Dienstag, Juni 28, 2011

Talk talk

"Plapperplapperplapperplapperplapperplapperplapperplapperplapperplapper
Pokémonplapper plapperplapperplapperplapperDialgaplapperplapperplapper!
Plapperplapperplapperplapperplapperplapperplapperplapperplapperplapper?
Plapperplapperplapperplapperplapperplapperplapperplapperplapperplapper
plapperplapper, plapperplapperplapperplapperplapperPokémonplapperplapper.
Plapperplapperplapperplapperplapperplapperplapper! Plapperplapperplapperplapper.
PlapperplapperPokémon? Plapperplapperplapperplapperplapperplapperplapperplapper;
plapperplapperplapperplapper: PlapperPalkiaplapperGiratinaplapperplapper!
Plapperplapperplapperplapperplapperplapper - plapperplapperplapperplapper.
Plapperplapperplapperplapperplapperplapperplapperplapper.
PlapperplapperplapperplapperplapperplapperplapperplapperPokémonplapper
plapper. Plapper."
"Ki-hind?" "Plap -ja?"
"Kannst Du jetzt mal die Klappe halten? Ich würde gerne ein paar der Dialoge im Film mitbekommen!"
"Na gut"
Beleidigtes Schweigen.
Knapp 40 Sekunden lang.
"Plapperplapperplapperplapperplapperplapperplapperplapperplapper
Pokémonplapper!"
"Ok, Schluss für heute. Ab ins Bett!"
"Ich geh ja schon - PlapperplapperplapperplapperplapperplapperPokémonplapper"

Und da wundert sich mein Chef, dass ich so schlecht zuhöre, wenn er mir etwas sagt - das liegt einzig und allein an der Hornhaut, die sich auf meinem Trommelfell gebildet hat, nachdem der Schorf abgefallen ist.

- Talk Talk -

Samstag, Juni 25, 2011

Whisky in the jar

"Und merk dir immer, mein Kind", doziere ich gegenüber meinem Töchterlein, "nicht zum Genusse, sondern allein zum Zwecke der Bildung trinke ich. Sláinte!"
Und mit diesen salbungsvollen Worten setze ich die Whiskeyflasche an und mach sie leer.
Natürlich nur zum Wohle der Tochter.
Denn die hatte für die Schule einen Vortrag über Irland vorbereitet, den sie damit abschließen möchte, jedem ihrer Mitschüler ein Gläschen aus Papas Whiskeypulle anzubieten.
Jetzt kann man natürlich durchaus der Meinung sein, dass 12 ein gutes Alter in Sachen Whiskey ist.
Ich hab durchaus den ein oder anderen zwölfjährigen Whiskey daheim stehen.
Wenn es aber das Alter des Trinkers ist, sollte man doch etwas vorsichtiger sein. Also diente die Flasche als reine Deko, wurde sorgsam ausgespült und hernach mit Apfelsaft aufgefüllt.
Der anschließende Erfolg gab dem Kind recht, auch wenn der eine oder andere Mitschüler es bedauerte, dass "nur" Saft in der Flasche war. Immerhin der gute Apfelsaft vom Lidl.
Da weiß man, was man hat.

Womit wir aber auch beim Thema wären. Wie vor knapp einem Monat angekündigt folgt jetzt nämlich ein Foto jener Pflanze, bei der wireben nicht wissen, was wir da haben.
Sie schaut ja ganz hübsch aus, aber für den Fall, dass es ein giftig Kräutlein sein sollte, würde ich mir doch lieber die Gärtnerhandschuhe überstülpen und sie ausrupfen. Was sich mittlerweile als durchaus schwierig herausstellen könnte, da sie schon gut einen Meter zwanzig hoch ist und ihre Wurzeln vermutlich längst untrennbar mit der Hauswand verbunden sind.
Ausserdem hat sie anscheinend Nachwuchs bekommen, denn mittlerweile ist eine zweite Pflanze gleichen Aussehens aufgetaucht. So langsam kriege ich doch etwas Angst.
Also hier die Frage:
Kennt jemand diese Pflanze?


Das Pflanzen-Muttertier


Sein Sprössling

Und weil es so schön ist, noch eine Bonusfrage:
Vor gut 15 Jahren gab es ein Duschgel der Firma Fabergé mit dem hübschen Namen "Hero".
Das kam in einer eckigen roten Verpackung mit grau abgesetztem oberen Bereich daher, roch (meiner unmaßgeblichen Meinung nach) ziemlich gut und wurde damals mit Bonnie Tylers' "Holding out for a hero" beworben. Anno '97 habe ich anlässlich eines Berlin-Besuchs noch drei Flaschen in einem obskuren Woolworth aufgetan, die sich aber nun doch so langsam dem Ende zuneigen (jaha, es geht eben nichts über regelmäßige Körperpflege!). Nein, mal im Ernst: Die Flaschen sind leider schon seit langem alle und das Zeug habe ich seitdem auch nie wieder gesehen.
Also, meine Frage ist die, ob es irgendjemanden gibt, der etwas über den Verbleib dieses Duschgels weiß oder gar (ich traue mich kaum, es zu sagen) weiß, ob und wo man es heute noch bekommen kann?
Mein ewiger Dank wäre ihr oder ihm sicher.

