
Sorry dafür, aber der Film hat mich bei aller Banalität tatsächlich besser unterhalten als Indy 4. Außerdem hat er einiges an gut gemachten Effekten im Angebot, die Schauspieler agieren so übel nicht und sein vermutlich größter Vorteil er muss sich nicht an Vorgängern mit einem dermaßenen Kultstatus messen lassen, wie das bei Indiana Jones der Fall ist.
Also durchaus ansehbar. Kein Meilenstein der Filmgeschichte, aber unterhaltsam.
Ein Meilenstein hingegen ist "Batman - The dark Knight".
Man mag mich ja für einen tumben Mainstream-Jünger halten, aber dieser Film ist schlicht das Beste, was in diesem Jahr kinotechnisch an meine Augen und Ohren kam.
Natürlich ist es ein Superheldenfilm und es schadet nichts, wenn man Superheldenfilme mag. Dieser Film ist aber auch dann groß, wenn man eigentlich kein Fan solcher Filme ist. Zur Handlung muss und will ich nur wenig sagen - sie baut logisch auf Teil eins auf; die Geschichte ist straff erzählt (trotz einer Filmlänge von 2 ½ Stunden) und gibt ihren handelnden Personen zumeist schlüssige Motive für ihr Tun an die Hand.
Und wie diese Personen handeln! Christian Bale, der Batmans moralischen Zwiespalt hervorragend verkörpert, Gary Oldman als aufrechter Polizist, ein Haufen weit weniger aufrechter Polizisten unter seinem Kommando, Aaron Eckhardt als weiße Ausgabe Barack Obamas und Heath Ledger.
Was ist dieser Schauspieler nicht gehypt worden, insbesondere nach (und aufgrund) seines recht frühen Todes.
Über seine früheren Filme mag man geteilter Meinung sein Ritter aus Leidenschaft beispielsweise halte ich für ein nahezu unerträglich belangloses Stück Film; Brokeback Mountain ist ein sicherlich guter, aber meiner unmaßgeblichen Meinung nach keineswegs unglaublich guter Film aber das, was er hier als Joker abliefert, ist schlicht grandios.
So grandios, dass Nicholson prompt auf Platz zwei der weltbesten Jokerdarsteller rutscht.
Und das will bei einem auf durchgeknallte Typen abonnierten Schauspieler schon was heißen.
Dass darüber hinaus auch die Effekte gut sind, braucht man bei einem Film dieser Größenordnung ohnehin nur am Rande zu erwähnen.
Was bleibt also als Fazit?
Unbedingt reingehen. Kino ist hier ein Muss, also nicht bis zur DVD warten.
Am besten einen Logenplatz.
Einziger Wermutstropfen: Bedingt durch die Überlänge (mit Pause) reicht ein kleines Kaltgetränk kaum aus, man sollte also das Geld für eine Zweitcola (-fanta,- wasser,- bier) noch gleich mit einplanen.
Labels: Als die Bilder laufen lernten, Reisen
