Montag, Februar 28, 2011

Reach out

So, das Thema Telekom ist durch. Übrigens haben mir die Herrschaften einen Tag, nachdem ich die Stornierung des Vertrages wegen Nichterfüllung vertraglich vereinbarter Leistungen (bitte zehnmal schnell hintereinander aufsagen: "Stornierung des Vertrages wegen Nichterfüllung...") abgeschickt habe, freudestrahlend mitgeteilt, dass ich ab dem 02.03. den beantragten VDSL-Zugang erhalten könne.
Da lehn ich doch dankend ab. Schon aus Prinzip.
Was natürlich bedeutet, dass das mit dem Internet noch etwas auf sich warten lässt. Zumal unser Laptop justament die Grätsche gemacht hat und deswegen der Surfstick auch nicht mehr genutzt werden kann, denn der PC steht im Keller und da ist leider kein Empfang möglich.
Alternativ könnte ich ja einen neuen PC holen - ich hab da mal über so ein All-in-One-Gerät nachgedacht. Das ist zwar nichts zum Spielen, aber fürs Internet, um Texte zu schreiben oder mal eine DVD zu schauen dürfte doch so ein Teil mit einer Atom-CPU eigentlich ausreichen.
Hat da schon jemand Erfahrungen mitgemacht?
Zum Filmeschauen bin ich dieses Wochenende gar nicht gekommen, dabei hatte ich mir schon ein Motto rausgelegt. Gegeben werden sollten klassische Horrorfilm der 70er Jahre, in der Warteschleife lagen "Das Omen", "The Fog" und "Der Exorzist". Na gut, dann halt nächste Woche.
Grund für den filmischen Verzicht war ein Spiel, dass ich mir in der Hoffnung, dieses Wochenende sei ein entspanntes Zocken mit dem Herrn Womble möglich, für die XBox zugelegt habe: Halo Reach.
Und ich kann nur sagen: Wow! Und gleich nochmal. Wow!
Was die Box da leistet (und hier darf man nicht vergessen, dass sie mit Technik aus dem Jahr 2005 bestückt ist), ist dermaßen gigantisch, optisch wie akustisch, dass ich nur sagen kann: Wow!
Aber das sagte ich glaube ich bereits.
Abgesehen davon ist die Handlung nicht ganz so wirr wie in manchen früheren Halo-Teilen, sprich, selbst ich konnte ihr bis jetzt weitestgehend folgen.
Eine ganz, ganz klare Kaufempfehlung für Shooterfreunde mit einer XBox daheim. Shooterfreunde ohne XBox kaufen sich demzufolge jetzt eine XBox und Halo Reach. Oder setzen sich gramgebeugten Hauptes hin und wiegen traurig den Oberkörper im Takt melancholischer rumänischer Volksweisen. Oder kaufen einfach eine XBox samt Halo Reach. Und vielleicht noch Viva Pinãta für die Kleinen und Rock Band für die ganze Familie.
Und natürlich Halo Reach.
Sagte ich schon?
Wow!
Sagte ich auch schon?
Schluss jetzt!
Hab ich noch nicht gesagt, ätsch!