- Thin Lizzy -

Mittwoch, Juni 22, 2011

Free electric band

Naja, irgendwann hättet Ihr es ja sowieso herausbekommen.
Da kann ich es genausogut gleich zugeben.
Ich bin jetzt auch bei Facebook erreichbar.
Allerdings nur aus dem einzigen Grund, besser mit den Herren aus meiner Band kommunizieren zu können.
Man kann prima die Probetermine mit allen gleichzeitig absprechen und muss nicht für teuer Geld telefonieren, nachfragen, den Nächsten anrufen, nachfragen, den Ersten wieder anrufen, weil der Zweite nicht kann und schon sind 10 Euro durchtelefoniert.
Bei vier Proben im Monat geht das ganz schön ins Geld.
Nun kann man natürlich zurecht sagen, dass dafür kein Facebook nötig ist. Geht auch per Mail.
Aber: Der Chat ist eine gute Idee. Da geht die Abstimmung dann ganz direkt und ohne Umwege.
Und man kann auch gleich über abstruse Ideen diskutieren.
So wie wir gestern.
Nämlich die Idee einer öffentlichen Probe.
Ich mein, wenn wir schon nicht auftreten, können ja wenigstens interessierte Zuhörer gleich bei uns im Proberaum vorbeikommen und uns vor Ort hören.
Also quasi die Sache mit dem Berg und dem Propheten. Nur umgekehrt, oder so.

Für die interessierten Nicht-Facebooker daher noch einmal direkt und für alle nachlesbar:
Wir proben diesen Freitag öffentlich, d.h., wer in Berlin ist und Lust hat, kann ab 19.30 Uhr bei uns vorbeischauen. Geprobt wird in Wilmersdorf, genaue Adresse gibt es auf Nachfrage per Mail.

Also los - die 1600 Besucher von der Hamburger Geburtstagsfeier sollten wir doch wohl hinbekommen.
Obwohl - 16 wären ja auch schon ganz schön...

Ach ja, wer mag, kann mich natürlich gerne auf Facebook suchen - einfach mal "Emil Tischbein" eingeben.
Viel mehr als meinen echten Namen wird man da aber nicht finden - ich bin einfach zu alt, um mich noch für diesen Internetexhibitionismus zu erwärmen.

- Albert Hammond -

Mittwoch, Juni 15, 2011

Ding dang dong

Und es begab sich also zu jener Zeit, dass vom Kaiser ein Gebot ausging, alle Welt möge sich schätzen lassen, so dass der Kaiser darob die Zahl seiner Untertanen kenne.
So zogen denn auch die heiligen drei Könige Bim, Bom und Bum zu dem Orte hin, der ihnen schon vor langer Zeit in der Prophezeihung geweissagt ward.
Genau genommen waren sie keine Könige, sonder eher von einfachem Stand. Sie der Heiligkeit zu zeihen, wäre ehrlich gesagt auch dezent übertrieben, denn bisweilen war ihr Leben doch ein recht lasterhaftes.
Hatte ich schon erwähnt, dass Bim, Bom und Bum nicht ihre wirklichen Namen waren?
Und wenn ich jetzt ganz ehrlich sein soll, waren es auch nicht drei, sondern nur zwei, die gerade nach der Arbeit unterwegs auf ein Feierabendbierchen in die nächstgelegene Kneipe waren. Ganz ohne jede vorgeschobene Prophezeihung.
Da so eine Geschichte aber natürlich eher uninteressant ist, habe ich mir gewisse künstlerische Freiheiten erlaubt.
Schade nur, dass dann natürlich keine Sau mehr interessiert ist, obwohl das mit der Volkszählung ja zumindest stimmt.

Pah, dann lass ich es halt bleiben!

Prost auch.

