Dienstag, Januar 24, 2012

Beastie

Irgendwie ist im Moment recht wenig Berichtenswertes los.
Klar könnte man über Wulff oder Havarien im Mittelmeer schreiben, darüber, dass das Jahr des angeblichen Weltuntergangs auf der großen Bühne genauso katastrophal beginnt, wie das letzte Jahr aufgehört hat.
Aber das haben schon tausende Andere vor mir gemacht und ich glaube kaum, dass ich dem auch nur die geringste neue Facette hinzufügen kann.
Da bleibt mir jetzt also nur noch übrig, über die doofe neue Kollegin zu schreiben.
Die hat es immerhin in weniger als sechs Monaten geschafft, sich mit dem kompletten Kollegenkreis aber sowas von vollständig in die Haare zu kriegen, dass es eine wahre Freude wäre, wäre man nicht einer dieser Kollegen.
Meine Frau bezeichnet das Ganze nicht völlig zu Unrecht als Kindergarten, aber wenn es denn einer ist, dann ganz sicher kein Waldorfkindergarten. Eher so einer aus einem Problembereich in Neukölln.
Neben der Tatsache, dass sie von Büro zu Büro zieht, um jeweils nicht anwesende Kolleginnen und/oder Kollegen schlecht zu machen (und damit zum allseits ungern gesehenen Gast wurde), hat sie auch die unangenehme Eigenschaft, Kolleginnen und Kollegen, die sie als unter ihrem Rang befindlich betrachtet, extrem herablassend zu bahandeln.
Jetzt hat sie zwar ordentlich was auf den Deckel gekriegt, aber das bestärkt sie natürlich nur in der Ansicht, dass um sie herum ausschließlich böse Menschen sind.

Auch auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen: Muss sowas sein?
Ich bin ganz sicher nicht mit jedem Kollegen gut Freund und es gibt auch durchaus einige, die ich für ausgemachte Idioten halte (und vermutlich denken sie Ähnliches von mir), aber ich muss doch wenigstens versuchen, mit den Leuten, die ich tagsüber immerhin länger sehe als meine Familie, auf einer beruflich-professionellen Ebene halbwegs gut auszukommen.
Meine Freunde kann ich mir dann durchaus ausserhalb meiner Arbeitsstelle suchen.
Und ich muss mich auch nicht freitags schon auf den Montag freuen, wie es im Moment in der Werbung heißt (ein Kollege hat mir ohnehin schon angedroht, dass er mich verhauen würde, sollte ich das jemals auf Arbeit behaupten), aber ich muss doch auch nicht sonntags schon mit Bauchschmerzen beim Gedanken an den Montag und die Hackfressen, die mich dann wieder erwarten, ins Bett gehen.
Kurz, es kann so einfach sein, sich das Leben selber etwas leichter zu machen.
Und wie man so etwas rein aus Prinzip nicht machen kann, wird mir wohl ewig ein Rätsel bleiben.

- Jethro Tull -