Irgendwie ist im Moment recht wenig Berichtenswertes los.
Klar könnte man über Wulff oder Havarien im Mittelmeer schreiben, darüber, dass das Jahr des angeblichen Weltuntergangs auf der großen Bühne genauso katastrophal beginnt, wie das letzte Jahr aufgehört hat.
Aber das haben schon tausende Andere vor mir gemacht und ich glaube kaum, dass ich dem auch nur die geringste neue Facette hinzufügen kann.
Da bleibt mir jetzt also nur noch übrig, über die doofe neue Kollegin zu schreiben.
Die hat es immerhin in weniger als sechs Monaten geschafft, sich mit dem kompletten Kollegenkreis aber sowas von vollständig in die Haare zu kriegen, dass es eine wahre Freude wäre, wäre man nicht einer dieser Kollegen.
Meine Frau bezeichnet das Ganze nicht völlig zu Unrecht als Kindergarten, aber wenn es denn einer ist, dann ganz sicher kein Waldorfkindergarten. Eher so einer aus einem Problembereich in Neukölln.
Neben der Tatsache, dass sie von Büro zu Büro zieht, um jeweils nicht anwesende Kolleginnen und/oder Kollegen schlecht zu machen (und damit zum allseits ungern gesehenen Gast wurde), hat sie auch die unangenehme Eigenschaft, Kolleginnen und Kollegen, die sie als unter ihrem Rang befindlich betrachtet, extrem herablassend zu bahandeln.
Jetzt hat sie zwar ordentlich was auf den Deckel gekriegt, aber das bestärkt sie natürlich nur in der Ansicht, dass um sie herum ausschließlich böse Menschen sind.
Auch auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen: Muss sowas sein?
Ich bin ganz sicher nicht mit jedem Kollegen gut Freund und es gibt auch durchaus einige, die ich für ausgemachte Idioten halte (und vermutlich denken sie Ähnliches von mir), aber ich muss doch wenigstens versuchen, mit den Leuten, die ich tagsüber immerhin länger sehe als meine Familie, auf einer beruflich-professionellen Ebene halbwegs gut auszukommen.
Meine Freunde kann ich mir dann durchaus ausserhalb meiner Arbeitsstelle suchen.
Und ich muss mich auch nicht freitags schon auf den Montag freuen, wie es im Moment in der Werbung heißt (ein Kollege hat mir ohnehin schon angedroht, dass er mich verhauen würde, sollte ich das jemals auf Arbeit behaupten), aber ich muss doch auch nicht sonntags schon mit Bauchschmerzen beim Gedanken an den Montag und die Hackfressen, die mich dann wieder erwarten, ins Bett gehen.
Kurz, es kann so einfach sein, sich das Leben selber etwas leichter zu machen.
Und wie man so etwas rein aus Prinzip nicht machen kann, wird mir wohl ewig ein Rätsel bleiben.
- Jethro Tull -
Dienstag, Januar 24, 2012
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4 Kommentare:
Wie lange hat die Dame denn Probezeit? Vielleicht ist ja da noch was zu machen? Störung des Betriebsfriedens ist aber auch so ein Kündigungsgrund..
Leider keine Option - neu ist sie nur bei uns, wird aber insgesamt schon seit über 20 Jahren herumgereicht...
Oha, bestester Falcon, das ist eine Tussi von der Liste, oder? Der LIste, die jeder Chef im Kopf hat, und wo man ganz schnell NEIN schreien muss, wenn die Listenleute einem aufs Auge gedrückt werden sollten... Manchmal bringt es was, sich zu versammeln, sie dazu zu bitten und coram publico zu verkünden, dass man weiß, wie sie tickt, dass sie sich die Verleumdungen sparen soll und auf ihrem Hintern in ihrem Büro sitzen soll, anstelle des Einsatzes als mobile Gerüchteküche. Kann einem natürlich auch Personalratsärger wegen Mobbings einbringen. Oder man ignoriert sie, worüber sich manche auch gern beschweren.
Vielleicht kann man sie weg loben?
Ja, das ist eine jener Listendamen - dummerweise kannte hier niemand die Liste...
Ich glaube, die ist hier bei uns im Haus schon reihum weggelobt worden und stagniert jetzt, aber immerhin auf halbwegs hohem Niveau.
Ich denke, nach dem Dämpfer, den ihr gestern die stellvertretende Chefin tatsächlich coram publico verpasste, wird es auf ein gemeinschaftliches Ignorieren hinauslaufen.
Das ist nicht nett, aber mit so einer Soziopathin möchte auch niemand wirklich etwas zu tun haben.
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