So, zum Wochenbeginn gutenberge ich jetzt einfach ein wenig und klau eine Rezension aus Amazon.
Das ist aber völlig ok, denn erstens ist das Buch, das in den kommenden Zeilen wärmstens empfohlen wird, wirklich gut und zweitens stammt auch die Amazon-Rezension von mir.
"Des g'hört so", wie Frau Werwolf an dieser Stelle sagen würde.
Los geht es. Ach ja, das Buch, um das es geht ist
"Der Zombie Survival Guide: Überleben unter Untoten" von Max Brooks
Wer, angelockt vom Namen Brooks (immerhin schreibt hier der Sohn des genialen Mel) und der putzigen Titelillustration zugreifen will, weil er ein spaßig-unterhaltsames Werk erwartet, der sei gewarnt - das bekommt er hier nicht! (Zumindest was den spaßigen Teil angeht, denn unterhaltsam ist es natürlich schon.)
Statt dessen ist es tatsächlich ein Buch, das einem helfen würde, müsste man in einer von Zombies verseuchten Welt um sein Überleben kämpfen.
Von Darstellungen verschiedener Stufen möglicher Zombiekalypsen über ein Überleben in der ersten Zeit bis hin zur richtige Vorbereitung für ein Leben in einer Welt, in der die Zombies die beherrschende Rasse sind wird hier mit viel Liebe zum Detail der Leser mit allen notwendigen Kenntnissen und Hintergrundinformationen ausgestattet.
Brooks beschreibt, wo man sich am besten auf einen Neuanfang vorbereitet, wie man dorthin kommt und welche Ausrüstung man dazu griffbereit haben sollte.
Abschließend beschreibt der Autor eine Vielzahl dokumentierter Zombieangriffe in der Geschichte der Menschheit, belegt durch Höhlenmalereien aus der Steinzeit bis hin zu Polizeiberichten aus dem Amerika von heute.
Wenn man von der Prämisse ausgeht, dass es Zombies tatsächlich gibt, hätte man hier tatsächlich das ultimative Überlebenshandbuch, das jeden Möchtegernrambo schnell auf den Boden der bitteren Realität zurück holt.
Nun gibt es die Zombies ja glücklicherweise doch nur in Film und Literatur, aber lustig oder amüsant wird das Buch dadurch trotzdem nicht. Statt dessen sieht man, aller Vernunft zum Trotz seine Umwelt auf einmal mit ganz anderen Augen, geht im Kopf regelmäßig seine aktuellen Vorräte durch und überlegt auf dem Weg durch die Stadt, welche Gebäude denn Zombies möglicher Weise am Besten trotzen könnten. Und ob der eigene Gartenzaun nicht doch um etwa zweieinhalb Meter aufgestockt werden müsste.
Wie bereits erwähnt - eine Parodie ist das Ganze nur, wenn man die völlig unrealistische Ausgangssituation einbezieht. Ansonsten ist es ein unterhaltsamer und lehrreicher Ratgeber, den ich jedem Zombiefreund hiermit wärmstens ans Herz lege.
Und während der geneigte Leser jetzt schnell das Buch bestellt, werde ich noch ein paar Übungsrunden mit Pfeil und Bogen einlegen, denn die sind - und auch das lehrt uns das Buch - im Fall der Fälle weitaus empfehlenswerter als ein Schnellfeuergewehr.
- Culcha Candela -
Montag, November 07, 2011
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