- Les Rita Mitsouko -

Montag, Juni 06, 2011

New Classic

"Wow, das ist ja ein echter Klassiker!".
Wenn so etwas jemand auf der Straße über Dein Auto sagt, kannst Du Dich glücklich schätzen und im günstigsten Fall die Kiste an irgend einen Dummen für einen Haufen Kohle verscherbeln.
Wenn Du so einen Satz aber im Telefonladen hörst, wo Du nach einem neuen Akku für Dein - zugegebenermaßen schon etwas älteres - Handy fragst, fühlst Du Dich, als wärst Du aus der wilhelminischen (oder zumindest helmutianischen) Zeit in die Gegenwart teleportiert worden.
Dabei habe ich dem Verkäufer keineswegs einen vierzig Jahre alten Bakelit-Kloben unter die Nase gehalten, sondern mein gutes und zuverlässiges N-Gage, das im Übrigen gerade mal schlappe 7 Jahre auf dem Buckel hat und mit dem es sich immer noch telefonieren lässt, wie ein junger Gott. Oder wie Gott in Frankreich. Oder so.
Nur der Akku macht mittlerweile immer häufiger schlapp und nachdem das Gerät schon zweimal mitten im laufenden Betrieb alle Viere von sich gestreckt hat, wird es doch so langsam Zeit für einen neuen Akku.
Den muss man aber langwierig bestellen und dann wird er vermutlich zur Mitsommerwende von einer alten hutzeligen Finnin aus zwei Teilen Waltran und einem Teil Dorschleber mundgeklöppelt - halt so, wie man das bei den frühen Mobiltelefonen eben machte.
Also nix mit Akku. Dafür haben wir aber festgestellt, dass unsere alten Mobilfunkverträge (meine Frau und ich hatten einen Partnervertrag) zwar auf dem Papier gut aussahen (nur 5 Euro pro Nase im Monat und die können dann auch noch abtelefoniert werden), bei näherer Betrachtung sich das Ganze aber als ein dermaßen übler Altvertrag entpuppte (0,69 Euro Minutentarif!!!) , dass selbst die Übereinkunft des guten Herrn Dr. Faustus ("Wolle Seele kaufen?") mit dem etwas weniger guten Herrn Mephistopheles ("Wauwau!") deutlich vorteilhafter wirkte.
Der langen Rede kurzer Sinn: Wir haben jetzt zwei neue Verträge, deren einer (der für meine Frau) bei 8 Euro im Monat 100 Inklusivminuten beinhaltet, alldieweil meiner zwar zehn Euro im Monat kostet, dafür aber neben den 100 Inklusivminuten auch noch 100 SMS im Preis enthalten sind.
Da kann ich jetzt quasi simsen, bis die Finger (bzw. der Stift, denn ich hab nun doch wieder mein auch schon zweieinhalb Jahre altes Zweithandy - dessen Akku im Übrigen auch nicht der fittesten einer ist - herausgekramt) qualmen.

Ansonsten bin ich allerdings für Tipps in Sachen neues Handy (als Alternative zum neuen Akku) dankbar - entweder soll es ein Gerät sein, dass außer Telefon und SMS nichts bietet oder aber eines mit Unmengen an Schnickschnack (allerdings ohne angebissenes Obst auf der Rückseite).
Ich bin gespannt.

- Selena Gomez -

Freitag, Juni 03, 2011

Himmelfahrt

...und Himmelfahrt ist Vatertag
im Wonnemonat Mai.
Naja, stimmt nicht ganz. Ist aber dem Reime geschuldet. Es stimmt ja auch nicht mit den vier freien Tagen.
Zumindest für meine Frau und mich nicht, die Tochter hat aber schulfrei und genießt es.
Was aber stimmt, ist die Sache mit dem Vatertag.
Herrentag, im Osten.
Wobei auch das eine gelegentlich und das andere ganz sicher unzutreffend ist.
Denn feiern tun da auch solche, die bestenfalls potentielle Väter sind, aber wie Herren benehmen sie sich dann ganz sicher nicht.
Darauf hab ich dann doch lieber verzichtet und statt dessen einen ruhigen Tag zuhause verbracht und die Zeit genutzt, um mit dem Töchterlein zum Erdbeerpflücken zu fahren und am Abend dann entspannt tote Tiere ins Feuer zu halten.
Dazu Salat. Scheiß auf EHEC.
Dazu, als leise Hintergrundkulisse, die Gespräche unserer Nachbarn, ebenfalls grillenderweise. Er, seines Zeichens Feuerwehrmann, hatte offenbar Kollegen eingeladen und nun tauschte man sich über die jeweils erste gefundene Leiche aus.
Bis unser Fleisch gut war, hatte man aber dankenswerter Weise zu einem anderen Thema gewechselt.
Meine Frau und meine Tochter indes nutzten den Vatertag, um meine Vorräte wieder aufzustocken; meine Tochter meinen Vorrat an Lakritzschnecken, meine Frau meinen Konzertkartenvorrat.
Denn die Liebste schenkte mir eine Karte für ein Doppelkonzert von Saga und Marillion im November.
Marillion waren ja eh die musikalischen Helden meiner späten Jugend und Saga stehen für feinsten Prog-Rock, dem ich seit Genesis' frühen Platten verfallen bin.
Ich freu mir also jetzt schon diverse Löcher in den Bauch im Hinblick auf das Konzert (auch, wenn es erst am 22.11. ist) und sag auch an dieser Stelle nochmal ein riesiges Dankeschön an meine beiden Liebsten.


- Bläck Fööss -