Montag, August 23, 2010

Big big World

Vater:" Guten Morgen, kleine Süße! Aufstehen, heute geht die Schule wieder los!"
Kind:" Vater, Ihr scheltet mich klein? Wisset Ihr denn nicht, dass ich geradezu groß von Wuchse bin?"
V: " Aber meine Klei..."
K: " Messe ich doch bereits heut' mehr denn zwei Ellen und einen Fuss in die Höhe! Und da zeiht Ihr mich des geringen Wuchses?"
V: " Aber ich..."
K: " Hab ich doch bald die liebe Frau Mama eingeholt in der Länge des Körpers! Und die Dame, welche mein Ahnherr, Euer werter Herr Papa sich zum Weibe erkor, überrage ich doch schon seit langer Zeit!"
V: " Ich wollte..."
K: " Oder treibt Euch gar der Schabernack ob meines Alters um? Habt Ihr denn gar nicht bedacht, dass ich nun schon die sechste Klasse der Schule besuche und reich an Kenntnissen der Welt und ihrer Wunder bin?"
V: " Ähem, eigentlich wollte ich nur fragen, ob Du noch eine Schultüte zum ersten Schultag haben möchtest, aber ich fürchte, Du bist tatsächlich zu alt dafür."
K: "Alle meine Entsen swimmen auf den See..."

Unsere Tochter hat auch heute wieder eine Schultüte zum ersten Tag des neuen Schuljahres bekommen, wie es schöne Tradition seit sechs Jahren ist und ich schätze mal, auch Tradition bis zum Schulabschluss bleiben wird, auch wenn dann vermutlich ein Plüschtier nicht mehr solche Freude hervorrufen wird, wie das heute noch der Fall ist.

- Emilia -

Freitag, August 13, 2010

All in a Mouse's Night

Ich aber sage Euch:
Gehet hin und suchet in Eurer Heimstatt, ob denn dort an einem Orte versteckt sei ein Pergament bedruckt mit dem bunten Abbilde eines seltsamen Fabelwesens, "Diddl, die Springmaus" geheißen.
So Ihr aber fündig werdet, sollt Ihr hingehen und dieses Pergament zum Kaufe feilbieten auf dem Marktplatze, der da den Namen "EBAY" träget.
Wenn das Wohlgefallen des Herren auf Euch ruht, so mag es geschehen, dass vor langen Jahren ein Törichter geboren ward, der Euch nun reichhaltig Silberlinge für das Pergament bereit ist hinzugeben.
Habt Ihr diesen gefunden, so zögert nicht, in den Handel einzuwilligen, auf dass der Törichte glücklich, Ihr aber wohlhabend bis an das Ende Eurer Tage seid.

Nutzet alsdann Euren Reichtum Eurem Wohle und Frommen und dem Eurer Familie, vergesst aber auch nicht diejenigen, die da darben, weil ihnen das Glück des Besitzes einer Diddl-Postkarte versagt blieb.

- Genesis -

Sonntag, August 01, 2010

One

Mist auch, der Urlaub ist schon wieder vorbei.
Das ist immer noch wie damals bei den Sommerferien - am Anfang kommen Dir die sechs Wochen irrsinnig lang vor und am Ende fragst Du Dich, wo die Zeit nur geblieben ist.
Ab morgen also wieder Arbeit, wobei meine Frau und ich überlegen, ob wir uns nicht gegenseitig Entschuldigungen schreiben sollen. Sie hat nämlich genauso wenig Lust, morgen wieder ins Büro zu müssen wie ich.
Aber wir werden tapfer sein und gute Vorbilder fürs Töchterlein. Die allerdings hat noch drei Wochen vor sich.
Beneidenswert, das Kind.
Bei den Eltern sowieso.

Ansonsten bin ich mächtig stolz, dass ich es endlich geschafft habe, meinen Vertrag bei 1&1 zu kündigen.
Nach der Aktion im letzten Herbst (treue Leser mögen sich erinnern), bei dem die Hotline mir eine Mischung aus Unfähigkeit und Dummheit unterstellte (es war aber tatsächlich ein Problem mit der Telefonleitung, wie sich dann schließlich herausstellte), hatte ich die Nase ja gestrichen voll.
Kündigen konnte ich aber erst drei Monate vor Ablauf der Kündigungsfrist Ende November.
Dieses ganze Geschwätz von wegen "Vertrag kommt von Vertragen, daher haben wir keine Kündigungsfristen" gilt natürlich nur für Neukunden; Bestandskunden haben gefälligst die Klappe zu halten und zu zahlen.
Wirke ich etwas ungehalten?
Stimmt.
Dafür weiß ich aber jetzt, dass 1&1 einen Service mit dem schönen Namen "Customer Care" unterhält.
Der kehrt natürlich erst bei Kündigung (in den 5 Jahren vorher hielt er recht hübsch die Füße still) und fragt nach, warum man denn das tun wolle und ob man nicht doch eines der fantastischen Angebot des Vereins nutzen wolle.
Nein, will ich nicht.
Ach so, ja und damit man nicht einfach so kündigen kann, hat sich einsundeins noch was Feines ausgedacht:
Will ich im Internet kündigen, muss ich das Kündigungsformular via Servicehotline freischalten lassen(angeblich aus Sicherheitsgründen) - natürlich versucht der nette Mitarbeiter dann erst einmal, mich zu beschwatzen, auf dass ich doch die Kündigung noch einmal überdenken möge.
Habe ich das dann überstanden, muss das Kündigungsformular noch ausgedruckt, unterschrieben und entweder an eine gebührenpflichtige Faxnummer oder aber per Post an die 1&1 geschickt werden. Und zwar innerhalb von sieben Tagen nach elektronischer Kündigung, sonst ist alles hinfällig.
Alles aus Sicherheitsgründen, versteht sich.
Hat hier irgendjemand Ahnung, ob das rechtlich wirklich noch auf festem Boden steht?
Wenn ich jetzt schreibe, dass es zumindest sehr halbseiden auf mich wirkt, ist das noch eine gewisse Untertreibung.
Aber was solls - mogen geht der Brief raus, Einschreiben mit Rückschein, versteht sich.
Aus Sicherheitsgründen.
Und dann ist das Kapitel 1und1 am 30.11. Geschichte.
Ich hoffe nur, dass dann nicht noch Marcell D'Avis samt firmeneigenem Rollkommando bei uns klingelt.

- U2 -