- Giorgio Moroder -

Donnerstag, Februar 24, 2011

Ich find' dich Scheiße

Die Telekom besteht aus einem Haufen inkompetenter und arroganter Arschlöcher.
Die Telekom besteht aus einem Haufen inkompetenter und arroganter Arschlöcher.
Die Telekom besteht aus einem Haufen inkompetenter und arroganter Arschlöcher.
Die Telekom besteht aus einem Haufen inkompetenter und arroganter Arschlöcher.
Die Telekom besteht aus einem Haufen inkompetenter und arroganter Arschlöcher.
Die Telekom besteht aus einem Haufen inkompetenter und arroganter Arschlöcher.
Die Telekom besteht aus einem Haufen inkompetenter und arroganter Arschlöcher.
Die Telekom besteht aus einem Haufen inkompetenter und arroganter Arschlöcher.
Die Telekom besteht aus einem Haufen inkompetenter und arroganter Arschlöcher.
Die Telekom besteht aus einem Haufen inkompetenter und arroganter Arschlöcher.
Die Telekom besteht aus einem Haufen inkompetenter und arroganter Arschlöcher.
Die Telekom besteht aus einem Haufen inkompetenter und arroganter Arschlöcher.
Die Telekom besteht aus einem Haufen inkompetenter und arroganter Arschlöcher.
Die Telekom besteht aus einem Haufen inkompetenter und arroganter Arschlöcher.
Die Telekom besteht aus einem Haufen inkompetenter und arroganter Arschlöcher.
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Die Telekom besteht aus einem Haufen inkompetenter und arroganter Arschlöcher.
Die Telekom besteht aus einem Haufen inkompetenter und arroganter Arschlöcher.
Die Telekom besteht aus einem Haufen inkompetenter und arroganter Arschlöcher.
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Die Telekom besteht aus einem Haufen inkompetenter und arroganter Arschlöcher.
Die Telekom besteht aus einem Haufen inkompetenter und arroganter Arschlöcher.
Die Telekom besteht aus einem Haufen inkompetenter und arroganter Arschlöcher.
Die Telekom besteht aus einem Haufen inkompetenter und arroganter Arschlöcher.
Die Telekom besteht aus einem Haufen inkompetenter und arroganter Arschlöcher.
Die Telekom besteht aus einem Haufen inkompetenter und arroganter Arschlöcher.
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Die Telekom besteht aus einem Haufen inkompetenter und arroganter Arschlöcher.

- Tic Tac Toe -

Montag, Februar 21, 2011

The Miracle

Ich habe gerade gelesen, dass es auf Facebook seit kurzem eine schöne Seite mit dem noch schöneren Titel "Gegen die Jagd auf Dr. Karl-Theodor zu Guttenberg" gibt. Das hat natürlich etwas Rührendes, so wie "Rettet die Wale" oder "Finger weg von den kleinen süßen Robbenbabys". Immerhin sollen da auch schon 50.000 Leute auf den "Daumen hoch"-Button geklickt haben.
Immerhin knapp 8 Prozent derer, die bei der gestrigen Wahl in Hamburg auch für die CDU auf den "Daumen hoch"-Knopf gedrückt haben. Was mich zu der Frage bringt, ob es bei Facebook auch einen "Gefällt-mir-nicht"-Button gibt. Dann würde ich doch glatt für Karl-Theodor zwei weitere Accounts im sozialen Netzwerk anlegen.
Einen hab ich ja schon, weil UCI-Kinowelt mal eine Aktion hatte, bei der man zwei Kinotickets zum Preis von einem bekam. Hab ich dann aber doch nicht mitgemacht, weil mir dieses Daumen-Hoch-Geklicke zu blöde ist. Weitere Nachfragen sind auch zwecklos, Freundschaftsanfragen lehne ich eh prinzipiell ab. Wenn ich mit jemandem in Kontakt bleiben will, schaffe ich das auch ohne diese digitale soziale Krücke.
Übrigens sind 50.000 Knöpfchendrücker auch etwa 25 Prozent der gestrigen Hamburger FDP-Wähler.
Wobei gestrig hier durchaus im Doppelsinne zu verstehen ist.
Vielleicht waren die Menschen nur verwirrt von den viele Kreuzen, die man machen konnte. Oder sie waren einfach blöde und vollständig merkbefreit. Anders kann ich mir nicht erklären, warum jemand heute noch FDP wählt. Dass sie dennoch über 6 Prozent gekommen sind, ist schon ein Wunder.

Was eine gute Überleitung zum nächsten Thema ist.
Wie ich letztens schrob, habe ich den Herrschaften der Telekom ja einen Rücktritt vom Vertrag angeboten, sollte man mir nicht bis zum Ende der kommenden Woche einen funktionierenden Internetzugang zur Verfügung stellen. Ungeachtet der Tatsache, dass mir der freundliche Herr im Telekomladen erklärte, dass das binnen einer Woche ja gar nicht möglich sei, habe ich auf dieser Konstellation bestanden und erklärt, dass es ja nicht mein Problem sei, wenn die Telekom eine schon vor zwei Monaten getätigte Zusage nicht einhalten kann oder will.
Am Dienstag lag dann tatsächlich ein Brieflein der Telekom in unserem Postkästlein, worin man mir die Schaltung eines DSL-Anschlusses für den nächsten Freitag, also den 18.02., zusagte.
Ein Wunder, glaubt man dem Telekomladenmann.
Auch wenn mich der Herr S. vor übergroßer Euphorie warnte, planten wir doch schon einmal den gemeinsamen Spieleabend am Samstag.
Aber wenn auf eines Verlass ist, dann auf die Unzuverlässigkeit der Telekom.
Denn siehe, es ward Freitag, doch des Internetzes weite Welt blieb mir verschlossen.
Auch am Samstag ward mir die Pforte nicht aufgetan.
Anruf Nummer 27 bei der Telekomhotline bescherte mir die Information, dass die Leitung wohl unsynchron sei und die Synchronität nur durch einen Besuch eines Technikers bei uns zu Hause wieder hergestellt werden könne. Unter Aufbietung meiner ganzen Restruhe erklärte ich dem durchaus freundlichen Hotlinemenschen, dass ich der Telekom eben jene letzte Chance am kommenden Mittwoch einräume aber für den Fall, dass es dann immer noch nicht funktionieren sollte, umgehend vom Vertrag zurücktreten werde.
Jene Ankündigung bewog den Telekommitarbeiter zu der Bemerkung, dass er unter diesen Umständen dem Techniker auf jeden Fall mitteilen werde, dass er das Problem am Mittwoch auch wirklich beheben solle.
Was mich wiederum zu der Frage brachte, ob man so etwas extra noch einmal dem Techniker mit auf den Weg geben müsse, weil meine bisherige Einschätzung doch eher war, dass ein Techniker immer in der Absicht kommt, das Problem sofort und wirklich zu beheben und nicht nur einmal auf die Kabel schaut, ein irres Lachen von sich gibt und dann wieder grußlos verschwindet.
Aber wer weiß, vielleicht ist das bei der Telekom ja anders.
Und vielleicht funktioniert am Mittwoch abend dann doch alles so, wie es soll.
Aber das wäre dann wirklich ein Wunder - und an die darf man ja nur glauben, wenn man in der katholischen Kirche ist.

Wegen der ganzen Telefoniererei hat es dann am Wochenende nur noch zu zwei Filmen gereicht, die aber gemeinsam mit der Liebsten im heimischen Kellerkino, bei frischen 19 Grad (im Keller läuft die Heizung aus nicht nachvollziehbaren Gründen nicht mehr, aber der Techniker ist bestellt.Mit Decke und heißem Tee ist es aber ok.): "Firewall" mit Harrison Ford und "Die Vorahnung" mit Sandra Bullock.
Beides nett ansehbare Filme, wobei zweiterer mit einem überraschend deprimierenden Ende aufwartet.
Hatte ich zwar befürchtet, aber doch nicht erwartet. Harrison Ford ist ansonsten wieder unterwegs in seiner Rolle als Familienvater, der in der Stunde der Gefahr über sich selbst hinauswächst, eine Rolle, die ihm mittlerweile deutlich besser steht, als Indy-Schlapphut und Peitsche.
Mal schauen, was dann nächste Woche drankommt, ein paar ungesehene Filme stehen ja noch im Regal.
Mit Internet rechne ich ja ohnehin nicht wirklich.

- Queen -

Montag, Februar 14, 2011

Walk like an Egyptian

So, Mubarak ist endlich weg. Das freut mich für die Ägypter, die dafür auf die Straße gegangen sind, nicht wenige von ihnen mit der Ungewissheit, ob sie noch nach Hause zurückgehen können, oder ob sie mit einem Tuch über dem Kopf getragen werden.
Beinahe noch mehr würde ich mich jetzt freuen, wenn mir irgendwer so ganz spontan zwei bis drei aussagekräftige Beispiele für Länder nennen kann, in denen das eigene Militär die Macht an sich gezogen hat und diese dann binnen kürzester Zeit in einem demokratischen Prozess dem Volk auch wieder zurückgibt.
Mir will da spontan so gar kein Beispiel einfallen, aber vielleicht liegt das auch nur an meiner mangelhaften Schulbildung.Ich hoffe, dass es daran liegt.
Aber vielleicht funktioniert es in Ägypten ja auch zum allerersten Mal.
Ich hoffe für die Ägypter, dass sie sich nicht umsonst dieser Gefahr ausgesetzt haben.
Und ich hoffe für sie - und für uns alle - dass in Ägypten jetzt weder ein Militärregime noch ein islamistischer Gottesstaat entsteht, sondern ein Staat, in dem die Menschen frei und ohne Angst vor Unterdrückung ihr Leben leben können.
Drücken wir die Daumen.

Kurzer Themenwechsel in den Bereich Homeentertainement.
Nachdem Pro Sieben am Freitag Abend die Matrix im Programm hatte (ich hab die letzten 15 Minuten nach meiner Rückkehr von der Bandprobe gesehen) und ich partout keine Lust hatte, mir Teil zwei und drei von Waschmittel- und Rasierapparatwerbung zerstückelt anzutun, hab ich mich am Samstag hingesetzt und alle drei Teile am Stück im heimischen Kellerkino geschaut. Das Ganze hat mich anderthalb Liter Wasser, eine Flasche Hohes C und zwei Tüten NicNacs gekostet (außerdem etwa acht Stunden Lebenszeit), aber es ist schon ein Erlebnis.
Den Schluss hab ich aber trotzdem immer noch nicht kapiert und wäre jederzeit für Aufklärung dankbar. Ausserdem bin ich jetzt auf den Geschmack in Sachen Triple-Feature gekommen.
Ich schwanke für das nächste Mal noch zwischen Star Wars (die alten Episoden), Indy 1-3 und dem Herrn der Ringe. Eventuell noch die Bourne-Trilogie, mal schauen.

Ein verfügbares Internet wird mir dabei wohl keinen Strich durch die Rechnung machen; bei meinem gestrigen Besuch im Telekomladen (es war verkaufsoffener Sonntag, vermutlich wegen Berlinale) konnte man mir wieder einmal nicht sagen, wann ich denn mit einem DSL-Anschluss rechnen könne.
Naja, ist ja auch gerade erst vier Monate her, dass ich ihn beantragt habe.
Ich hab jetzt eine Frist bis kommenden Freitag gesetzt und angekündigt, dass ich, wenn ich bis dahin keinen funktionierenden Anschluss habe, vom Vertrag zurücktreten werde.
Mal schauen, was jetzt passiert. Vermutlich nichts, aber das bin ich ja von der Telekom nicht anders gewohnt.

- Bangles -

Dienstag, Februar 01, 2011

Plattenspieler

Ich könnte jetzt weiter darüber jammern, dass es noch wenigstens 10 Tage dauert, bis die Telekom sich in der Lage sieht, auf unseren Telefonanschluss auch DSL draufzuschalten. Was daran so aufwendig ist, ist zumindest mir nicht ganz klar, aber gejammert habe ich zu diesem Thema ja auch schon genug - widmen wir uns doch lieber den positiven Aspekten.
Man könnte es als eine neue Entdeckung der Langsamkeit bezeichnen; statt mit Hochgeschwindigkeit, aber weitestgehend sinnfrei durchs Internet zu düsen, komme ich im Moment mehr dazu, mich meinen anderen Hobbies zu widmen. Von den Spielekonsolen schrieb ich je bereits und auch, wenn die Regale schon voll sind, vermisse ich doch noch wenigstens zwei Geräte, die ich definitiv habe. Ich vermute, sie stehen noch bei meinem Vater auf dem Speicher. Er wird sie dann wohl bei seinem nächsten Besuch mitbringen.

Was aber noch viel schöner, um nicht zu sagen, sensationell ist, ist die Tatsache, dass mein Plattenspieler wieder läuft. Vor x Jahren war mir die Nadel abgebrochen und da eine neue für genau diesen Tonabnehmer nach Auskunft des besuchten HiFi-Studios himmelschreiend teuer gewesen wäre, habe ich dankend darauf verzichtet und bin komplett auf CDs umgestiegen.
Der Plattenspieler lagerte derweil fein eingpackt in Luftpolsterfolie im Keller, die Schallplatten ruhten gleich daneben.
Einem großen Internetversandkaufhaus sei dank ist es aber mittlerweile möglich, zu diesem Thema doch mal ein wenig zu stöbern und nachdem ich festgestellt habe, dass eine einzelnde Nadel immer noch himmelschreiend teuer ist, hab ich mich dann für den Kauf eines ganzen Tonabnehmers entschieden - bestens bewertet und um ein Vielfaches günstiger.
Der CD-Generation müsste man vermutlich jetzt erklären, was das alles ist. Ich schenk es mir, nur soviel: Einen CD-Player (falls man überhaupt noch so ein eigenständiges Teil besitzt und nicht gleich die CDs auf dem DVD-Player hört) schmeisst man weg, wenn der Laser kaputt ist. Eine Reparatur samt Ersatzteilen wäre einfach zu teuer.
Anders ein Plattenspieler. Der ist nämlich eine Art VW-Käfer unter den HiFi-Geräten. Er läuft und läuft, und wenn er mal nicht mehr läuft, macht man die Haube auf und repariert selber.
Mehr als einen Schraubenzieher und eine Spitzzange braucht man nicht. Ein wenig Geschick vielleicht noch, aber das war es dann auch.
Gut, das Ablösen und Wiederaufstecken der Kabel zwischen Tonabnehmer und Tonarm ist schon etwas frickelig, aber zu bewerkstelligen.
Und das Ergebnis ist es allemal wert.

Nein, ich fang jetzt nicht an, davon zu schwärmen, dass die Schallplatte der CD an Wärme und Volumen massiv überlegen ist. Das ist Quatsch - zumindest auf meiner Anlage höre ich praktisch keinen Unterschied. Das mag auf einer High-End-Anlage im fünf- bis sechsstelligen Eurobereich anders sein, aber wer hat sowas schon zuhause?
Der Unterschied ist das Gefühl beim Anfassen - die Haptik, wie der Klugscheisser sagt. Eine CD lege ich in der Regel beiläufig in den Player, bei einer Schallplatte ist es schon eine kleine Zelebrierung. Man holt die Scheibe aus der Außenhülle, dann aus der Innenhülle, schaut einmal prüfend darauf, pustet vorsichtig noch ein paar Staubfädchen weg (dafür, dass die Platten jahrelang unbeachtet im Keller standen, ist ihr Zustand übrigens hervorragend) und legt sie dann auf den Plattenteller. Der Tonarm wird vorsichtig angehoben und genauso vorsichtig auf die Startrille der LP abgesenkt. Und dann wird gehört. Nach 20, maximal 25 Minuten ist das Hörvergnügen auch schon wieder vorber, dann geht das gleiche Spiel mit der Rückseite los.
Aber bis dahin kann man sich den Plattencovern widmen - und das ist das tatsächlich Tolle daran.
Wo eine CD im besten Fall ein Booklet mit sich bringt, in dem auf weniger als Postkartengröße Bilder und Text eingepfercht sind, schöpft die LP aus dem Vollen.
Gerade Platten mit aufklappbaren Covern sind eine wahre Freude - da konnten sich Coverkünstler noch richtig austoben (ich liebe die alten Genesisplatten), Texte sind lesbar und das Gefühl beim Aufklappen im Allgemeinen ist so wie beim Aufschlagen eines schönen Bildbandes.
Einfach nur schön.
Es ist ein Gefühl, dass man jemandem, der noch nie eine Schallplatte in der Hand gehalten hat, vermutlich nicht wirklich vermitteln kann, aber ich versuch es mal mit einem Vergleich:
Man kann den Herrn der Ringe auch auf dem iPhone schauen. Unvergleichlich beeindruckender ist er aber im Kino.
So ist das auch mit CD und Schallplatte.
Und schon dafür, dass ich mir die Zeit nehmen konnte, den Plattenspieler wieder ans Laufen zu kriegen, sollte ich ja der Telekom und ihrer schlampigen Arbeit dankbar sein.
Und wer weiß, vielleicht bin ich das tief in mir drin sogar ein Bisschen.

- Die fantastischen Vier -